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Das Wetter schien die Situationen widerzuspiegeln. Aufgeheizt. Gefšhrlich. Doch wie sollte es auch besser werden? Hatten sie doch alle ihre Schlachten zu schlagen. Der zurŁckliegende KampfÖ eine unklare Rangfolge, neues Rudel - wo zur HŲlle sollte man da nur als Erstes hinschauen?

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Anderthalb Jahre sind seit dem letzten Plot vergangen. Es ist Mitte Juli und langsam erkšmpft sich die Sonne ihren Weg an den Horizont. Bei dŁsterem, wolkenverhangenem Himmel herrschen drŁckende Temperaturen, welche den WŲlfen nach dem gestrigen Kampf zusštzlich zusetzen.

seit: 17. Januar 2007
SWEET NIGHTMARE Ľ Rollenspiel Ľ b e t w e e n . h e a v e n . a n d . h e l l . Ľ S e c h s t e s . J a h r . Ľ Sommer Ľ XX. Verbrannt Ľ Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Autor
Beitrag

Chesmol

verlorener Bruder

Zugehörigkeit
verruchter Haufen

Alter
3 Jahre

Größe
85 cm

Weitere
Sunkmanitutanka, (Midnight)

Spieler
Midi



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Azyra



Seine Ohren zuckten zur Seite, da eine Stimme seitlich von ihm erklang. Es war die Stimme der grauen Fähe, die er im Feuer einmal beiseite stieß, soweit er sich erinnerte. Im Gegensatz zu ihrem Bruder empfing sie die neue Fähe wesentlich wärmer. Azyra wusste jedoch nicht so richtig wohin mit sich. Das merkte Chesmol daran, wie sie zu niemandem sprach, sondern einfach etwas in den Raum warf.
Wieder huschte ein s√ľffisantes L√§cheln √ľber seine Lefzen. Langsam zog er es doch in Erw√§gung sich ihrer anzunehmen. Hier passierte gerade eh nicht viel. Die dramatische Verabschiedung der Familie geh√∂rte bereits der Vergangenheit an. Maeva h√ľllte sich in Schweige, seine eigene Schwester kuschelte sich zu Ciel... Numa hockte auch bei diesem einen Waldl√§ufer und so richtig wohl f√ľhlte er sich nicht in Mitten dieser W√∂lfe. Vielleicht konnte er die F√§he etwas weg lotzen von den anderen und sich mit ihr die Zeit vertreiben.
Chesmol stand wieder auf. Es war ihm wirklich zu unangenehm in mitten dieser ganzen eher fremden Wölfe, die noch dazu eine einander zugewandte Mentalität verströmten, von der er lieber Abstand nahm. Gleich, wie sehr er sich verändert hat und sozialer agiert. Ihm ist mit etwas Abstand doch wohler bei der Sache und warum nicht diese neue Fähe dabei benutzen.
Er ging an ihr vorbei und rempelte sie wie zuf√§llig an. Als w√§re er gestolpert, strauchelte er kurz und stie√ü dabei gegen die neue F√§he. Der Blick, den er ihr zuwarf und der wohl kaum von einem anderen Wolf gesehen werden konnte, der in diesem Moment auf einer Augenh√∂he mit ihr war, verriet eine kleine Provokation. Indirekt forderte er sie auf, ihm zu folgen. Blieb nur die Frage, ob sie ihm einfach folgte, ob in ihr ein neugieriger Funken steckte, der sie verleitete. Sollte sie eher die N√§he der freundlicheren, sozialeren Gesichte er suchen, w√§re Chesmol ihr sicher nicht b√∂se, sondern w√ľrde er ein ruhiges Pl√§tzchen zum Schlafen suchen und sich v√∂llig zur√ľckziehen.



13.05.2022 23:18

Azyra

Jungspund

Alter
6 Jahre

Größe
75 cm

Spieler
Azyra



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Chesmol



Alles in allem schien sie einen guten Zug gemacht zu haben. Die W√∂lfe hatten sie f√ľrs Erste akzeptiert und waren bereit ihr eine Chance einzur√§umen. Etwas Misstrauen und Skepsis nahm sie ihnen nicht √ľbel, sie h√§tte auch nicht anders reagiert. Mit der Zeit w√ľrde sich das legen, dachte sich die √§lter gewordene F√§he, g√§hnte und war im Begriff sich hinzulegen, als sie pl√∂tzlich und unerwartet angerempelt wurde. Sie hatte den gro√üen Schatten nur aus dem Augenwinkel gesehen und viel zu sp√§t wahrgenommen, dass er auf sie zukam. Azyra strauchelte etwas, konnte sich aber noch auf ihren vier Pfoten fallen, anstatt wie ein geschlagenes Beutetier zu Boden zu gehen. Gl√ľck gehabt, h√§tte der R√ľde es wirklich auf ihr Leben abgesehen, so h√§tte er eben wohl die Chance gehabt, seine Rei√üz√§hne in ihrer Kehle einzuhaken, ohne dass sie sich vor ihrem Erstickungstod davon h√§tte befreien k√∂nnen. So wurde ihr erst in den darauffolgenden Augenblicken wirklich klar, was gerade passiert war. Da sah sie den gro√üen und deutlich j√ľngeren R√ľden gerade noch abziehen, nicht ohne ihr noch ein ... s√ľffisantes Grinsen zuzuwerfen. W√§re es nicht so ernst gewesen, h√§tte sie lachen k√∂nnen. Es war also doch kein Zufall gewesen, dass der geistige Welpe ihr dieses provozierende Grinsen zugeworfen hatte, statt sich ihr gegen√ľber offen zu √§u√üern, wie es die Anderen getan hatten. Das eigentlich Erschreckende an der ganzen Szene war nicht, dass ein Hohlsch√§del wie er zu sinnlosen Provokationen neigte, sondern, dass ihr das mehr ausmachte, als f√ľr sie gut war. Der namenlose R√ľde legte es doch darauf an, sie herauszufordern, das musste ihr vollkommen klar sein. Leider belie√ü er es auch nicht beim d√§mlichen Grimasseschneiden, sondern ging schon zu physischen Sticheleien √ľber - die Vorstufe zu einer echten Bei√üerei. Es verletzte ihre W√ľrde, die sie eigentlich schon l√§ngst verloren glaubte, dass er so mit ihr umsprang. Er wusste nichts √ľber sie und hatte daher nicht wirklich eine Angriffsfl√§che zur Verf√ľgung, aber gegen den Leib eines anderen konnte man immer vorgehen, er missachtete einfach, was sich im Innern verbarg. Was in seinem Innern schlummerte, konnte kaum √ľber die Konsistenz und Zusammensetzung eines drei Tage alten Kuhfladens hinausgehen. Das Problem war nur, dass er - so idiotisch er auch war - √ľber k√∂rperliche Kraft verf√ľgte, was leicht erkennbar war. Trotzdem heftete sie sich nach einem kurzen Luftholen an seine Fersen - nat√ľrlich noch mit einem respektvollen Abstand - obgleich ihr Verstand wusste, dass es das D√ľmmste war, was sie machen konnte. Wie konnte sie nun mehr √ľber seine l√§cherlichen Beweggr√ľnde herausfinden, √ľber sein fauliges Innenleben, ohne ihm zu geben, was er wollte? Wenn er die au√üer sich keifende Azyra aus ihr herauskitzeln wollte, konnte er lange kitzeln. Einen echten Kampf brauchte sie mit ihm jedoch auch nicht wagen, da er ihr vermutlich baumhoch √ľberlegen w√§re, so ungerecht es auch war. Also knurrte sie, ohne ihre Ver√§rgerung gut zu verstecken.

‚ÄěEntschuldige, dass ich dir im Weg stand, Alter. Nichts h√§tte mir ferner gelegen, als deinen kranken Leib zu ber√ľhren.‚Äú
Sie schnaubte. Sicher war es nicht schwer, ihn aus der Reserve zu locken. Die Frage war nur, ob sie das wollte.

Azyra baute sich vor ihm auf, als hatte sie nichts vor ihm zu bef√ľrchten. Sie ging auch nicht davon aus, dass ihr jemand zu Hilfe kommen w√ľrde, wenn er es nun auf ihr Leben abgesehen h√§tte, denn zum Einen war sie neu und unbedeutend, zum anderen hatten die W√∂lfe so kurz nach der Naturkatastrophe sicher andere Sorgen, als ihre verwundeten Leiber f√ľr eine Beinahe-Fremde weiter zu l√§dieren.

‚ÄěWenn du irgendein Problem hast, spuck's besser gleich aus. F√ľr minderbemittelte Bewegungslegastheniker mit Sehbehinderung hab ich immer ein Ohr.‚Äú

Sie zischte und warf ihm einen funkelnden Blick zu. Gro√üartig, Azyra. Das war die indirekte Aufforderung zum Zweikampf. Und wenn sein Auftritt eine Art Aufnahmeprobe f√ľr sie war, dann war sie soeben vermutlich glorreich durchgefallen und durfte wieder gehen. Aber sie konnte einfach nicht anders, als dem Grinsewolf mit spastischer Gesichtsl√§hmung die Stirn zu bieten, denn ihr alter Stolz war doch noch nicht so eingerostet, wie bis vor kurzem geglaubt.

14.05.2022 20:33

Chesmol

verlorener Bruder

Zugehörigkeit
verruchter Haufen

Alter
3 Jahre

Größe
85 cm

Weitere
Sunkmanitutanka, (Midnight)

Spieler
Midi



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Azyra



Sachte gab der nasse Boden unter den F√ľ√üen des ausgewachsenen R√ľdens nach. Bewusst w√§hlte er seinen Weg, wobei es in diesem Bereich keine nennenswerten Schwierigkeiten gab, den Pfad zu halten, Erst, wenn man diesen Platz verlie√ü und weiter in das Sumpfgebiet eindrang, musste man den Weg vorsichtiger w√§hlen. Das lernte Chesmol in der Zeit, die dieses Revier sein Zuhause war. Es f√ľhlte sich ein wenig seltsam an, wieder hier zu sein, nachdem sie es endg√ľltig verlassen hatten. So viel zu dem Thema. Doch im Gegensatz zu fr√ľher, teilten sie es momentan mit zwei anderen Rudeln und einer Fremden.
Letztere folgte ihm nach seinem f√ľr aller Augen vermeintlichen, aber sie deutlich absichtlichen Anrempler. Was er genau damit bezwecken wollte, wusste er selbst nicht recht. Eigentlich gefiel ihm die einsame Stille ganz gut und er h√§tte sich einfach ein Beispiel an Maeva nehmen k√∂nnen. In welcher Ecke auch immer sie mittlerweile hockte und wom√∂glich das Geschehen beobachtete. Chesmol ging davon aus, dass sie alles beobachtete und daraus ihre Schl√ľsse zog. Jedoch vermochte wohl einzig Nodin in den Kopf seiner Leitw√∂lfin zu schauen, Ihr Bruder, der auf eine sinnlose Mission gegangen ist.
Azyra kam sogleich zur Sprache, was sie bewegte ihm zu folgen. Wenn man es so bezeichnen wollte. Sie folgte ihm, um ihm zu sagen, dass sie ihm versehentlich im Weg stand. Ihre Wortwahl vermochte es Chesmol zu belustigen. In welche Wasserpf√ľtze sah sie soeben? Wenn einer von ihnen einen kranken Leib aufwies, dann eindeutig sie. Das Feuer lie√ü ihn nicht ann√§hernd zerzaust aussehen. Azyra sah wie einmal durchgekaut und wieder ausgespuckt aus. Allerdings legte Chesmol wenig Wert auf √Ąu√üeres. Bei allem, was man ihm vorzuwerfen vermochte, geh√∂rte die Reduzierung anderer auf ihr √Ąu√üeres am allerwenigsten dazu.
Ein Hauch von Zeit verstrich, in dem er schwieg und wartete, was Azyra ihm anbot. Sie machte sich groß, aber reichte dennoch nicht an seine Größe heran und ernst nahm er sie sowie so nicht. Weswegen dieses Aufbauen seine Wirkung völlig verfehlte. Die nächsten Worte, sie wählte auszusprehen, machten es nicht besser. Viel mehr entlockten sie dem roten ein zynisches Grinsen.
Die Frage sollte viel mehr lauten: Was bezweckst du gerade mit deinem Gehabe? Versuchst du mich zu beeindrucken? Machst du dir selbst etwas vor oder versuchst du mich zu provozieren, damit ich dir deine vermaledeite Kehle herausreise und den letzten Atemzug aushauchen kannst?
Gef√§hrlich leise und ruhig teilte er ihr seine Gedanken mit. Keines Falls beabsichtigte er, diese F√§he zu t√∂ten. Aber musste sie sogleich wissen, dass er ihr kein Haar kr√ľmmen w√ľrde, au√üer sie gab ihm einen wirklichen Grund? Nein und er bezweifelte, dass sie ihm einen richtigen Grund zum Angriff geben w√ľrde. Die Zeiten, in denen er dies nur wenig zu kontrollieren vermochte, lagen in der Vergangenheit. Trotzdem bereitete es ihm, gelelgentlich Spa√ü, einen anderen Wolf zu reizen. Jedoch ging dies in seinem Rudel, den Verruchten, l√§ngst nicht mehr. Selbst diese Zeiten geh√∂rten der Vergangenheit an. Zu klein und vertraut war man miteinander und manchen W√∂lfen ging er freiwillig aus dem Weg. Lieber hatte er seine Ruhe vor ihnen. Midnight und Corcas. Die beiden gingen im Feuer verloren und Chesmol versp√ľrte keine Trauer.
Chesmol sah Azyra direkt an. Seine Augen gl√§nzten. Es bereitete ihm sichtlich Freude mit dieser F√§he zu spielen. Was er hier tat, verstand er als Spiel. Nat√ľrlich war ihm bewusst, dass es nichts mit den Spielchen andere W√∂lfe zu tun hatte. Aber das interessierte ihn herzlich wenig. Er spielte seine eigenen Spiele, nach seinen eigenen Regeln. Ein wenig erinnerte es ihn an seine einstige Begegnung mit dem etwa gleichaltrigen Noam. Nur stand hier eine √§ltere F√§he vor ihm an Stelle eines naiven Jungwolfs. Oder viel mehr sah Chesmol in Noam einen dummen Welpen. Was f√ľr ein Wolf stand wohl dieses Mal vor ihm?



21.05.2022 10:04

Manitu

Wesen der Ruhe

Zugehörigkeit
Waldläufer

Alter
6 Jahre

Größe
72 cm

Weitere
Chesmol, Midnight, Aelrun

Spieler
Midi



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Ahillea & Numa



Ahillea stellte keine weiteren Fragen zu Manitus Antworten. Sie wirkte nicht sonderlich √ľberrascht oder dergleichen. Wom√∂glich lernte sie bereits die Lektion, dass manche Dinge anders als erhofft verliefen. Man mochte es ihr nicht immer anmerken, aber Manitu sah in ihr ein kluges K√∂pfchen. Anders, als ihre Schwester Panya es war, eher verbunden mit vielen Emotionen, die sie in die Welt hinaustrug, statt zu viel mit dem Kopf an die Sache heranzugehen. Etwas, dass er sehr an ihr sch√§tzte.
Ebenso folgte sie ihren Emotionen, als die Familie der verabschiedeten W√∂lfe ein Abschiedslied anstimmten. Lilith und Ciel w√ľnschten den beiden W√∂lfen eine sichere Reise und im Stillen schloss sich Manitu ihnen an. Die kleine F√§he hingegen kroch unter ihm hervor und stimmte in den Gesang mit ein. Manitu lies sie gew√§hren. Warum sollte er es ihr verbieten? Au√üerdem hatte er das Gef√ľhl, dass die Sweet Nightmare und die Waldl√§ufer nicht mehr viel von einander unterschied. Ciel mochte zwar eigentlich den Verruchten angeh√∂ren, doch zugleich geh√∂rte er zu Liliths Familie, wie er mitbekam. Zus√§tzlich wirkte auch V√©lya sehr friedvoll, ganz entgegen dem Ruf der Verruchten. Einzig Maeva und Chesmol schienen am ehesten dem Ruf zu entsprechen und beide zogen sich lieber zur√ľck.
Zur√ľck zu ihnen hingegen kam Numa, einen zerzaust wirkenden Wolf im Schlepptau. Er sprach aus, jemanden mitgebracht zu haben und die fremde F√§he stellte sich als Azyra vor. Ein sch√∂ner Name, wie Manitu fand und er nickte ihr freundlich zu. Sp√§ter w√ľrde er sicherlich noch mit ihr in Kontakt kommen. Vorl√§ufig √ľbernahm erst Silthr√≠m die Kontaktaufnahme mit der neuen F√§he und ihr anschlie√üend Corvin. Wobei letzterer einen sch√§rferen Ton an den Tag legte, die ihm niemand zu ver√ľbeln vermochte. Auch Azyra schien es in Ordnung zu finden.
Numa zog eine Runde vorbei an den verschiedenen Wölfen und hielt schließlich bei ihm und Ahillea inne. Manitu erwiederte den Gruß des Freundes und hieß ihm, an seiner Seite Platz zu nehmen. Sogleich begann Numa zu erklären, wie er zu Azyra kam und sie hierher brachte und seine Gedanken mit Manitu zu teilen.
Ich hätte gewiss wie du gehandelt. Keine sollte jetzt nach diesem Feuer allein gelassen werden. Ganz gleich, welchem Rudel er angehört oder ob es ein völlig fremder Wolf ist. Und ehrlich gesagt, wirkt sie auch auf mich ein wenig verloren und nicht wie eine Gefahr oder ein Problem.
Gerade wollte Manitu noch etwas sagen, setzte bereits an zum sprechen, als ihn eine zarte Stimme daran hinderte. F√ľr einen Moment verga√ü er die Anwesenheit der kleinen Ahillea, sondern nahm nur Numa und sich selbst wahr. F√ľhlte das Gef√ľhl alter, stets willkommener Vertrautheit. Numa lag ihm sehr am Herzen. Nachsichtig lie√ü er den Welpen gew√§hren. Zugleich signalisierte er Numa mit einem vielsagenden Blick, dass er ruhig sagen durfte, wenn es ihm mit Lea Fragen zu anstrengend wurde. Die M√ľdigkeit stand ihm ins Gesicht geschrieben.


21.05.2022 21:38

Azyra

Jungspund

Alter
6 Jahre

Größe
75 cm

Spieler
Azyra



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Chesmol



An welch einen Wolf sie mit dem (tempor√§ren?) Eintritt in diese Rudel hier geraten war, wusste sie nicht. Ihr d√§mmerte jedoch von Augenblick zu Augenblick, dass er nicht so war, wie man es von einem ,normalen' Wolf seines Geschlechts und Alters vermuten konnte. Normal ... das w√§re gewesen, geh mir nicht auf den Sack, dann ist alles in Butter. Der hier dagegen legte es gerade dazu darauf an, dass man sich mit ihm zankte. Ihre Vermutung, er war mental auf dem Niveau eines langbeinigen Jungwolfs stehen geblieben, schien sich zu bewahrheiten. Aber wie so oft bei W√∂lfen dieses Kalibers, hatte er mehr Kraft als Verstand und war damit potentiell gef√§hrlich. Nat√ľrlich war es von Belang, √ľber K√∂pfchen zu verf√ľgen. Vielleicht konnte sie es fr√ľher oder sp√§ter irgendwie anstellen, dass er √ľber seinen √úbermut stolperte und sich sein wertloses Genick brach. Nicht, dass sie das brauchte, aber schade um ihn w√§re es nicht. Sie schnaubte abf√§llig und fixierte ihn offen. Seine Gesichtsz√ľge wirkten hart, seine Witterung streng. Dass M√§nnchen von Zeit zu Zeit unter inneren Vorg√§ngen ihres K√∂rpers zu leiden hatten - und damit auch ihre Umwelt - war ihr nicht neu. Doch f√ľr gew√∂hnlich brauchte es schon etwas mehr als nur die blo√üe eigene Existenz, um jemanden auf die Tanne zu bringen. Sie beobachtete ihn sehr genau, auch um einem m√∂glichen Angriff zuvor zu kommen, denn dieser lag fast schon in der Luft wie der Geruch verbrannten Holzes. Was ... war ... sein ... Problem? Sie h√§tte ihn fragen k√∂nnen und es w√§re sicher irgendein Unsinn zu Tage getreten. Also musste sie sich selbst einen Reim darauf machen und der kam zu folgendem Schluss: Er mochte keine Neuzug√§nge. F√ľr ihn waren Ver√§nderungen vermutlich unangenehm, unliebsam und er hatte Sorge, nicht mehr genug Nahrung abzubekommen. Dass ihr Beitritt zu den Rudeln ein Geben und Nehmen war - also auch ein Geben - brauchte man ihm nicht erkl√§ren. Eher h√§tte man einer Schmei√üfliege den Sinn von w√∂lfischen Rudelstrukturen erkl√§ren k√∂nnen. Der namenlose Wolf mit dem Hang zur Aggression suhlte sich darin, gr√∂√üer und st√§rker zu sein und das Rudel mit seinen Gegebenheiten l√§nger zu kennen als sie. Wao. Was f√ľr eine Leistung. Azyra schnaufte, als er so beif√§llig erw√§hnte, ihre Kehle zerrei√üen zu wollen. Warum √ľberraschte sie das nicht? Weil er ein Idiot war. Und sie wusste, dass sie nicht mit dem Schutz der anderen rechnen konnte. Gegen ihn k√§mpfen und bestehen konnte sie aber auch nicht; bestenfalls schaffte sie es, vor ihrem blutigen Ende eine Ecke von seinem Ohr abzurei√üen, was ihm Zeit seines restlichen Lebens eine Troph√§e gewesen w√§re, ein Andenken √ľber den meisterhaften Sieg √ľber eine alternde F√§he. Er war wirklich ein Hammer Bursche. Im Grunde gab es nur eins, was dieser Rudeltroll verdient hatte: Nicht-Beachtung. Man hatte ihn wie Luft behandeln sollen. Das Problem seiner unb√§ndigen Kr√§fte aber blieb, denn wenn er sich nicht ernst genommen f√ľhlte, konnte er ihr immer noch das Licht auspusten. Nicht, dass ihr diese Vorstellung - nach alledem, was sie erlebt hatte - Angst bereitete, wegschmei√üen wollte sie ihr einziges Dasein dennoch nicht, schon gar nicht um den Blutdurst eines brutalen Riesenwelpen zu stillen.

‚ÄěAber aber‚Äú, meinte sie im ruhigen Ton. ‚ÄěDu wirst doch deinen stolzen Pelz nicht mit schn√∂dem F√§henblut beschmutzen wollen.‚Äú Ein Grinsen huschte √ľber ihre Lefzen, schmutzige Z√§hne schimmerten hervor. ‚ÄěMich kalt zu stellen, w√§re doch keine Herausforderung f√ľr dich. Warum zeigst du nicht lieber anderweitig, was du drauf hast, R√ľde? Beeindrucke mich, statt mir zu drohen. Oder was hast du davon, es mir gezeigt zu haben, nachdem du mich zur Leiche gemacht hast? Dummer Wolf.‚Äú

Sie schnaufte einmal mehr. Nicht, dass er sich am Ende noch geschmeichelt f√ľhlte, also h√§ngte sie noch eine Provokation an, denn √§ngstigen lie√ü sie sich auch nicht. Wenn er erwartete, dass sie sich vor ihm in en Dreck warf und um ihr armes Restleben winselte, hatte er sich gebissen. Mickrige aber explosive Geister wie den seinen, musste man mit Vorsicht handhaben, wenn einem das gelang aber, waren sie eine starke Waffe, die man sich zu Nutze machen konnte.

‚ÄěGehen wir was jagen, dann kannst du zeigen, wozu du n√ľtzlich bist‚Äú, meinte sie mit einem knappen Blick zur Seite und dachte daran, wie sie am Ende einen Vorteil aus seiner Risslust ziehen konnte.

30.05.2022 17:56

Chesmol

verlorener Bruder

Zugehörigkeit
verruchter Haufen

Alter
3 Jahre

Größe
85 cm

Weitere
Sunkmanitutanka, (Midnight)

Spieler
Midi



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Unabl√§ssig beobachtete die schmutzige F√§he ihn und √ľberlegte, was sie auf seine Worte sagen oder wie sie reagieren w√ľrde. Er mochte kein Experte f√ľr feinste Kommunikation sein und ihre Mimik wirkte f√ľr ihn sehr starr, weshalb er keine Details ihrer Gedanken erahnen konnte. Aber so viel stand fest, sie h√∂rte ihm zu. Sie blieb und spielte mit, ob sie nun verstand, was hier lief oder nicht. Wohingegen er eine sehr deutliche Mimik zeigte, die trotzdem seine eigentlichen Absichten verbarg - sofern man ihn nicht kannte. Jeder der Verruchten h√§tte sofort erraten, was er hier spielte. Au√üer vielleicht Ciel. Dieses H√§ufchen Elend h√§tte gewiss damit gehadert, was Chesmol da tat, wie er damit umgehen sollte. Doch an ihm hatte der Rotpelz kein Interesse. Nein, W√∂lfe wie diese F√§he vor ihm, weckten es und er es lohnte sich.
Au√üerdem ben√∂tigte er gerade eine solche Ablenkung. An Juniper zu denken, tat weh. Mit dieser F√§he zu spielen, lenkte ab. Es verlieh ihm neue Energie. Die Gedanken an seine verlorene Liebe w√ľrden schnell genug zur√ľckkehren. Besser er genoss dies hier, ehe der Schmerz ihn erneut einholte.
Was Azyra ihm bot, wurde immer besser. Sie sprang voll auf seine Finte an. Anscheinend kaufte sie ihm ab, dass er sie gerne schnellstm√∂glich t√∂ten w√ľrde. Dabei war sie es, die ihm den N√§hrstoff f√ľr eine solche Drohung lieferte, eine solche Aussage geradezu herausforderte. Innerlich bereitete sie ihm ein gro√ües Vergn√ľgen. Nach au√üen zeigte er lediglich ein noch gr√∂√üeres s√ľffisantes Grinsen. Zu guter letzt musste der doch am√ľsiert schnaufen.
Dich beeindrucken? Wozu sollte ich dies nötig haben? Die Sache mit dem Kehle herausreißen, lies er bewusst offen im Raum stehen. Noch hatte er keine Lust den Irrtum zu korrigieren. Chesmol gefiel es, das Spiel warm zu halten und nicht direkt alles Preis zu geben.
Ich beschaffte bereits Fleisch mit einigen anderen. Es ist nicht n√∂tig zu jagen und damit wertvolle Energie zu verschwenden, wenn doch bereits etwas zu Fressen da ist. Dumme F√§he, spielte er den Ball zur√ľck, wobei er einen tadelnden Unterton mitschwingen lie√ü. Numa f√ľhrte sie zu allen versammelten W√∂lfen und zugleich zu der Beute, die Chesmol zusammen mit einigen anderen holte. Durch Feuer verendete oder geschw√§chte Tiere. Es war nat√ľrlich keine Kunst, aber das Feuer schw√§chte jeden von ihnen, was diese leichte Beute zu einem Gl√ľck aller machte. Nur ein dummer Wolf h√§tte nach einer - so gesehen - richtigen Jagd gegiert, statt zufrieden mit einer energieschonenden Beutebeschaffung zufrieden zu sein. Was umtrieb also die Gedanken zu solch einer t√∂richten Herausforderung, als w√§re sie ein unbedachter Wolf? Selbst Chesmol verstand etwas von der Energie-Nutzen-Balance.



17.07.2022 16:38

Azyra

Jungspund

Alter
6 Jahre

Größe
75 cm

Spieler
Azyra



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Chesmol



Ja, wozu sollte er das n√∂tig haben? Gute Frage. Vermutlich w√§re das an ihr genauso abgeprallt, w√§re sie an seiner Stelle gewesen oder h√§tte ein abgebrochener Welpe sie zu derartiger ,Herausforderung' anzutreiben versucht. Also wovon lebte er dann? Von brandgeruchslastiger Luft und Hass? Auch hinter einem ... ja wie hie√ü er denn nun? Quadratsch√§delwolf wie ihm musste doch mehr stecken als das blo√üe Bild eines aufgeblasenen Machos, der sich f√ľr unantastbar hielt.
Als er mit ,dumme F√§he' konterte, konnte sie ein offensichtliches Grinsen und Ruteschwenken nicht zur√ľckhalten. Wenn er ihr nicht gerade gedroht h√§tte, ihr die Kehle rauszurei√üen, h√§tte sie die Unterhaltung fast am√ľsant gefunden. Es lag ihr eigentlich fern, ihn zu provozieren. Er war ein Wicht, ein Nichtsnutz vermutlich, eine Gro√üklappe, die am laufenden Band hei√üe Luft produzierte, im Grunde keinen Lidschlag wert. Doch wenn sie ihn ignorierte, lief sie Gefahr, angegriffen zu werden, weil ihm das verbale Sticheln irgendwann nicht mehr gen√ľgte. Was also war die L√∂sung? Dass sie sich vor ihm unterwarf? Das war ein bisschen langweilig, oder nicht? Nicht, dass sie ein Problem damit gehabt h√§tte, sich gegen√ľber den neuen W√∂lfen unterw√ľrfig zu geben, auch wenn tief in ihr drin die Leckt-mich-doch-alle-am-Arsch-Haltung bl√ľhte. Aber sich vor einem Rudeltroll wie ihm in den Dreck zu werfen, damit er schlussendlich noch seine schmutzigen R√ľdenpfoten an ihrem Pelz abwischen konnte, das behagte ihr dann doch nicht.

‚ÄěVerstehe. Du bevorzugst mehr verbranntes Kaninchen als einen saftigen und frisch geschlagenen Hirschbock.‚Äú Sie nickte etwas und sah kurz auf ihre Pfoten, eh sie weiter ausholte, w√§hrend ihre Lefzen am√ľsiert zuckten. ‚ÄěVermutlich warst du auch der Erste, der die Flucht ergriffen hat, als die Flammen zu z√ľngeln begannen. Du wolltest lieber deinen dicken Arsch in Sicherheit bringen, als zu zeigen, was in dir steckt ... Schw√§cheren helfen, so was steht dir nicht, Rotzer.‚Äú

W√ľrde sie nicht wundern, wenn er nun die Fassung verlor und ihr offen drohte - wer wollte schon als Feigling hingestellt werden? Fast reizte es sie, mit ihm zu k√§mpfen. Nat√ľrlich w√ľrde sie mehr einstecken m√ľssen als er, doch konnte sie aufgrund ihrer langj√§hrigen Erfahrung zeigen, wie man es geschickt anstellte. W√ľrde sie nicht wundern, wenn er den Sieg √ľber sie mit einem abgerissenen Ohr bezahlte. Ein sch√∂nes Erinnerungsst√ľck an den heroischen Sieg √ľber eine gebrochene F√§he!

02.08.2022 14:58
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