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Das Wetter schien die Situationen widerzuspiegeln. Aufgeheizt. Gefšhrlich. Doch wie sollte es auch besser werden? Hatten sie doch alle ihre Schlachten zu schlagen. Der zurŁckliegende KampfÖ eine unklare Rangfolge, neues Rudel - wo zur HŲlle sollte man da nur als Erstes hinschauen?

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Anderthalb Jahre sind seit dem letzten Plot vergangen. Es ist Mitte Juli und langsam erkšmpft sich die Sonne ihren Weg an den Horizont. Bei dŁsterem, wolkenverhangenem Himmel herrschen drŁckende Temperaturen, welche den WŲlfen nach dem gestrigen Kampf zusštzlich zusetzen.

seit: 17. Januar 2007
SWEET NIGHTMARE Ľ Rollenspiel Ľ b e t w e e n . h e a v e n . a n d . h e l l . Ľ S e c h s t e s . J a h r . Ľ Sommer Ľ XX. Verbrannt Ľ Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Nightmare

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ALLWISSEND

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In den T√§lern kehrte Ruhe ein. Der von Nodin und Skyrim vereinbarte Frieden hielt. Keines der beiden Rudel hegte die Absicht dem anderen zu schaden. Sie waren alle mit ihren eigenen Problemen zur Gen√ľge besch√§ftigt, als gro√üartig nach ihren Nachbarn zu sehen.
Vier kleine Welpen hielten die Waldl√§ufer ordentlich auf Trab. Sie spielten den Erwachsenen allerlei Streiche, erkundeten die Welt und nahmen manches Mal Rei√üaus. Oder bekamen sich in die Wolle und mussten auseinander gepfl√ľckt werden. Doch das aufregende Familienleben wurde schon bald unterbrochen. Ein fremder Wolf suchte die Waldl√§ufer auf und bat sie um Hilfe. Ein Freund von ihm sei in Not und allein k√∂nne er Yazuac nicht helfen. Bei der Nennung dieses Namens wurden die Waldl√§ufer hellh√∂rig. Yazuac? Ja, konnte es sein, dass‚Ķ Es musste! Silthr√≠m wollte nat√ľrlich direkt aufbrechen, doch Skyrim hielt sie zur√ľck und schlug vor, dass er ihren Bruder suchen ging. Die Welpen sollten nicht ohne ihre Mutter bleiben und er wollte seine Gef√§hrtin in Sicherheit wissen. Eigentlich beabsichtigte er Farcas das Rudel in seiner Abwesenheit leiten zu lassen. Doch dieser lies nicht davon ab, Skyrim folgen zu wollen. Er meinte, er h√§tte seinen besten Freund bereits einmal im Stich gelassen und verloren. Ein weiteres Mal sei f√ľr ihn unertr√§glich. Au√üerdem sei noch immer Manitu da und auch seine S√∂hne k√∂nnten endlich Verantwortung √ľbernehmen.
Nur wenige Tage später zogen Skyrim und Farcas in Begleitung von May, die nichts bei den Waldläufern hielt, los, um nach Yazuac zu suchen. Was sie nicht wussten, dass es sich Cezar und Yazren in ihre Dickköpfe gesetzt hatten, ebenfalls bei der Suche nach ihrem Onkel zu helfen.
So verblieben nur noch die Welpen mit ihrer Mutter und Manitu. Calem hatte sich bereits vor längerer Zeit von den Waldläufern verabschiedet, da er es ohne seinen Bruder nicht länger aushielt, an einem Ort zu verweilen. Zumal ihn dieses Revier mit der eisernen Begrenzung stets an den Tod dieses einen Wolfes erinnerte.
Die Verruchten hingegen folgten ihrem schlichten Alltag. Alles war wie immer oder zumindest fast. Noch immer hingen ihnen die Spuren des Kampfes nach. Manche brauchten mehr Zeit, um sich von den Verletzungen zu erholen und zu ihrem alten Selbst zu finden. Juniper erlangte ihren Frohsinn zur√ľck. V√©lya schien seit dem Kampf gewachsen und dem Rudel noch n√§her zu sein. Es wurde ihr sogar die Aufgabe zu Teil, ein Auge auf Ciel zu haben, um ihn besser in das Rudel einzugliedern. Dieser f√ľgt sich notgedrungen in sein Schicksal, aber immer noch froh, dass die Wahl auf V√©lya fiel. Nodin und Maeva festigten ihre Position als Leittiere, wobei Maeva dabei den wohl schweren Weg bestritt.
Xinren vermisste derweil keiner, hatte er sich auch nie wirklich den Verruchten angeschlossen und schien nur zuf√§llig in ihrem Revier gelandet zu sein. Auch gut, dann gab es wenigstens keine weiteren Plagegeister. Sah man einmal von Kr√Ęwa ab, der mancher Nerven doch das ein oder andere Mal strapazierte mit seinem kleinen Plappermaul. Trotzdem erwies er sich als n√ľtzlich, denn wollte er weiter bei den Verruchten verweilen, dann musste auch er seinen Teil dazu beitragen.
Lediglich Corcas schien sich nicht wirklich von den Strapazen der vergangenen Wochen zu erholen. Mit jedem Tag, der verstrich, wirkte er zunehmend √§lter. Die wirren S√§tze h√§uften sich. Es schien mehr zu sein als zu seiner Ankunftszeit beim Rudel. Eine Frage der Zeit, wann er sich v√∂llig verlor und man keinen vern√ľnftigen Satz mehr aus ihm herausbekommen w√ľrde.
Den Sweet Nightmare stand noch eine lange Reise bevor. Wie lang diese werden w√ľrde, wusste keiner zu sagen. Sie wussten nur, dass sie sie mit einem Wolf weniger als gedacht fortsetzen mussten. Nachdem ein Heulen beim Revier der Waldl√§ufer ert√∂nte, fiel es Iqniq mit jedem Schritt schwerer seinen Rudelgenossen zu folgen. Akhiin und Sovn gingen ihm nicht mehr aus dem Kopf. St√§ndig umschwirrten sie seine Gedanken. Eigentlich dachte er, dass er seinen besten Freund Isak wie keinen anderen Wolf vermisste und sein wichtigstes Ziel darin bestand, diesen zu finden. Dank Numa gelang ihm dies. Zusammen fanden sie Isak und sogar dessen Schwester Aska. Aber seit er Isak, der ungewissen Zukunft zum Trotz, in Sicherheit und gl√ľcklich mit Freunden und seiner Schwester wusste und nun dieses Heulen h√∂rte, zog sein Herz in einen andere Richtung. Bis zu jenem Tag war ihm nicht bewusst, was er f√ľr Akhiin empfand. Unter einer Erkl√§rung, einem Abschied und tausend Entschuldigungen folgte er seinem Herzen und zog mit den beiden F√§hen fort. Vielleicht h√§tten sie eine Hilfe sein k√∂nnen, aber schienen die anderen Sweet Nightmare wenig auf Neulinge erpicht und so wie er Sovn kannte, h√§tte sie ebenfalls keine Lust auf ein Rudel W√∂lfe, welches sich erst neusortierte.
Die restlichen W√∂lfe der Sweet Nightmare setzten ihre Reise fort. Zu Beginn f√ľhrte Numa das Rudel an und fort von dem Revier der Waldl√§ufer, soweit er den Weg von seinen Erkundungen kannte. Danach beschloss das Rudel gemeinsam, wohin sie der Weg f√ľhren sollte. Die Reise f√ľhrte ins Ungewisse auf der Suche nach einem neuen Revier, einer neuen Heimat, in der sie ihren Frieden finden k√∂nnten. Sie durchquerten W√§lder und durchschwammen Fl√ľsse. Da Kahina noch weitere Zeit brauchte, ehe sie v√∂llig normal zu laufen vermochte, nahmen alle darauf R√ľcksicht. Lieber legten sie ein langsameres Tempo ein, statt einen der ihren zur√ľckzulassen.
All das, was sie erlebten und gemeinsam bestritten schweißte sie mehr denn je zusammen. Jeder trug den Schmerz, den der Kampf mit den Verruchten hinterließ, mit sich, aber wurde er mit der Zeit erträglicher und sie lachten miteinander.
Noch fanden sie nicht den rechten Platz. Bei einem Revier der Menschen mussten sie umkehren und einen neuen Weg suchen. Zu ihrem Erstaunen lag dieses Gebiet verh√§ltnism√§√üig nah zum Revier der Waldl√§ufer. Wenn man schneller unterwegs ist, d√ľrfte es keine allzu weite Strecke f√ľr einen durchschnittlichen Wolf sein. Dazu erstreckt es sich recht weit, was das Rudel zu einem l√§ngeren Umweg zwingt.
Wieder ein paar Tage vom Menschenrevier entfernt, wog sich das Rudel in Sicherheit und w√§hlte einen gut versteckten Bereich im Wald, um zu Ruhen. Der Sommer lie√ü sie sein volles Potential sp√ľren. Die Sonne dr√ľckte und selbst mitten im tiefen Wald lies die Hitze kaum merklich nach. Die ganze Erde litt unter Trockenheit. Manche Wasserquelle ging zur√ľck und Moos trocknete aus.
Eines Nachts geschah es, dass ein Wolf nach dem anderen erwachte. Ein stechender Geruch stieg ihnen in die empfindsamen Nasen. Keiner mochte diesen Geruch, aber nur die wenigsten unter ihnen wusste, was er bedeute. Alarmiert wies Numa alle an, aufzustehen. ‚ÄěFeuer!‚Äú, kam es aus seinem Fang und: ‚ÄěLauft!‚Äú Bisher sahen sie weder Flammen noch dicken Qualm und besser, es blieb dabei. Wenn sie die Flammen erst sahen, k√∂nnte es bereits zu sp√§t sein.
Tag um Tag flohen sie, immer in die Richtung, aus der der Geruch nicht kam. Das Feuer dr√§ngte sie weiter und weiter zur√ľck in die Richtung, aus der sie kamen. Doch welche Rolle spielte das schon, wenn alles andere ihr Leben kostete? Es blieb wenig Zeit, um zu trinken oder Nahrung aufzunehmen. Nur das N√∂tigste, mehr gestatteten sie sich nicht. Die Angst um ihr Leben verlieh jedem einzelnen au√üergew√∂hnliche Kr√§fte. Dass ihnen der Anblick des Feuers selbst weiterhin erspart blieb, deuteten sie als Wunder und absolut Hoffnung sch√ľrendes Zeichen. Innerlich flehte ein jeder von ihnen, dass es dabeiblieb und es bald regnen m√∂ge.
Das Feuer trieb sie in das Revier der Waldl√§ufer zur√ľck und durch es hindurch. Mittlerweile h√∂rten sie es laut knistern und knacken. Es kam unaufhaltsam n√§her und weiterhin war kein Regen in Sicht. Bereits √ľber ein kurzes Heulen warnten sie die Waldl√§ufer vor der nahenden Gefahr und dr√§ngten sie zu Flucht. Silthr√≠m jedoch hatte die Idee, beim See Zuflucht zu suchen, wie sie den Sweet Nightmare mitteilte. Doch wie lange glaubten sie, k√∂nnten sie es im See aushalten? Es gab, wie das Rudel wusste, keine passable, erreichbare Insel auf dem See, die zum Schutz h√§tte Dienen k√∂nnen. Schnell forderten sie die Waldl√§ufer erneut zur Flucht auf und dem Ruf kamen sie endlich nach. Jede Minute z√§hlte, selbst wenn man die Welpen zu tragen vermochte, wuchsen sie schnell heran und wurden schwerer und damit zu einer gr√∂√üeren Last zum Tragen bei einer Flucht.
Am See der Waldl√§ufer g√∂nnten sie sich eine kurze Pause zum ausgiebigen Trinken. Danach rannten sie bereits weiter. Ihre K√∂rper schrien zwar nach Ruhe, aber w√ľrden sie diese jetzt gew√§hren, f√§nden sie keine Kraft mehr, erneut aufzustehen und zu fliehen. Au√üerdem wurde bei Nacht das Feuer langsam sichtbar. Und weiterhin fiel kein einziger Tropfen vom Himmel.
Sogar den Verruchten teilten sie es mit, nachdem sie deren Reviergrenze passierten. Selbst ihrem gr√∂√üten Feind w√ľnschten sie keinen Feuertod. Aber sie erhielten keine Antwort. Waren die Verruchten bereits von den Waldl√§ufern gewarnt oder schlicht zu eitel und dumm, den Sweet Nightmare Geh√∂r zu schenken?
Egal, sie mussten weiter und wenn die Verruchten lieber im Feuer verbrannten, durfte das jetzt nicht ihre Sorge sein.
Es verging weitere Zeit, w√§hrend der sie das Revier der Verruchten gen Westen durchquerten, ihre alte Heimat. Es schmerzte die W√∂lfe, ihre alte Heimat erneut zu betreten und dabei an die j√ľngste Vergangenheit erinnert zu werden, aber auch an die sch√∂nen Zeiten, die sie hier verbringen durften. Eigentlich kehrten sie ihrer alten Heimat den R√ľcken, eben bis das Feuer sie zur√ľck zwang. Genau vor diesem mussten sie weiterhin die Flucht ergreifen.
Die Verruchten hatten ihre Warnung nicht ignoriert. Die Waldl√§ufer informierten sie bereits, allerdings flohen sie erst, als die Waldl√§ufer eintrafen und es ihnen nochmal verdeutlichten. Zwar sahen sie keinen Grund, weswegen die Waldl√§ufer sie aufs Ohr hauen sollten, aber die Vorsicht und Skepsis wohnte ihnen nun mal inne. Was, wenn dahinter ein Trick steckte, sie fort zu locken? Noch mehr irritierte sie das Fehlen mehrerer Waldl√§ufer. Genaugenommen kamen nur zwei erwachsene W√∂lfe mit vier Welpen bei ihnen an. Beide sahen sie bereits einmal, den R√ľden sogar erst k√ľrzlich. Bis die verbliebenen Waldl√§ufer sie von ihrer Geschichte √ľberzeugten, dauerte es etwas. Dann jedoch jagten sie gemeinsam mit dem anderen Rudel davon. Corcas und Nodin √ľbernahmen es sogar zwei der Welpen, Panya und Touka zu tragen, um schneller voran zu kommen. Die Waldl√§ufer warnten sie rechtzeitig und das wollten sie ihnen somit danken.
Zuerst steuerten sie den Norden an, wo das gro√üe Wasser lag und ihnen hinreichend Schutzm√∂glichkeiten bieten sollte oder zumindest eine sichere Passage raus aus dem Revier. Jedoch witterten sie aus dieser Richtung bereits das Feuer und zogen weiter gen Westen, um √ľber einen Umweg zum Wasser zu gelangen.
Was sie nicht wussten: Das Feuer umkreiste sie bereits und schon standen sie mittendrin. Sofort ergriffen sie die Flucht zur√ľck ins Innerste des Reviers. Wieder und wieder schmissen ihnen die Flammen Hindernisse in den Weg, denen es auszuweichen galt. Bis Maeva und Nodin, mit dem Welpen im Fang, von den Flammen eingekreist wurden und nach einem Ausweg suchten. Erschrocken von einem weiteren umst√ľrzenden Baum plumpste Nodin der Welpe aus dem Fang und versuchte nun selbst einen Ausweg zu finden, geblendet von der Gefahr, unf√§hig auf Hilfe zu warten. Daf√ľr tauchten Corcas, ebenfalls mit einem Welpen im Fang, und Midnight Seite an Seite auf. Midnight rief Maeva und Nodin zu, ihnen zu folgen. Beide kamen ihrem Ruf nach, sammelten den Welpen wieder ein und schlossen zu Midnight und Corcas auf.
√úber ihnen krachte es. Blitzschnell erkannten die zwei Schattenw√∂lfe die Situation und rempelten ihre Leitw√∂lfe an. Erneut verlor Nodin den Welpen, dieses Mal durch den heftigen Sto√ü von Corcas. Midnight hechtet direkt zu dem Welpen packt ihn im Nacken. Mit ihm im Fang sowie Corcas und seinem Welpen stehen sie auf der anderen Seite des brennenden Baumes. Durch die Flammen hindurch erkennen sie ihre Leitw√∂lfe. Alle vier erwachsenen W√∂lfe wissen: Hier gibt es kein Durchkommen mehr. Die zwei Schattenw√∂lfe m√ľssen einen anderen Weg suchen und hoffen, dass sie es schaffen. Da passiert es, dass ein brennender Ast genau auf Corcas landet und ihn mit sich nimmt. Jetzt ist es an Midnight mit den zwei Welpen zu entkommen. Die Chancen stehen mehr schlecht als recht, denn sie kann unm√∂glich zwei Welpen dieser Gr√∂√üe in ihrem Fang tragen. Noch ein letzter Blick zu ihren Leitw√∂lfen, dann dreht sie ab, wissend, dass dies wom√∂glich ein Abschied f√ľr immer war.
Die restlichen Verruchten und Waldl√§ufer fliehen. Manitu schaffte es Silthr√≠m zur weiteren Flucht zu √ľberzeugen, damit wenigstens Ahillea und Asarim eine bessere Chance hatten, zu √ľberleben.. Wenn die anderen beiden es mit Midnight schafften, dann hatten sie immer noch die schwarze F√§he, an die sie sich halten konnten und diese w√ľrde gut f√ľr sie sorgen, wie Manitu Silthr√≠m versicherte.
Mit M√ľh und Not entkamen sie den Flammen und erblickten nach einer weiten Strecke die Sweet Nightmare.
V√∂llig √ľberrumpelt hielten die Sweet Nightmare inne und starrten in die angstverzerrten Gesichter anderer W√∂lfe. Es dauerte einen Moment, ehe ihnen d√§mmerte, dass sie Verruchten sowie Waldl√§ufern gegen√ľberstanden. Nur am Rande registrierten sie das Fehlen einiger Waldl√§ufer. Stattdessen fragten ihre fassungslosen Mienen, was sie hier taten, mitten im Revier.
‚ÄěWenn wir das hier √ľberleben wollen, dann m√ľssen wir in unser altes Revier. Dort gibt es ein gro√ües Moorgebiet. Mit Gl√ľck h√§lt es die Flammen in Schach,‚Äú rief ihnen ein grauer Wolf zu, w√§hrend er weiter auf sie zurennt. Lannec? Nein, sein Sohn, Nodin, gefolgt von Verruchten wie auch Waldl√§ufern.
‚ÄěAber was ist mit dem gro√üen Wasser? Dort h√§tten wir gute M√∂glichkeiten!‚Äú, sprach einer der Sweet Nightmare.
‚ÄěDort brennt es bereits ebenfalls‚Äú, erwiderte Nodin. Die Nasen der Sweet Nightmare waren l√§ngst vom st√§ndigen Geruch nach Feuer bet√§ubt. Allerdings brauchten sie wenige Augenblicke sp√§ter weder Nase noch Ohren. Die Augen gen√ľgten, um der Aussage des Verruchten Glauben zu schenken.
Die andere Gruppe von W√∂lfen zog an den Sweet Nightmare vorbei. Es war Manitu, der kurz darauf anhielt und sprach: ‚ÄěLauft!‚Äú Denn die Sweet Nightmare verfielen f√ľr einen Moment in eine Starre des Schocks. Ihre Heimat brannte nieder, ebenso wie die der Waldl√§ufer. Wieso? Manitu hatte jedoch recht. Es half nichts, an diesem Ort zu verharren und auf die t√∂dlichen Fallemn zu warten.
Zu spät.
Von mehreren Seiten zingelte das Feuer sie ein. Gen√ľsslich knisterte und knarzte es vor sich hin, w√§hrend es den Wald um sie herum verschlang. Sie rannten, holten die anderen ein. Gemeinsam rannten die drei Rudel davon. Schnell hasteten sie davon.
Doch einzelne Feuerzungen holten sie noch schneller ein. Vor ihnen begann der Wald zu brennen, w√§hrend wenige Wolfsl√§ngen hinter ihnen eine dichte Feuerwand aufzog. Zwar zogen am Himmel ein paar dunkle Wolken zusammen, aber das bemerkten die W√∂lfe nicht und die wenigen w√ľrden nicht reichen, um die Flammen zu ersticken. Stattdessen h√ľllte sie langsam der Qualm der Flammen ein.
Eine japsende Stimme lie√ü einen Wolf nach dem anderen innehalten. Kahina kauerte auf dem trockenen Waldboden. Die Flammen kamen n√§her. Aber Kahina sa√ü da und atmete schwer. Jemand rief, sie solle weiterlaufen, bald h√§tten sie es geschafft. Eine Antwort blieb aus. Aska und Isak eilten zu ihr zur√ľck, um ihr aufzuhelfen, selbst kaum mehr bei Kr√§ften. Wie sollten sie da einer am Boden kauernden, ausgewachsenen W√∂lfin aufhelfen?
‚ÄěWir m√ľssen weiter‚Äú, sprach Maeva die gnadenlose Wahrheit. Sie wusste, wenn sie jetzt hier verweilten, √ľberlebte es keiner. Sie verloren bereits zu viele. Eigentlich grenzte es an ein Wunder, dass sie den Flammen bereits einmal entkamen. Das verdankten sie allein den erbrachten Opfern und diese sollten sie mit ihrem Leben respektieren, statt letztlich zu verbrennen. Sie verdachte es ihrem Rudel jedoch nicht, dass sie z√∂gerten. Nodin z√∂gerte ebenfalls. Juniper lief bereits ein paar Schritte auf die drei W√∂lfe zu, sichtlich unsicher, was sie tun sollte. Um sie von ihrem Vorhaben abzuhalten, trat Chesmol ihr in den Weg. Das Feuer schnitt ihnen den Weg zum alten Revier der Verruchten fast ab und h√ľllte sie ein. Immer weniger vom Feuer unangetasteter Wald blieb um sie herum √ľbrig.
Irgendwie schaffte es Kahina doch wieder auf die Beine. Anscheinend hatte ihr die kurze Pause gen√ľgt, um ein weiteres Mal ihre letzten Reserven zu aktivieren. Oder aber das sie fast ber√ľhrende Feuer gab ihr neue Kraft. Der Kampf ums √úberleben verlieh oft Kr√§fte erstaunlichen Ausma√ües.
Keine Sekunde zu fr√ľh schaffte sie es wieder auf die Beine, denn schon mussten sie einem umgeknickten brennenden Baum ausweichen. Dieser trennte sie und Aska von Isak. Hatte denn keiner bemerkt, wie sie bereits mitten in den Flammen standen? Bei der Trockenheit fra√üen sie sich rasend schnelle durch den Wald und verschlangen alles, dass sie erfassten wie ein verhungernder Wolf.
Endlich kam wieder Bewegung in die Gruppe von Wölfen. Aska und Kahina blieben getrennt von den anderen, obwohl sie wieder und wieder versuchten einen Weg durch die Flammen zu den anderen zu finden. Sie mussten einen anderen Fluchtweg suchen, zu den anderen kamen sie nicht mehr durch. Schließlich verschwanden sie ganz im brennenden Wald.
Auch die anderen W√∂lfe wurden teilweise voneinander getrennt und schafften es nur m√ľhevoll halbwegs zusammenzubleiben. Manche stie√üen Klagelaute aus, wenn brennende √Ąste sie trafen oder sie anderweitig mit den z√ľngelnden Flammen in Ber√ľhrung kamen.
Chesmol und Juniper rannten etwas abseits der anderen um ihr Leben. Gleich mehrere B√§ume schnitten ihnen den Weg ab und auch jetzt fiel ein Baum auf sie herab. Mit einem unerwartet kr√§ftigen Sto√ü, stie√ü Juniper ihn beiseite und der Baum traf sie mit voller Wucht. Jaulend ging sie zu Boden und blieb reglos liegen. Fassungslos starrte er auf die Szene vor seinen Augen. Das durfte nicht wahr sein. Das konnte nicht sein. Ungl√§ubig setzte er ohne dar√ľber nachzudenken eine Pfote nach der anderen in Junipers Richtung. Pl√∂tzlich tauchte ein anderer Wolf (Maeva) bei ihm auf, der ihn anbr√ľllte, was er doch f√ľr ein Idiot sei. Es war zu sp√§t, er k√∂nne ihr nicht mehr helfen und sollte gef√§lligst sein eigenes Leben retten.
Die Flucht ging voran, bis sie nach ein paar Tagen endlich das rettende Moor erreichten. Sie bemerkten gar nicht, dass der Boden um sie herum bereits einige Zeit fr√ľher feuchter wurde, nachdem sie das Flammenmeer verlie√üen. In dieser Gegend musste es vor einigen Tagen geregnet haben und das Moor bot alles an Feuchtigkeit, wovon sie hofften. Sogar jetzt fing ein leichter Regen an auf die Erde zu prasseln. Die W√∂lfe hatten gar nicht bemerkt, dass der Himmel nicht l√§nger vom Qualm grau war, sondern dicke Regenwolken ihn √ľberzogen.
Erst jetzt wagten sie es innezuhalten und zu Atem zu kommen. Viele sanken zu Boden und ihr Fell wurde vom Morast getr√§nkt. Im Moment spielte es keine Rolle, wer welchem Rudel angeh√∂rte. Im Moment kannten sie einzig die Erleichterung, es √ľberlebt zu haben.

Generelle Infos



# Rausgespielte Charaktere:
May, Skyrim, Yazren, Farcas, Calem, Xinren, Iqniq, Sovn, Aska, Juniper, Touka, Corcas, Akhiin, Panya, Kahina, Midnight

# Verbliebene Charakter:
Nodin, Maeva, Chesmol, V√©lya, Kr√Ęwa, T√≠nwe, Ciel, Silthr√≠m, Manitu, Ahillea, Asarim, Numa, Isak, Lilith, Corvin

# drei Wochen sind vergangen; Anfang September; vormittags; ca eine Nacht nach der Flucht

# lange, anhaltende D√ľrre, nun abgel√∂st vom lang, lang ersehnten Regenguss und etwas angenehmeren Temperaturen

# Die W√∂lfe fl√ľchteten vor dem Brand und wurden dadurch zu einer Gruppe. Es sind einige W√∂lfe beim Brand verloren gegangen, einzig bei Corcas ist der Tod sicher. Alle anderen k√∂nnen von den (einzelnen) W√∂lfen Tod geglaubt werden oder als verschollen gelten.

# Alle Wölfe befinden sich im alten Revier der Verruchten und zwar im Sumpf im Norden des Reviers. Bitte beachtet den entsprechend sumpfig feuchten Untergrund und dass manche Stellen nicht passierbar sind.

# Während der Flucht arbeiteten die einzelnen Rudel zusammen, aber wie sie nun, direkt nach der Flucht und in Sicherheit, auf einander reagieren, steht euch euren Charakteren entsprechend frei.

# Alle W√∂lfe ben√∂tigen dringend eine Pause. Die Flucht √ľber einen l√§ngeren Zeitraum (allen voran die der Sweet Nightmare und die Waldl√§ufer ein wenig mehr als die Verruchten) hat ihnen viel abverlangt. Nahrung und Wasser kamen dabei zu kurz.

# Das war dieses Mal viel... Aber nun: Viel Spaß! x3

05.01.2020 14:54

Silthrim

e i s b r e c h e r

Zugehörigkeit
Waldläufer

Alter
7 Jahre

Größe
79 cm

Weitere
Vélya | Ahillea

Spieler
Darky



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Asarim & Ahillea



Verdammt! Sie war eingenickt. Ihr Kopf riss empor und die k√ľhle Luft f√ľllte ihre Lungen, eine wohltuende angenehme Empfindung nach der H√∂lle.
Sofort rissen ihre Gedanken zu ihren Welpen.
‚ÄúAsarim, Ahillea!‚Äú fl√ľsterte Silthrim mit panisch aufgerissenen Augen. Aber die beiden kleinen waren da, wo sie die Mutter hingelegt hatte. Asarim vorne an ihrer Brust zwischen den L√§ufen und Ahillea an ihrem Bauch.
Mehr ist ihr von ihrer Familie nicht √ľbrig geblieben. Die beiden kleinen Engel und Manitu, den sie nun mit ersch√∂pftem Blick √ľber die Leiber hinweg suchte. Oh Skyrim, ich hoffe ihr findet bald Yazuak und kommt schnell wieder her! dachte sie und auch an ihren S√∂hnen hing ihre Erinnerung feste wie ein Rettungsring. Manitus Worte immer noch im Ohr, dass Midnight sich gut um ihre beiden verbliebenen Welpen k√ľmmern w√ľrde, hegte sie die schwache Hoffnung, ihre Kinder irgendwann einmal wieder zu sehen. Immerhin waren diese kleinen Tr√§ume tats√§chlich bei ihrem ersten Schwarm Realit√§t geworden. Warum also nicht auch bei ihr?

Unter ihr der Morast war angenehm k√ľhl. Der Regen der kam, war auch wieder verschwunden hinterlie√ü aber eine angenehme Temperatur. Silthrim hatte sich, als die Lage Sicher war, etwas auf eine sichere mit Moos und Morast unterlegte kleine Baumreihe gelegt. Baum konnte man das nicht bezeichnen, aber es bot etwas Schutz, denn Sie und die Welpen dringend ben√∂tigten.
Sie waren alle ersch√∂pft und ausgelaugt. Nie in ihrem Leben h√§tte es Silthrim f√ľr m√∂glich gehalten, dass sich die Sweet Nightmare, die Verruchten und der kl√§gliche Rest der Waldl√§ufer zusammen auf einem Gebiet tummelten. Ersch√∂pft und verletzt, ihrer Lieben beraubt.
Langsam senkte sie ihren Kopf und leckte Asarim die Stirn, immer und immer wieder, vergewisserte sie sich, dass ihre beiden M√§dchen noch lebten, sie putzte den Qualm und die Asche aus ihrem Fell, w√§hrend sie vollkommen ersch√∂pft schliefen. So ging es, bis die Sonne scheinbar am Himmel auftauchte und die ruhige ersch√∂pfte Nacht ein Ende nahm. Zwischen durch hatte sie ihre Augen geschlossen nur um immer wieder erschrocken auf zu schrecken. Nun aber begannen sich ersch√∂pfte Leiber zu regen. Silthrim sp√ľrte, wie die Wahrheit √ľber diese Verdammnis sie alle nacheinander √ľberkam. Die Verlorenen, die Vergessenen, die Verhassten.

Nodin war seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten. Von den Sweet Nightmare hatten es nur Corvin, Lilith ‚Äď die beiden Geschwister und Isak sowie der alte Numa geschafft. Es tat der Mutter unglaublich Leid im Herzen, dass diese vier W√∂lfe nach der schweren Zeit nun noch schwerere erleben mussten. Wo Kahina war, blieb ihr ein R√§tzel und auch Aska vermisste die K√∂nigin.
Maeva schien ihrer Mutter stark zu gleichen, obwohl Silthrim dies nur von H√∂ren Sagen her beurteilen konnte. Ein bisschen Geschichte der anderen Rudel musste auch sie im Laufe der Zeit gelernt und drauf haben. In deren Reihen gab es Zuwachs, wei√ües Fell, noch ein schwarzes Fell. Sie waren die hier wohl am meisten Vertretenden und Silthrim gab zu, dass sie innerlich sich bereits auf Wortgefechte einstellte, vor allem, da sie hier auf dem ehemaligen Gebiet der Verruchten weilten. Inst√§ndig hoffte sie nur, dass Maeva und Nodin etwas Verst√§ndnis f√ľr die aller Situation aufbringen konnten.
An ihrem Bauch regte sich etwas, schmatze und winselte leise. Ahillea hatte wohl einen Alptraum. Liebevoll ber√ľhrte die Mutter ihre Tochter, leckte ihr behutsam √ľber die Stirn und in den Ohren hinein. Es wurde hell, der Vormittag brach an.

[Ersch√∂pft mit beiden Welpen im Morast | blickt √ľber die ruhenden W√∂lfe | h√§ngt ihren Gedanken nach]




06.01.2020 16:14

Maeva

FROM A SPARK TO A FLAME

Zugehörigkeit
Verruchte.

Alter
2 Jahre.

Größe
75 Zentimeter.

Weitere
Isak.

Spieler
Minze.



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Silthrim (& Asarim & Ahillea)



Nur die N√§he ihres Bruders hatte ihrem K√∂rper ein wenig Ruhe verliehen. Es war ein eigenartiges Gef√ľhl, wieder Zuhause zu sein, selbst wenn das Feuer all das, was einen Wiederekennungswert gehabt hatte, v√∂llig verschlungen hatte. Nur das Moor lag fast unver√§ndert mit seinem modrigen Gestank zwischen dem, was von ihrem einstigen Revier √ľbriggeblieben war. Fast schon h√§misch wirkte der Geruch, der penetrant all das √ľbert√ľnchte, was noch von Rauch und Feuer zeugte. Und dennoch biss und zwickte die Hitze nachwievor in ihrem Rachen und ihrer Lunge. Es w√ľrde einige Zeit ins Land ziehen, bis der Boden nicht mehr brennend hei√ü unter ihren Pfoten sein w√ľrde. Einige Zeit, die sie also gemeinsam hier eingezw√§ngt waren, bis der Regen und die voranziehenden Tage den Brand g√§nzlich gel√∂scht h√§tten. Die Moorr√§nder waren ges√§umt von Nebel; von Wasser, das verdampfte, kaum dass es auf die Hitze des verbrannten Erdbodens stie√ü. Doch sie schienen hier sicher. Vorerst. Maeva w√ľrde nicht den Fehler begehen, dieser tr√ľgerischen Sicherheit zu trauen.

Lange hatte sie keinen Schlaf gefunden. Zu oft hatte der eingeatmete Rauch sie mit einem unangenehmen Husten geweckt, ganz davon abgesehen, dass sie der Anblick des Schattenwolfes kaum in Ruhe lie√ü, sobald sie die Augenlider schloss. Somit hatte sie sich letztlich damit begn√ľgt, abermals ein wachsames Auge auf das zu haben, was ihnen das Feuer gelassen hatte. Nicht, dass sie es nicht schon am gestrigen Abend getan hatte ‚Äď aber vielleicht √§nderte sich etwas in den gemischten Reihen. Vielleicht verrieten sich W√∂lfe durch Handlungen, Gespr√§che. In erster Linie aber schienen sie alle ihre Ruhe zu brauchen. Der Trubel w√ľrde erst sp√§ter losgehen. So ruhte das Raubtier in der Dunkelheit, fixierte jede Regung mit einem scharfen, wachsamen Blick, bis letztlich die Sonne hinter den Wolken emporsteigen musste. Das Licht √§nderte sich schwach, doch der Rauch hing noch immer dicht √ľber den versenkten Baumkronen und lie√ü selbst die Regenwolken dar√ľber lediglich erahnen. Tod, dachte sie. Tod war es, was sie zuk√ľnftig mit dem Geruch von Rauch und Feuer in Verbindung bringen w√ľrde. Letztlich hielt sie es nicht mehr aus, unt√§tig herumzuliegen. Kurz vergrub sie die Nase im hellen Pelz ihres Bruders und vergewisserte sich, dass er noch an ihrer Seite war und nicht wie Corcas in den Flammen sein Ende gefunden hatte. Dann brach sie auf und schritt mit langsamen, wachen Schritten zwischen den Wolfsleibern hindurch. Wohlwissend, wen sie suchte. Seit Corcas tot war, versp√ľrte sie umso mehr den Drang, den Schattenwolf ebenso wie ihren Vater stolz zu machen. Und sie wusste trotz ihres jungen Alters, was nun zu tun war. Die W√∂lfe brauchten Ruhe. Ein Leitwolf allerdings hatte keine Zeit zum Ruhen. Er war verantwortlich. Und besonders jetzt galt es, Pr√§senz zu zeigen, so fr√ľh wie m√∂glich. Es galt, Allianzen zu schmieden und die Kraftlosigkeit der anderen f√ľr den eigenen Vorteil zu nutzen. Ausruhen w√ľrde sie sich sp√§ter k√∂nnen. Dann, wenn sie ihre Position klar und deutlich hervorgehoben hatte. Maevas Augen entdeckten schlie√ülich Silthrim und das, was von ihrer Brut √ľbriggeblieben war. Wenn die Verruchten die Gunst der Waldl√§ufer hatten, war der k√ľmmerliche Rest der Sweet Nightmare kaum mehr eine Bedrohung. Sowieso ‚Äď mehr als drei dieses Haufens hatte sie nicht mehr entdecken k√∂nnen. Und ein R√ľde, der ihr fremd war. Doch es war keine Spur mehr von einem Abk√∂mmling Kasukas. War ihr Sieg damit nicht eigentlich besiegelt? Maeva blieb vorsichtig. Aber sie hatte keinen Grund, einen weiteren Kriegszug gegen diesen Haufen zu planen, wenn sie sich angemessen verhielten.

‚ÄěSilthrim.‚Äú, gr√ľ√üte sie die Leitw√∂lfin der Waldl√§ufer mit verrauchter Stimme aus etwas Entfernung und senkte den Kopf. Nicht dem√ľtig, aber zumindest respektvoll und das war doch schon eigentlich mehr, als man von ihr erwarten durfte, wie sie fand. ‚ÄěWir bedauern eure Verluste.‚Äú

Das meinte sie sogar genau so, wie sie es sagte. Niemandem w√ľnschte man den Tod im Feuer. Aber ihre Trauer galt viel mehr den Verlusten in den eigenen Reihen. Selbst, wenn Silthrims Welpen eine weitaus l√§ngere Zukunft vor sich gehabt h√§tten als Corcas, Midnight oder Juniper. Doch nun, wo auch Skyrim fort war, waren auch die Waldl√§ufer schwach. Vielleicht war die Zeit der Verruchten tats√§chlich gekommen.


06.01.2020 17:30

Ciel

filled with anxiety

Alter
1,5 Jahre

Größe
73cm

Weitere
Numa

Spieler
Morti



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bei Kr√Ęwa




Die vergangenen Wochen hatten Ciel das gegeben was es gebraucht hatte um ihn vergessen zu lassen, dass er ein Gefangener an diesem Ort war. Kr√Ęwa hatte die eiskalte Ruhe des Rudels mit seinen Sp√§√üen durchbrochen und V√©lyas Anwesenheit hatte Ciel das Gef√ľhl gegeben zuhause zu sein. Mit jeder Stunde hatte der Zahn der Zeit die Spuren des Kampfes mehr und mehr verblassen lassen und das Rudel hatte sich von seinen Wunden erholt.
Dann waren die Flammen gekommen und die anhaltende Hitze hatte ihren Tribut gefordert. Zuerst war es nur eine Warnung gewesen die verhei√üungsvoll √ľber die Gipfel der B√§ume aus dem Revier der Waldl√§ufer zu ihnen her√ľber gekommen war. Diese erste Warnung hatten sie ignoriert, doch schon jene hatte die Nervosit√§t in Ciel wieder entfacht und der vergessen geglaubte Husten war zur√ľck gekommen. Dann waren die V√∂gel gekommen die in gro√üen Scharen √ľber den Himmel flohen, kurze Zeit sp√§ter standen die verbliebenen Mitglieder der Waldl√§ufer vor ihnen. Ciel war in diesem Moment unendlich dankbar gewesen, dass die Verruchten wider all der Geschichten die er von ihnen geh√∂rt hatte und die in der Angst wieder in ihm entfacht waren, den Waldl√§ufern ihre Hilfe anboten und sich die beiden Rudel gemeinsam auf die Flucht machten.

Das Element Feuer war ein fremdes f√ľr Ciel. Er wusste nicht wie schnell es lief und mit welcher Wut es alles auf seinem Weg auffra√ü. So glaubte er noch zu Beginn sie w√§ren fr√ľh geflohen und hatten eine gute Chance zu entkommen, sah sich bald aber schon flammenden W√§nden gegen√ľber.
Dicker Qualm nahm ihm die Sicht und machte es ihm beinahe unm√∂glich den Husten zu unterdr√ľcken. Von allen Seiten schienen die Flammen ihre roten Zungen nach ihnen auszustrecken. Ciel hatte M√ľhe nicht den Anschluss zur Gruppe zu verlieren. Adrenalin, Stress und allem voran die Angst stahlen ihm bald schon jedes Verst√§ndnis f√ľr sein Umfeld. So versuchte er anfangs noch zu helfen, fl√ľchtete bald aber nur mehr Hals √ľber Kopf und war wie in einer Trance.
Nur am Rande bekam er mit, dass Maeva und Corcas von der Gruppe getrennt wurden und das irgendwann eine weitere Wolfsgruppe zu ihnen stieß. Gewiss waren da Wölfe gewesen die ihm geholfen hatten, doch er konnte ihnen keine Gesichter mehr zuordnen. Alles um ihn herum schrie, knirschte und knarrte. Die Hitze brannte sich in sein Fell und Funken gingen auf ihn nieder. Wie mechanisch folgte er Anweisungen und hetzte um brennende Bäume herum. Irgendwann glaubte er seine Mutter vor sich zu sehen, hatte aber längst keine Kraft mehr um einen Gedanken daran zu verschwenden.

W√§re Ciel nicht in diese Trance verfallen und h√§tte er nicht alle Kraft in sich mobilisiert, so w√§re er in dem Chaos wohl in den Flammen verloren gegangen und verbrannt. Es war ein kleines Wunder, dass es der schw√§chliche R√ľde bis ins Moor schaffte bevor ihn seine Kr√§fte verlie√üen. Nasse morastige Erde k√ľhlte seine verbrannten Pfoten und Nieselregen fiel auf seinen geschundenen R√ľcken als die Trance von ihm abfiel und der Husten kam. Ciel hustete wie nie zuvor. Sein K√∂rper bebte und zitterte so stark, dass ihm beinahe die L√§ufe knickten. Saurer Magensaft fand seinen Weg nach oben und er erbrach sich an Ort und Stelle. Nur mit √§u√üerster M√ľhe schaffte er es dann noch noch zwei weitere Schritte zu tun, bevor ihm unmittelbar neben einem T√ľmpel die L√§ufe aufgaben und er zusammenbrach. Ciel war zu entkr√§ftet um auch nur mehr die Augen zu √∂ffnen. Er fiel in eine traumlose Ohnmacht in der er alles um sich herum ausblendete.

Als Ciel die Augen aufschlug waren viele Stunden vergangen. Trotzdem war er noch weit davon entfernt wirklich wach und bei Sinnen zu sein. Lange lag er einfach nur da und bewegte sich nicht, dann robbte er sich vorwärts tauchte den Fang in das morastige Wasser und trank. Gedanken lebten noch keine in dem geschundenen Körper als er das tat.
Erst viel sp√§ter wurde sich Ciel endlich wieder seines Umfelds bewusst. Er hob den Kopf und erblickte Kr√Ęwa der neben ihm lag, konnte sich aber nicht daran erinnern, wann sich der Freund zu ihm gesellt hatte. Sie waren in einem fremden Gebiet. Einer morastigen von Wasserl√§ufen und T√ľmpeln durchbrochenen Ebene auf der nur vereinzelt B√§ume standen. Am Rand, dort wo der Wald war konnte er den Rauch und das unheimliche Leuchten der Flammen noch deutlich sehen.
Ein Zittern durchfuhr Ciel als er zur√ľckblickte. Dann sp√ľrte er wie sich der schwarze Leib Kr√Ęwas neben ihm bewegte. Wenige Wolfsl√§ngen entfernt sah er Maeva. Es wirkte unwirklich wie sie durch die schlafenden Leiber der anderen W√∂lfe schritt. Ciel sah der Schwarzen einen Moment nach, dann durchfuhr ihn mit einem Schlag die Angst um die anderen. Allen voran V√©lya und... hatte er wirklich seine Mutter gesehen? War sie auch in den Flammen gewesen?!

"Kr√Ęwa... Kr√Ęwa bist du wach?" Ciels Stimme war rau und zittrig. Er konnte den Blick kaum von Maeva losrei√üen. Als es ihm doch gelang stubste er dem Freund in die Seite. Der K√∂rper des anderen f√ľhlte sich hei√ü an.

"Geht... Geht es dir gut?" Die Frage wurde von einem kurzen kratzigen Husten begleitet. Ciel sp√ľrte wie stark sein Hals brannte und neben jenem auch seine Nase und seine Pfoten. Seine L√§ufe waren braun vom Schlamm und sein R√ľcken schwarz von Ru√ü. Aber nichts davon k√ľmmerte ihn sonderlich, er hoffte nur, dass es den anderen gut ging.


11.01.2020 16:03

Chesmol

verlorener Bruder

Zugehörigkeit
verruchter Haufen

Alter
3 Jahre

Größe
85 cm

Weitere
Sunkmanitutanka, (Midnight)

Spieler
Midi



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Allein, anspielbar



Feuer. √úberall schlugen die Flammen um sich und verfehlten ihn oft nur knapp. Manchmal streifte ihn ein Feuerschweif. Sein gesamter K√∂rper schien in Flammen zu stehen. Er versuchte durch die Flammen zu dem Schemen zu gelangen, der nur wenige Wolfsl√§ngen von ihm entfernt um sein Leben k√§mpfte. Doch das Feuer trennte sie. Es dauerte, bis er zu dem anderen Wolf gelangte. Aber er kam zu sp√§t. Die Flammen h√ľllten den Wolf bereits ein und ein umgekippter Baum dr√ľckte den K√∂rper des Wolfes auf den gl√ľhenden Boden. Endlich erkannte er das Gesicht des Wolfes und h√∂rte dessen zuvor vom Brand √ľbert√∂nte Stimme. Alles in ihm Schrie: Juniper!
Die F√§he, f√ľr die sein Herz zu tauen begann, verbrannte vor seinen Augen und er hatte keine Chance ihr zu helfen. Welch Ironie, dass sie sein Herz zum Erw√§rmen und Heilen brachte und nun verbrannte. Das durfte einfach nicht wahr sein! Trotz seines Wissens, um das sichere Scheitern seines Vorhabens, musste er versuchen, Juniper zu helfen. Kaum setzte er eine Pfote weiter in ihre Richtung, rissen ihn zwei starke Schatten weg. Er wollte sie verscheuchen, aber besa√ü keine Kraft, um gegen sie anzukommen. Hilflos musste er mit ansehen, wie Juniper in den Flammen verendete. Sein Verstand wusste, dass er nichts daran h√§tte √§ndern k√∂nnen und er selbst mit ihr verbrannt w√§re. Nur sein Herz wollte dies nicht als Wahrheit anerkennen.
Das Ereignis wiederholte sich. Erneut stand er in den Flammen, die ihn peinigten und versuchte zu dem Wolf zu gelangen, der sich als Juniper entpuppte. Wieder rissen ihn am Ende die zwei Schatten fort. Stets kehrte er an die gleiche Stelle zur√ľck und versuchte es erneut mit dem immer gleichen Ausgang des Geschehens. Juniper verbrannte, w√§hrend er dank Hilfe √ľberlebte.
Er, Chesmol, √ľberlebte den schrecklichen Brand. Nur langsam sickerte dieses Wissen in seinen Geist und noch viel langsamer tauchte er aus dem tiefen Schlaf mit dem immer gleich bleibenden Traum auf. Es waren weder der leichte Regen noch die anderen W√∂lfe um ihn herum, die ihn aus diesem Albtraum in die eisige oder viel mehr verbrannte Wirklichkeit holten. Es war die an Kraft gewinnende Erkenntnis, dass er den Brand √ľberlebt hatte. Doch der Preis war hoch, er musste dieses mal nicht den Tod einer geliebten F√§he nach einem Ungl√ľck feststellen, sondern sehen, wie sie starb. Bevor er ihren toten K√∂rper sah, zerrten ihn jedoch zwei Leiber weg, bewegten ihn mit Worten ihnen zu folgen. Willenlos folgte er den beiden W√∂lfen, weil er nicht wahrhaben wollte, was soeben vor seinen Augen geschah.
Auf der Flucht vor den Flammen flohen nicht nur sie, die W√∂lfe. Auch viele andere Tiere, die in dem Moment leichte Beute gewesen w√§ren, ja sogar die wehrhaften Elche, flohen in Panik vor den Flammen. Die Flammen unterschieden nicht, wen sie angriffen. Tiere wie Pflanzen verzehrten sie gleicherma√üen, verschlangen alles, was sie erwischten. Es spielte weder f√ľr Chesmol noch f√ľr f√ľr einen der anderen W√∂lfe eine Rolle, welche vielversprechende Nahrung neben ihnen herrannte. Diese Tiere zu rei√üen, machte keinen Sinn, solange die Flammen nach allem Leben trachteten. Genauso, wie er den anderen Tieren keine Beachtung schenkte, versuchte er wirklich jedem Wolf zu helfen, der in seiner N√§he rannte und Hilfe ben√∂tigte ohen Unterschiede zu machen. Er konnte kaum mehr sagen, wem er so alles half, zu welchem Rudel der jeweilige Wolf geh√∂rte. Vielleicht erkannte er sie sp√§ter wieder, wenn er erst mal zur Ruhe kam. Aber an Ruhe in seinem Geist war vorerst nicht zu denken. Die Ereignisse in den Flammen √ľberschlugen sich in seinem Kopf und schienen in ihm selbst zu w√ľten. Verwirrung zeichnete sich in seinem Gesicht ab. Mit dem Erwachen endete der Albtraum nicht, sondern nahm nur eine andere Gestalt an. Die versengten Stellen seines Fells und die geringf√ľgigen Verbrennungen nahm er gar nicht erst wahr. Sie waren nicht weiter nennenswert. In seinem Inneren schien er dagegen f√∂rmlich zu verbrennen.
Juniper unentwegt geisterte dieser eine Name in seinem Kopf herum. Irgendwo in seinem Inneren wusste er Vélya, Maeva und Nodin in Sicherheit. Sicherlich hatte er sie, nachdem die Flucht hier im Moor endete, kurz gesehen, ehe er zusammensackte und in den unruhigen Schlaf fiel. Chesmol befand sich sichtlich in einem Schockzustand. Wie hypnotisiert trugen ihn seine Läufe in die Nähe des verbrannten Waldes. Wie an eine unsichtbare Grenze gelangt, stoppte er. Vor seinem geistigen Auge erschienen die beiden Wölfe, die ihn vor dem sicheren Tod bewahrten. Zwei schwarze Wölfe oder waren es Schemen von zwei bunten, gar weißen Wölfen? Er vermochte sie nicht zu erkennen. Dennoch schienen sie es wieder zu sein, die ihn vom Weitergehen abhielten, obwohl real kein Wolf vor ihm stand.
Ein Winseln drang aus Chesmols Kehle. Er verstand, dass es f√ľr eine Rettung von Juniper zu sp√§t war. Dennoch wollte er zu ihr. Nat√ľrlich brachte es sie nicht zur√ľck, wenn er sie jetzt fand und wie Yoki damals bewachte. Aber er wollte sehen, ob das Feuer sie wirklich verschlang oder sie dessen Hunger entkam. Letzteres war ausgeschlossen, sagte ein Fl√ľstern seines Verstandes. Das wusste er, aber wie sollte er das akzeptieren? Mussten denn alle F√§hen, die er liebte und zur Gef√§hrtin haben wollte, sterben? H√§tte er doch besser bei seinen einstigen Werten bleiben sollen, die das Alleinsein besagten, ohne Gef√ľhle f√ľr andere zu hegen?
Allerdings nahm er auf diese Entwicklung nur wenig Einfluss. Er war zu schwach seinem Herzen etwas anderes zu befehlen und das, obwohl es bereits einfror und zerbrach, enttäuscht und verletzt wurde.
Chesmols ganzer K√∂rper zitterte vor freudloser Erregung. Seine Beine wurden weich, wie der sumpfige Boden unter ihm. Wom√∂glich verschmolz er gerade mit dem Untergrund. Unm√∂glich schien es ihm nicht, fern von jeder Logik. Seinen weichen Beinen nachgebend, legte er sich hin. Tats√§chlich versank er ein wenig in dem weichen Sumpfboden. Versinken w√ľrde er jedoch nicht.
In ihm wuchs der Drang ein langes, klagendes Heulen auszusto√üen. Das feurige Chaos in ihm dr√§ngte ihn dazu, wenigstens den Tod der verlorenen F√§he zu beklagen. Geleitet von dem Gef√ľhl legte er den Kopf in den Nacken und stie√ü einen langen Laut des Schmerzes aus, bekundete seinen Verlust. Es war ihm egal, wer ihn h√∂rte und wie offen er seine Gef√ľhle pr√§sentierte. Welche Rolle spielte das gerade? Er f√ľhlte sich den anderen W√∂lfen so nah und so fern zugleich. Litten sie nicht alle den gleichen Schmerz? Ein seltsamer Gedanke, der ihm da durch den Kopf ging.
Das Heulen endete erst mit dem letzten Bisschen Luft in seiner Lunge, das er aus ihr hervor presste.
Jeder aus seiner Kehle dringender Laut half ihm, wieder klarer denken zu k√∂nnen. Benommen sah er zum ersten Mal genauer auf seine Umgebung. Viele unbekannte W√∂lfe lagen verteilt im Sumpf. Einige standen bereits. Maeva stand sogar bei einer fremden F√§he. Dann entdeckte er auch Nodin und V√©lya. Die drei W√∂lfe, die ihm noch etwas bedeuteten, lebten. Zum ersten Mal seit dem Feuer versp√ľrte er einen Funken Erleichterung.
Da fiel es ihm wieder ein‚Ķ Maeva riss ihn mithilfe von Kr√Ęwa weg von Juniper. Eigentlich sollte er auf beide w√ľtend sein. Fr√ľher w√§re er das sicherlich gewesen. Aber die Ersch√∂pfung lie√ü ihn erst nachdenken, ehe sich die Wut anzubahnen vermochte. Ihm fehlte die Energie w√ľtend zu sein. Nein, sie hatten ihm sein Leben gerettet, ehe er es sinnlos den Flammen opferte. Aber dass er ausgerechnet von Kr√Ęwa gerettet wurde‚Ķ Vielleicht sollte er ihn aufsuchen? Irgendwie hatte er das Gef√ľhl mit diesem Wolf reden zu m√ľssen. Chesmol stand in seiner Schuld, ob ihm das nun gefiel oder nicht. Suchend schweifte sein Blick √ľber die W√∂lfe. Wo steckt der Kerl?

[tr√§umt von Junipers Tod | geht in Richtung des verbrannten Waldes | im Schockzustand und verwirrt | heult seinen Schmerz in die Welt hinaus | sucht Kr√Ęwa mit seinem Blick]

Edit: Achtung: Chesmol hat ein lautes, langes, klagendes Heulen ausgestoßen.



11.01.2020 16:46

Tínwe

Sternenmeer

Zugehörigkeit
Sweet Nightmare

Alter
1,5 Jahre

Größe
65cm

Spieler
Shiva



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Tínwe | Corvin | Lilith



Es waren beinahe zwei Monde vergangen nach dem Treffen am Mondsee. F√ľr die junge F√§he eine beinahe q√§ulend lange Zeit in der sie nichts von ihrem besten Freund geh√∂rt hatte und eine noch l√§ngere Zeit, seit ihr kleiner Bruder verschwunden war. In all den Wochen hatte sie versucht, dieses seltsam nagende Gef√ľhl, das etwas Schlimmes passieren w√ľrde, abzusch√ľtteln, dem nicht zu viel Bedeutung bei zu messen. Ihre Mutter und auch ihre Tantchen hatten ihr auch, mehr als einmal, gesagt, dass dieses Gef√ľhl nur aus der Sorge um die beiden Jungw√∂lfe heraus entstanden w√§re, sie sich aber nicht zu viele Sorgen machen sollte, denn schlie√ülich w√§ren Corvin und auch Lilith da und w√ľrden schon auf die Jungen aufpassen. Und Tin, Tin hatte ihnen geglaubt, hatte sich von den Versicherungen ihrer Mutter und Freya einlullen lassen und es h√§tte auch fast funktioniert, wenn da nicht immer gr√∂√üerer Zweifel in Cerreths blassen Augen gewesen war. Vielleicht hatte die Nachtf√§he eine √§hnlich finstere Vorahnung, wie T√≠nwe selbst? Lange, vielleicht auch viel zu lange haderte sie mit ihrem Entschluss den kleinen Familienverbund zu verlassen. Wie w√ľrde es ihren Eltern gehen, wenn noch eine Tochter verschwand? Sie hatte Freya ansehen k√∂nnen wie es sie zerrissen hatte ihren Sohn gehen zu lassen, hatte ihre eigene Mutter so oft traurig gesehen, wenn Lilith wieder gegangen war und auch als Ciel sie verlassen hatte. Und trotzdem stand sie in dieser Nacht vor ihrer schlafenden Familie, blickte auf ihre Mutter, ihren Vater und ihre Geschwister. Wie in vielen anderen N√§chten zuvor hatte diese Unruhe sie nicht schlafen lassen, die Sorgen und da war noch immer diese Vorahnung einer Katastrophe und jetzt musste sie diesem Drang nachgeben.

Es war schwerer gewesen, als sie es angenommen hatte, den Blick von ihrer Familie abzuwenden und sich zu entfernen, nicht wissen wie lange sie fort sein w√ľrde, nicht wissend, ob sie irgendeinen dieser W√∂lfe wieder sehen w√ľrde. Auch wenn es einiges an √úberwindung gekostet hatte, so f√ľhlte sie einen Hauch von Freiheit und Losgel√∂stheit, nachdem sie die Grenzen des Reviers hinter sich gelassen hatte. Sie wusste, dass ihre Geschwister und Kr√Ęwa da sein w√ľrden und sie w√ľrden sich sicher freuen sie zu sehen. Dieser Gedanke befl√ľgelte sie w√§hrend ihrer gesamten Reise. Doch die br√ľtende Hitze machte es ihr immer schwerer ihren Weg mit gleichbleibendem Tempo fortzusetzten und auch die Jagd lief nicht immer so erfolgreich, wie die Sternenw√∂lfin es sich gew√ľnscht h√§tte und fast bereute sie ihre Entscheidung und war mehr als einmal kurz davor gewesen ihrem Heimweh nach ihren Eltern und Geschwistern nachzugeben, doch ebenso hatte sie Heimweh nach ihren Br√ľdern, Lith und Kr√Ęwa, und so sehr das Heimweh auch an ihr nagte, ihre Sorge hatte sie weiter angetrieben, bis sie schlie√ülich tats√§chlich die F√§hrte ihrer Schwester wahrnehmen konnte. Voller Euphorie hatte sie sich aufgemacht der Spur zu folgen, doch war geradewegs in einen Alptraum gelaufen.

Der Gestank nach verbranntem Fleisch und der bei√üende Rauch machten es ihr unm√∂glich die F√§hrte ihrer Schwester und die ihrer Begleiter weiter zu verfolgen. Tin hatte in ihrem Leben noch nie ein Feuer gesehen, wusste nicht mit welcher Wut es sich durch den trockenen Wald fressen w√ľrde, wusste nicht wie es an ihrem K√∂rper zerren und ihre Haut bei√üen w√ľrde. Je l√§nger sie in die Richtung floh in der sie Spur Liliths sie gelenkt hatte, desto gr√∂√üer wurde ihre Angst, die Panik keinen der W√∂lfe zu finden die ihr wichtig waren, vielleicht ware sie auch nicht in das Inferno geraten und Tin war geradewegs in ihr eigenen Verderben gelaufen. Ein kurzer Blick √ľber die Schulter verriet ihr aber das kein Weg zur√ľck f√ľhren w√ľrde, auch zu ihren Seiten schien es kein Entkommen aus den Flammen zu geben. Todesangst half ihrem ausgezehrtem K√∂rper ihren Lauf noch etwas zu beschleunigen und dann, dann tauchten die schemenhaften Gestalten anderer W√∂lfe um sie herum auf, die gleiche Angst in ihren Augen. Lilith, Corvin, Ciel Kr√Ęwa, waren sie auch hier? Die Silberne konnte aber keinen ihr bekannten Wolf sehen, zwischen den Fliehenden auch nicht weiter verwunderlich und dann, vor ihr, eine Silberne F√§he ‚ÄúLith!‚Äú kam es kr√§chzend aus dem Fang der F√§he ehe sie es geschafft hatte zu ihrer Schwester aufzuschlie√üen. Ihr Herz zog sich vor Erleichterung schmerzlich zusammen.

Der Alptraum der Flucht dauerte an, so lange, dass es ihr wie ein ganzes Leben vorkam. Sie hatte nicht glauben k√∂nnen, dass dies ein gutes Ende nehmen w√ľrde, sie alle heil hier heraus kommen w√ľrden. Heil....das Wort hallte in ihrem Kopf wieder, als sie schlie√ülich, vollkommen ersch√∂pft in den weichen feuchten Morast und an Liths Seite zusammenbrach. Die Dunkelheit war ihr willkommen. Sie lie√ü sie die k√∂rperlichen Strapazen ihrer Reise vergessen, lie√ü ihren versengten K√∂rper und die blutenden Pfoten f√ľr einen Moment taub werden und auch ihre Angst schwieg f√ľr eine Weile. Doch das Feuer schlich sich in ihre Tr√§um, die Verzweiflung, die sie empfunden hatte, als sie bef√ľrchten musste nicht ein Familienmitglied zu finden und selbst in den Flammen zu sterben und ihrer Mutter und ihrem Vater Kummer zu bereiten. Sie konnte die Flammen nach ihrem K√∂per schnappen f√ľhlen, sp√ľrte wie ihr Fleisch verbrannte, ihr Fell stand in Flammen. Ihr Fleisch warf blasen als sich die Flammen durch sie hindurch fra√üen....

Der Atem der F√§he ging schnell und unregelm√§√üig, sie versuchte sich aufzurappeln als das Heulen, das sie aus ihrem Alptraum gerissen hatte verklungen war, doch ihre Pfoten brannten noch immer und f√ľr den Moment wollten sie ihr Gewicht nicht tragen, doch der Drang nach Kr√Ęwa zu sehen, nach Ciel zu sehen, wuchsen nun wieder und machten es ihr fast unertr√§glich liegen zu bleiben, so versuchte sie sich auf ihre Schwester und ihren Bruder zu konzentrieren, die noch immer bei ihr lagen.


12.01.2020 12:29

Corvin

Junger Narbenwolf

Zugehörigkeit
Sweet Nightmare

Alter
4 Jahre

Größe
83 cm

Spieler
Sarah



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Es war in den letzten Wochen so viel passiert und doch hatte sich nicht wirklich viel ver√§ndert. Corvin hatte Numa unterst√ľtzt, soweit es ging und soweit dieser es zulie√ü. Er wollte dem Rudel seinem Rudel helfen und f√ľr alle da sein und so versuchte er dies auch zu tun. Er war sehr froh, dass seine Schwester immer noch bei ihm war und versuchte mit allen Kr√§ften ihr dabei zu helfen, ihre Lebensfreude zur√ľckzugewinnen. Als Iqniq die Sweet Nightmare schnell wieder verlie√ü war es f√ľr den Silbernen selbst kein gro√üer Verlust, lange kannten sie sich noch nicht, auch wenn Corvin nicht sagen konnte, dass er ihn nicht gemocht hatte. Er war auch nun viel an Isaks Seite und lernte den R√ľden noch mehr zu sch√§tzen und ihre Freundschaft vertiefte sich noch mehr. Er hatte auch auf Kahina ein Auge, schlie√ülich war sie die Einzige, welche ihm von Kasukas Familie geblieben war und sie war immer noch seine kleine Schwester. Zumindest sah er das so, auch mit Aska verstand er sich und versuchte sie nicht in den Hintergrund r√ľcken zu lassen. Er war froh, dass sie alle zusammen waren und nicht aufgegeben hatten. Es konnte vielleicht doch alles besser werden‚Ķ

Während des Feuers…



Corvin bemerkte es fast zeitgleich mit Numa, doch er wollte es nicht glauben, es war einfach so lange her. Er nahm den Geruch wahr und versuchte sich einzureden, dass dies alles nur ein Traum von l√§ngst vergangen Zeiten war. Er stellte sich f√ľr den Bruchteil einer Sekunde vor, dass er nur tr√§umte. Aber dann zerst√∂rte Numa dies und br√ľllte zwei Worte und r√ľttelte ihn damit wach. Corvin realisierte, dass der Alptraum Wirklichkeit geworden war und erhob sich fast zeitgleich mit den anderen W√∂lfen...
Er hatte es nicht glauben können und nicht wahrhaben wollen und nun war es Realität.
Das Feuer…
Es hatte ihm schon einmal alles genommen…
Dies war so lange her, damals war er noch ein Welpe und er und seine Familie hatten noch bei den Sweet Nightmare gelebt. Er erinnerte sich sehr gut an dieses vergangene Feuer und mit jeder Sekunde wurde diese Erinnerung stärker. Sie ergriff ihn, er wollte nicht wieder alle verlieren. Er wollte nicht wieder alleine sein, auch wenn er damals nach dem Feuer die anderen Wölfe wiedergefunden hatte, so war es doch ein sehr prägendes Erlebnis gewesen.
Corvin wich seiner Schwester nicht von der Seite, er w√ľrde es nicht verkraften, sie zu verlieren und nicht zu wissen, wo sie war. Alles ihm verfiel in Angst und er war der Panik nahe, so schrecklich hatte er sich schon lange nicht mehr gef√ľhlt.
Die Erinnerung tauchte immer wieder vor seinem geistigen Auge auf und er musste sich bei jeder Pause, welche sie machten zwingen bei den anderen W√∂lfen zu bleiben. Sein Fluchttrieb wollte ihn √ľbernehmen, aber er w√ľrde seine Schwester nicht alleine lassen, sie war die Letzte, welche ihm geblieben war. Au√üerdem war es schlie√ülich seine gr√∂√üte Angst die anderen im Feuer zu verlieren und so blieb er an der Seite der Sweet Nightmare und versuchte die Pausen so kurz wie m√∂glich zu halten. Die Ersch√∂pfung wurde zu seinem st√§ndigen Begleiter, welchen er immer wieder verjagte und zu verdr√§ngen versuchte‚Ķ.
Sie alle hielten die Pausen kurz, keiner wollte in den Flammen sterben, der beißende Geruch aber griff immer wieder nach Corvin und vernebelte ihm fast die Sinne…
Die Bilder, welche so weit in den Hintergrund ger√ľckt waren, er aber nie vergessen hatte, trieben ihn immer weiter voran und versorgten seine Angst und Panik mit mehr und mehr Kraft.

Dann warnten sie die Waldl√§ufer, Corvin lauschte der Geheule von seinen Rudelmitgliedern und Silthrim, wie sie sich kurz verst√§ndigten. Aber f√ľr lange Gespr√§che, Fragen und Erkl√§rungen blieb keine Zeit. Gerne h√§tte er geschaut, wie es diesen gehen w√ľrde, aber innerlich wusste er, dass daf√ľr keine Zeit blieb.. Ihre Situation verd√ľsterte sich immer mehr und lies ihn allm√§hlich nicht mehr an die Hoffnung glauben, dem Feuer zu entkommen, denn nun konnte sie es langsam sehen. Warum regnete es nicht endlich, vielleicht sollte er einfach aufgeben. Sich den Flammen hingeben‚Ķ

Schließlich waren sie alle nicht mehr weit entfernt von dem Revier ihres größten Feindes… Dies machte Corvin fast genauso viel Angst wie das Feuer selbst, denn der Überfall der Verruchten und der Kampf gegen sie war noch nicht so lange her. Dennoch blieb ihnen kein anderer Weg…
Schlie√ülich warnten sie sogar die Verruchten, auch wenn er sich nicht sicher war, ob dies wirklich eine gute Idee war, so w√ľnschte er ihnen dennoch nicht den Tod in Flammen. Denn schlie√ülich wusste er wie schlimm Feuer sein konnte. Er hatte das alles schon einmal erlebt.

Er hoffte das die Waldl√§ufer entkommen waren, denn er mochte sie, aber auch dieser Gedanke r√ľckte in den Hintergrund. Denn die Gedanken der Flucht und der Angst verdr√§ngten alle anderen. Die Ersch√∂pfung wollte immer mehr Besitz von ihm ergreifen, auch wenn sie die ganze Zeit dagewesen war, so hatte er doch immer wieder versucht sie zu verdr√§ngen und ihr weder Raum noch Platz in seinen Gedanken zu gew√§hren.
Da musste er pl√∂tzlich innehalten, aber nicht nur er blieb stehen, sondern auch die anderen, denn sie sahen pl√∂tzlich in die √§ngstlichen Gesichter der Waldl√§ufer und Verruchten und dann war da ein grauer Wolf‚Ķ Corvin brauchte ein paar Sekunden, um zu verstehen das es nicht Lannec war. Au√üerdem erkannte er, dass die Waldl√§ufer geschrumpft waren, was war passiert?! Nodin, der Sohn Lannecs wollte ihnen schlie√ülich erkl√§ren, dass es am gro√üen Wasser auch schon brannte‚Ķ Aber vielleicht war dies eine L√ľge. Das Feuer k√∂nnte ihnen die Sweet Nightmare endg√ľltig vom Hals schaffen und sie w√ľrden sich nicht einmal die Pfoten schmutzig machen m√ľssen. Schlie√ülich hatte damals auch Lannec Ayak und Kyra im Feuer √ľberrascht und get√∂tet. Kasukas Welpen und seinen besten Freund in seinen ersten Welpenmonaten‚Ķ

So viel Schmerz und Angst in mir….
Wie sollen wir das nur schaffen?!


Manitus Worte an die Sweet Nightmare zerrte den Silbernen aus seinen Gedanken zur√ľck in die Realit√§t‚Ķ Corvin schaute kurz zu dem Feuer und f√ľr wenige Sekunden verlor er alles andere aus den Augen, denn dort brannte gerade seine alte Heimat nieder‚Ķ Trauer und Schmerz ergriffen ihn und dr√§ngten f√ľr einen kurzen Augenblick die Angst in den Hintergrund. Er konnte es nicht glauben, dass Feuer nahm ihm abermals seine Heimat, es passierte das Gleiche wie damals. Vielleicht sollte er gar nicht entkommen‚Ķ
Dieser Gedanke war zwar lächerlich, aber er nistete sich immer mehr in seinem Kopf ein…
Das Feuer und der Rauch raubten ihm immer mehr die Sinne…
Plötzlich tauchte vor seinem geistigen Auge ein weißer Schemen auf und Corvin erkannte in diesem einen Wolf, welcher schon lange nicht mehr bei ihnen war…
Ein Erinnerungsfetzen tauchte vor seinen benebelten Sinnen auf…
Corvin war da noch klein, es war während des ersten Feuers gewesen und damals hatte er einer weißen Wölfin dabei geholfen aus den Flammen zu entkommen…
W√ľrde Tante Shiva nun auch ihn f√ľhren?! Oder verlor er gar den Verstand‚Ķ
Seine Augen öffneten sich und er schaute abermals in die Flammen.

Pl√∂tzlich griff wieder die Ersch√∂pfung nach ihm, vielleicht sollte er einfach aufgeben‚Ķ Aber was w√ľrde dann aus Lilith werden?! Er musste stark bleiben f√ľr sie‚Ķ Abermals schloss er f√ľr einen kurzen Augenblick wieder seine Augen‚Ķ Nur f√ľr einen Moment und wieder war da Shiva. Sie war bei ihm und gab ihm neue Kraft, so wie er es damals bei ihr gemacht hatte‚Ķ
Seine Augen √∂ffneten sich wieder in dem Wissen, dass seine Tante bei ihm war. Es war jetzt noch nicht die Zeit aufzugeben, aber da erkannte der R√ľde, dass es auch schon zu sp√§t zu sein schien‚Ķ Die anderen Sweet Nightmare hatten alle f√ľr wenige Augenblicke innegehalten‚Ķ Nun aber liefen sie alle weiter, er war wieder an der Seite seiner Schwester‚Ķ

Doch dann ließ ihn ein Geräusch innehalten und er blieb stehen und drehte sich um. Das durfte einfach nicht sein, Kahina schien plötzlich am Ende ihrer Kräfte zu sein…
Er sah zu dieser Schrecklichen Szene und h√∂rte die Worte von Maeva, aber er ignorierte sie, auch wenn er ganz ganz tief in seinem Inneren wusste, dass sie Recht hatte. Das durfte nicht wahr sein, seine Schlimmsten Bef√ľrchtungen nahmen Gestalt an. Da brach es pl√∂tzlich aus ihm heraus, seine Stimme h√∂rte sich fast nicht mehr nach seiner an, als er pl√∂tzlich kr√§chzte:

‚ÄěLauf weiter‚Ķ‚Äú


Gib nicht auf‚Ķ bat er sie in Gedanken, er wollte sie nicht verlieren. Das Feuer und der Rauch nahmen ihm immer mehr die Sicht. Schnell aber realisierte er, dass Aska und Isak ihr schon zur Hilfe geeilt waren‚Ķ Sie alle waren am Ende ihrer Kr√§fte und dann sah es so aus als ob sie es doch noch schaffen w√ľrde. Kahina w√ľrde sie nicht verlassen, aber pl√∂tzlich erkannte Corvin die grausame Wahrheit, Aska und Kahina waren von ihnen getrennt worden und auch wenn die Beiden alles versuchten zu ihnen zur√ľckzukehren, so erkannten schlie√ülich doch alle, dass die beiden F√§hen sich einen anderen Fluchtweg suchen mussten. Corvin schaute zum Abschied kurz zu ihnen und hoffte das es kein Abschied f√ľr immer war. Pl√∂tzlich sp√ľrte er Shiva wieder bei sich und er meinte fast ihre Stimme zu h√∂ren, wie sie ihm zufl√ľsterte, dass die Beiden es schon schaffen w√ľrden und er weiter musste. Und er?! Der R√ľde musste einfach daran glauben. Er stupste seinen besten Freund Isak an, damit dieser weiterlief, im Augenblick konnte dieser seiner Schwester nicht helfen und er durfte sich deswegen nicht von den Flammen verschlingen lassen.

‚ÄěSie schaffen das schon‚Ķ‚Äú

keuchte Corvin unter seiner Ersch√∂pfung hervor. Kurz schaute er zu Lilith, da h√∂rte er pl√∂tzlich ihre Stimme einen Namen rufen, welche ihn f√ľr einen kurzen Moment innehalten lie√ü. Hatte er es wirklich richtig verstanden.

Tinwe…
Wieso kommt der Name mir so bekannt vor?!


Aber dann h√∂rte er die Flammen pl√∂tzlich wieder und sp√ľrte nun die Hitze mehr als jemals zuvor und dann war er wieder an Lilith Seite. Sie alle liefen weiter und weiter und gaben nicht auf. In Gedanken begleitete ihn weiterhin Shiva und immer wieder hatte er das Gef√ľhl, dass er sie in den Flammen sah. Es war ihm im Augenblick auch egal, dass das verr√ľckt war, er wollte einfach nicht durch das Feuer sterben.

Am Ende der Flucht | direkt neben Lilith und Tinwe



Dann sp√ľrte er pl√∂tzlich immer mehr feuchten und morastigen Boden unter seinen Pfoten, aber er wollte es nicht glauben und wahrhaben. Immer feuchter wurde es und dann sp√ľrte er pl√∂tzlich wie Lilith an seiner Seite stoppte und sich hinlegte. Er erkannte pl√∂tzlich, dass sie es geschafft hatten. Erleichterung durchstr√∂mte ihn und nun forderte die Ersch√∂pfung ihren Tribut. Er legte sich neben Lilith. Seine Schnauze fuhr kurz tief in ihr Fell, er wollte sich einfach sicher sein, dass sie wirklich neben ihm war. Dann schaute er kurz √ľber alle W√∂lfe hinweg, aber auch sie schienen alle viel zu ersch√∂pft zum K√§mpfen zu sein. Erneut durchstr√∂mte ihn Erleichterung und dann lie√ü er die Ersch√∂pfung zu und gew√§hrte es sich zu schlafen. Er schloss die Augen und dachte nur noch:

Danke, Tante Shiva…
Dein Neffe, der letzte Narbenwolf hat es geschafft…


Es w√ľrde bestimmt sie und Lucigar zum schmunzeln bringen. Diese positiven Gedanken lie√üen ihn einschlafen und die Alptr√§ume vom Feuer, welche noch fr√ľh genug kommen w√ľrden, blieben f√ľr diese Nacht fern.

Ein Heulen zerrten ihn aus dem Schlaf und zerst√∂rte seine Tr√§ume, er hob seinen Kopf, aber er erkannte, dass von dem Geheul keine Gefahr ausging‚Ķ Seine Augen fuhren herum und er schaute zu den √ľbrig gebliebenen W√∂lfen. Wie w√ľrde es nun weitergehen?! Konnten sie zusammenarbeiten?! W√ľrden sie einander bek√§mpfen?! Es gab so viele Gef√ľhle, welche in dem R√ľden hochkamen. Nicht viele W√∂lfe waren den Flammen entkommen, vor alle Dingen, wenn er sah, wie wenige Waldl√§ufer es waren. Einzig Manitu und Silhrim mit zwei Welpen sah er. Mavea stand bei Silhrim, wo waren die anderen Welpen....

Wie schrecklich…

dachte er‚Ķ Er wollte gar nicht wissen, wie er sich an ihrer Stelle f√ľhlen w√ľrde, schlimm genug war schon der Gedanke daran, dass vielleicht Kahina und Aska es nicht aus dem Feuer geschafft hatten, denn ihr Verbleib war ungewiss. Sein Blick ging nach diesem Gedanken zu Isak. Er hatte seine Schwester verloren‚Ķ Wie ungerecht die Welt doch war‚Ķ
Seine Pfoten taten weh und brannten f√∂rmlich, aber die N√§sse im Morast hatte ihm gutgetan, sein Fell war voller Ru√ü, aber sie hatten √ľberlebt‚Ķ Nun mussten sie sehen wie es weitergehen konnte.

Plötzlich durchfuhr ihn ein anderer Gedanke… Der Name von Gestern während der Flucht schoss ihm durch den Kopf…

Tinwe…

Corvins Blick glitt zu der F√§he an der Seite seiner Schwester, sie war scheinbar gerade wach geworden. Er hatte seine j√ľngeren Geschwister nie kennengelernt und er war sich nicht sicher, ob er das Bed√ľrfnis hatte sie kennenzulernen. Nun aber war sie hier, die Frage war nur warum?! War seinen Eltern etwas passiert?! Auch wenn der Gedanken an sie, ihn mit weiterem Schmerz erf√ľllte, wollte er dennoch wissen, dass es ihnen gut ging‚Ķ Alle Kraft in sich mobilisierend erhob sich Corvin schlie√ülich und umrundete Lilith‚Ķ Wie sie wohl reagieren w√ľrde?! W√ľrde sie Angst um Tinwe haben?! Aber Lilith schien noch zu schlafen oder sich auszuruhen, oder ihm das Kennenlernen alleine zu √ľberlassen, weil sie ihm vertraute. Auf jeden Fall mischte sie sich nicht ein und Corvin war froh dar√ľber. Seine schmerzenden Pfoten trugen ihn bis vor Tinwe. Dann schaute er zu ihr herunter und versuchte die √Ąhnlichkeit zu seiner Mutter au√üer Acht zu lassen. Er selbst wusste, wie √§hnlich er seinem Vater sah, denn dieser war mit dem Alter immer grauer geworden und auch Corvin war eher silbrig grau mit schwarzen Fellzeichnungen. Au√üerdem war immer stolz darauf gewesen fast so gro√ü wie Mortanius zu sein. Aber vor ihm lag nun eine kleine F√§he, welche nicht viel gr√∂√üer als Lilith zu sein schien und seiner Mutter so unglaublich √§hnlich sah. Sein Verstand wollte einfach nicht begreifen‚Ķ Schlie√ülich legte er sich neben Tinwe, so dass sie nun zwischen ihm und Lilith lag. Aber lag nicht so nah bei ihr, wie er an Lilith gelegen hatte. Er war sich nicht sicher, was er denke sollte. Er konnte auch nicht erfassen wie er sich f√ľhlte, aber sie musste wirklich seine Schwester sein. Die √Ąhnlichkeit zu ihrer Mutter und zu Lilith war einfach klar erkennbar und auch die unverkennbare F√§rbung der Augen und der Name lie√üen einfach keinen anderen Schluss zu. Der R√ľde wusste aber immer noch nicht, was er sagen, denken oder wie er sich f√ľhlen sollte. Da war zum einen der Schmerz und die Wut, dann war da aber auch die Verbundenheit zu seiner Familie und au√üerdem war er sich nicht sicher, ob er wirklich die anderen Welpen seiner Eltern f√ľr deren Fehler verantwortlich machen wollte. Schlie√ülich schaute er sie einfach nur weiter an und versuchte zu begreifen. Corvin versuchte Gegenwart und Vergangenheit zu erfassen und er wollte etwas sagen. Vorsichtig und immer noch unsicher wie er sich f√ľhlte und welche Gedanken er hatte besah er sich sie noch genauer, dann kam seine Stimme aus seinem Fang, sie klang f√ľr seine Ohren immer noch so fremd:

‚ÄěBist du verletzt?‚Äú

Er hatte sehr leise gesprochen, damit er Lilith nicht weckte, falls sie noch schlief.


12.01.2020 16:29

Numa

Schönheit des Morasts

Zugehörigkeit
Sweet Nightmare

Alter
5 Jahre

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75 cm

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Ciel

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Morti



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zuerst allein | dann bei Chesmol




Ein klagendes Heulen durchbrach die Stille, und obwohl es gar nicht bis zu ihm durchdrang, riss Numa den Kopf hoch und blickte um sich. Adrenalin schoss in seinen Körper. Alles in ihm schrie zur Flucht. Wie lange hatte er geschlafen? Hatte sie das Feuer schon eingeholt? Wo waren die anderen? Sie mussten hier weg!
Schwerf√§llig richtete er sich auf und stolperte sofort √ľber seine L√§ufe. Nur langsam kam Gef√ľhl in ihn zur√ľck. Numa presste die Augen zusammen und schnappte nach Luft, k√ľhler, feuchter Luft. Immer noch stach ihm der bei√üende Gestank von Rauch in die Nase. Tagelang hatte ihn dieser Geruch zur Flucht angetrieben und ihn kaum ein Auge zutun lassen, aber da war auch noch ein anderer Geruch. Es roch nach Wasser, nach Torf und Schlamm. In seinem m√ľden Geist formte sich das Bild eines Moores. Sanfte H√ľgel, eng mit Wasserlinsen √ľberzogene T√ľmpel und Wollgras auf den morastigen Wiesengr√ľnden. Pl√∂tzlich war das Feuer nicht mehr bedrohlich. Es r√ľckte an den Rand des Moores, hinter die Schwelle wo es ihm nichts anhaben konnte.

Numa √∂ffnete die Augen und rollte sich wieder in eine halbwegs bequeme Liegeposition. Seine Atmung wurde ruhiger. Unterbewusst sp√ľrte er, dass er sicher war. Gedankenverloren betrachtete er das rote Glimmen der Flammen im nahe gelegenen Wald. Wie damals in seiner Kindheit war er nur mehr ein Au√üenstehender, der das Feuer aus der Ferne betrachten konnte und sich nicht zu f√ľrchten brauchte, das Moor w√ľrde ihn besch√ľtzen. Nur allm√§hlich kehrte die Erinnerung an die vergangenen Tage zu ihm zur√ľck.
Sie hatten geschlafen als der Geruch des Feuers das erste mal zu ihnen vorgedrungen war. Das war mehrere Tage her. Damals waren die Flammen noch weit entfernt gewesen. Numa erinnerte sich, dass er zu jenem Zeitpunkt noch keine Angst gehabt hatte. Trotzdem hatte er die anderen zur Flucht angetrieben. √úber die vergangenen Wochen war er eng mit dem Rudel zusammen gewachsen. Iqniqs pl√∂tzlicher Abschied hatte ihn mitgenommen, woraufhin er sich bem√ľht hatte soviel Arbeit wie irgend m√∂glich zu leisten um sich abzulenken. Bald schon f√ľhlte er sich f√ľr die W√∂lfe die ihn umgaben verantwortlich und er wollte nicht, das auch nur einem von ihnen etwas geschah.
Sie waren gelaufen, immer weiter. Immer in die Richtung in der es nicht nach Rauch stank, immer weiter und weiter ohne Rast, ohne Beute, ohne Wasser. Der Boden war d√ľrr und trocken gewesen, der Himmel Wolkenlos, die Suche nach Wasser vergeblich.

"Das ist vorbei", sagte sich Numa. Er blinzelte, bevor er unentwegt weiter in das Rot der Flammen am Rand des Sumpfes starrte. Irgendwann war das Feuer gekommen, erinnerte er sich. Es hatte sie tagelang gehetzt wie ein Wolf einen Elch und dann war es sichtbar geworden zwischen den Bäumen.
Der Moorwolf sch√ľttelte benommen den Kopf. Er wollte nicht alles erlebte Revue passieren lassen, er durfte nicht. Er musste sich zusammenrei√üen und wieder zu klarem Verstand kommen sonst war er keine Hilfe f√ľr die anderen. Langsam atmete er aus und ein und versuchte sich zu sammeln, doch in seinen Gedanken waren Flammen, fliehende Gestalten und br√ľtende Hitze.
Es ist vorbei, dachte er dankbar. Die br√ľtende Sommerhitze war endlich vorbei und er hatte √ľberlebt. Fr√ľher h√§tte ihm dieser Gedanke gen√ľgt aber nun war er Teil eines Rudels und nichts plagte ihn gerade mehr als die Frage nach den anderen.

Numa versuchte ein weiteres Mal sich aufzurichten, langsamer und bedachter als zuvor und es gelang ihm. Er horchte in sich hinein um sich bewusst zu werden in welchem Zustand er sich befand und wieviel Kraft ihm zur Verf√ľgung stand. Seine Hals kratzte, seine L√§ufe schmerzten, seine Haare waren angesengt. Seine Schulter brannte h√∂llisch als st√ľnde sie noch immer in Flammen. √úberrascht drehte Numa den Kopf und erkannte eine offene Wunde. Seine Haut war ger√∂tet, schlug Blasen und n√§sselte.
Ein brennender Ast hatte ihn an der Stelle getroffen und ihn ins Straucheln gebracht, sagte ihm sein Kopf. Jemand hatte ihn zur√ľck auf die Beine gestellt und ihn durch die Flammen gef√ľhrt bevor er wieder in ihnen verschwunden war... richtig.
Langsam setzte Numa einen Schritt vor den anderen. Der Boden war angenehm weich und k√ľhl. Der ersehnte Regen war endlich gekommen und wie der Moorwolf aus Erfahrung wusste, w√ľrde er bald wieder kommen. Dieser Gedanke beruhigte ihn. Er konnte Isak sehen und auch Corvin und Lilith. Er sah Silthrim und ihre Welpen und an Manitu wanderte er sogar knapp vor√ľber, doch noch war Numas Handeln bestimmt von seinem Instinkt. Sein K√∂rper schrie nach Wasser und dorthin wand er sich.

Wasser. Wie sehr er dieses Element doch liebte und wie gut es im tat. Gerne h√§tte er auch seine brennende Schulter in das k√ľhle Nass getunkt aber das gestattete sich Numa nicht. Jetzt wo sein Geist klarer wurde, sein Blick wachsamer, wollte er sich erst nach den anderen erkundigen.
Sie schienen wohlauf zu sein. Die meisten der anwesenden W√∂lfe schliefen noch, doch einige waren schon wach. Corvin wachte √ľber Lilith wie eh und je. Die fremde W√∂lfin die bei den Geschwistern lag sagte Numa nichts. Er wankte zum schlafenden Isak. Der Wei√üe schien keinen gro√üen Schaden genommen zu haben. Sah man davon ab, das Aska nicht hier war. Aska und auch Kahina fehlten.
Numas Erinnerung kam im selben Moment zur√ľck in dem ihm das Fehlen der beiden bewusst wurde. Sie sind irgendwo da drau√üen, sagte er sich, daran glauben, dass die beiden F√§hen in den Flammen umgekommen waren wollte er nicht.

Der Moorwolf dachte nicht daran den Freund des erholsamen Schlafes zu berauben. Stattdessen hob er den Kopf um auf die Leiber der √ľbrigen W√∂lfe zu blicken. Kurz blieb sein Blick an einer schwarzen W√∂lfin haften die er nicht kannte. H√§tte er die Mitglieder der Verruchten gekannt und h√§tte er einen ebenso gro√üen Groll gegen sie gehegt wie seine Rudelgef√§hrten h√§tte er vielleicht Lunte gerochen, so meinte er aber nur ein Rudelmitglied zu sehen, dass sich Silthrim und ihrer Welpen annahm.
Alle wachen W√∂lfe hatten zumindest einen anderen an ihrer Seite, alle bis auf einen. Numas Blick traf den Chesmols. Er erkannte den rostroten K√∂rper der da viel zu nahe am Rand des brennenden Waldes stand sofort. Langsam setzte sich Numa in Bewegung und war positiv √ľberrascht, dass der andere es ihm gleich tat. Was hatten Rudelstrukturen und Reviergrenzen in diesem Moment auch f√ľr eine Bedeutung? F√ľr Numa z√§hlte nur, dass er den anderen gerade nicht alleine wissen wollte, nicht so nahe am Feuer, nicht nach allem was passiert war. Sie hatten √ľberlebt, sie alle und Numa wollte, dass das so blieb.


12.01.2020 20:21

Chesmol

verlorener Bruder

Zugehörigkeit
verruchter Haufen

Alter
3 Jahre

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85 cm

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Sunkmanitutanka, (Midnight)

Spieler
Midi



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Numa



Dem angesengten Rotpelz fiel es schwer, nach Kr√Ęwa Ausschau zu halten. Bis eben bemerkte er weder das Brennen auf seiner Haut, seiner Pfoten, Kehle, aber auch seiner Augen. Alles brannte wie in seinem Inneren. Nur schien dieses Brennen auch ohne Flammen sehr greifbar und damit real. Benommen und mit leicht verschwommenen Blick versuchte er einen schwarzen Pelz auszumachen. Die feinen Silberzeichnungen im Fell des Gesuchten w√ľrde er nicht erkennen, zumindest nicht aus gr√∂√üerer Entfernung. St√§ndig musste er blinzeln, um √ľberhaupt etwas zu sehen und unter gr√∂√üter Anstrengung Dinge unmittelbar vor ihm klar zu erkennen. Schon zuvor nach den drei ihm wichtigen W√∂lfen Ausschau zu halten, strengte ihn √ľber die Ma√üen an. Vorsichtig tapste er ein St√ľck weg vom verbrannten Wald, darauf bedacht seinen Untergrund zu f√ľhlen, ehe er sein Gewicht verlagerte.
Versehentlich tapste er dabei in ein besonders feuchtes Loch. Erstaunlich, wie feucht sich der Boden des Sumpfes der allgemeinen Trockenheit zum Trotz hielt. Selbst dieser leichte Regen h√§tte nicht viel Feuchtigkeit zu spenden vermocht. Au√üer das Wetter hier, in diesem Gebiet, bekam den ganzen Sommer √ľber mehr Regen ab und die normale Feuchtigkeit trug zum Erhalt des Sumpfes bei. Doch wen interessierte es, wie es dazu kam? Hauptsache sie hatten diesen Ort erreicht und er bot ihnen den ersehnten Schutz vor dem Feuer. Dazu hielt er ein wichtiges Lebensgut bereit: Wasser!
Eben nach diesem Element d√ľrstete es Chesmol im wahrsten Sinne des Wortes. Bis eben hielt ihn das Erlebte gefangen und der Verlust schmerzte zu sehr. Das tat er noch immer und w√ľrde lange nicht aufh√∂ren zu schmerzen, aber das Heulen befreite ihn ein St√ľck von seinem Schockzustand. Gierig senkte er sein Haupt und trank das Wasser, dass ihm der matschige Untergrund zu geben vermochte. Es war ihm egal, dass er dabei ein wenig Matsch mit abschluckte. Bis er seinen Durst gestillt hatte, dauerte es. Danach musste er husten. Hastiges trinken mit Matsch und einer ohnehin kratzenden Kehle vertrugen sich schlecht. Einige Huster sp√§ter, √∂ffnete er die Augen.
Die Umgebung wahrzunehmen fiel ihm unver√§ndert schwer, aber er bemerkte einen bunten Wolf mit kr√§ftig gef√§rbten Kopf und eher blassem K√∂rper auf sich zukommen. Vorsichtig setzte er ein paar Schritte in Richtung dieses Wolfes. Diese F√§rbung erinnerte ihn an eine Begegnung vor bestimmt zwei Monden. Numa, sickerte der Name des anderen langsam in seinen Verstand. Wieder entwich dem Rotpelz ein leises Winseln. Damals akzeptierte er den anderen R√ľden nach einem anf√§nglichen Wortabtausch, weil Numa ihn akzeptierte und ihm seine Freiheit lie√ü. Andere, gar fremde W√∂lfe, wollten ihm bereits eine Therapie aufs Auge dr√ľcken, ihm sagen, wie er sein sollte, was er empfinden sollte, wie er sich verhalten sollte. Alles sollte er sein, ein lieber, braver Wolf, der jedem ein L√§cheln schenkte. Dies vermittelten ihm mehrere W√∂lfe, ganz gleich, dass sie es anders formulierten. Numa geh√∂rte zu den wenigen W√∂lfen, die ihn direkt verachteten, noch umerziehen wollten. Au√üerdem zeigte Chesmol dem anderen eine sehr verletzliche Seite und legte damit unbewusst viel Vertrauen in Numas Pfoten. Dieser helle Wolf war es, der Chesmol seinen Weg zu Juniper erm√∂glichte. Am scheitern des Versuchs trug Numa keine Schuld, zumal Chesmol bis zum gestrigen Tag wagte zu hoffen. Oder vielleicht lag es bereits zwei Tage zur√ľck‚Ķ Sein Zeitgef√ľhl mitten im Feuer lie√ü zu w√ľnschen √ľbrig.
Seine Retter und damit Kr√Ęwa aus dem Sinn sah er Numa entgegen. Erleichterung diesen Wolf lebend anzutreffen √ľberkam ihn wie ein kr√§ftiger Regenguss. Dieser sp√ľlte einen kleinen Teil von Sorgen weg und hinterlie√ü ein schwaches Gef√ľhl von Sicherheit. Wieder einen Schritt nach dem anderen mit Bedacht setzend ging er auf Numa zu, der ihm ebenfalls entgegen kam. Wer h√§tte gedacht, dass er einen ihm wichtig gewordenen, rudelfremden Wolf hier wieder antraf? Trotzdem stand Chesmol der Verlust ins Gesicht geschrieben und er wirkte verloren. Zum ersten Mal bei einem R√ľden halt suchend, dr√ľckte er seinen Kopf wortlos in das √ľbrig gebliebene Halsfell des anderen.
Numa‚Ķ du lebst... M√ľhsam brachte er diese Worte hervor. Die Verletzung des anderen oder √ľberhaupt seinen Geruch nahm er nicht wahr. Zu sehr roch alles noch nach Rauch und stach in seiner Nase. Du hattest recht, fiel es ihm noch schwerer zu sagen. Diese drei Worte glichen einem rauen Windhauch, schwach wie sie klangen. Das Feuer schien einen Schutzwall von Chesmol mit sich genommen zu haben. In diesem Moment wirkte er so verwundbar wie zuletzt als kleiner Welpe, der noch an das Gute glaubte und schmerzhaft zu k√§mpfen lernen und dem Guten absagen zu m√ľssen. Jeglicher W√§rme musste er absagen, um sein Leben zu behalten und letztlich den F√§ngen der Menschen zu entkommen. Schon bei ihrer ersten Begegnung durfte Numa einen Blick hinter diesen Schutzwall werfen, aber dieser reichte bis zu einer Grenze, die jetzt entfiel. Das Geschah bisher nur bei Yoki und bei Juniper begann dieser Prozess ebenfalls. Aber sonst durfte kein Wolf zuvor soweit in seine Seele schauen, einzig die alte Shiva vermochte dies ohne Erlaubnis zu tun.

[Probleme mit der Wahrnehmung der Umgebung, aber findet sich zurecht | bemerkt Numa und erinnert sich an ihre erste Begegnung | zeigt sich Numa ganz offen]



13.01.2020 00:01

Numa

Schönheit des Morasts

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Sweet Nightmare

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Ciel

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Morti



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bei Chesmol




Numa wollte seinen Schmerzen keine Aufmerksamkeit zukommen lassen aber es fiel ihm bei jedem Schritt etwas schwerer. So angenehm die Feuchtigkeit des Bodens war, so uneben und schwammig kam ihm der Untergrund gerade vor. Oder lag es nicht am Boden sondern daran, dass er selbst schwankte? Tatsächlich ging er äußert langsam und nicht in einer geraden Linie. Seine Schulter flammte und auch seine Pfoten stachen, aber wie wenig bedeutete ihm das neben dem Zustand der anderen?
Numa wollte, dass es allen gut ging, wollte helfen wo er nur konnte, wer ihm gegen√ľber stand war ihm egal. Wer seine Hilfe brauchte w√ľrde jene bekommen. Wer ihm respektvoll begegnete hatte Respekt von ihm verdient.

Der Weg zu dem Rotpelz erschien Numa l√§nger als er war und irgendwann auf dem Weg war er sich nicht sicher ob es wirklich Chesmol war dem er sich n√§herte. Aber auch das spielte keine wirkliche Rolle. Erst als er dem anderen so nahe war, dass er ihn unzweifelhaft erkannte merkte Numa, dass es sehr wohl von Bedeutung war. Eine unglaubliche Welle der Dankbarkeit √ľberschwemmte ihn mit einem Mal. Damals als er dem Roten begegnet war hatte er seinen Spa√ü haben wollen, gar spitzb√ľbisch war er bis an die Grenze getreten um zu erfahren wie gef√§hrlich die Verruchten wirklich waren. Damals hatte er Chesmol m√∂gen gelernt, nicht nur weil das rote Fell ihn an seine Heimat erinnert hatte, sondern auch weil ihn dessen Art gefesselt hatte. Chesmol hatte schon viel zu viel in seinem Leben durchmachen m√ľssen, das hatte Numa von Anfang an gesp√ľrt und das Bed√ľrfnis gehabt ihm das Leben zu erleichern, ihm zu helfen. Er hatte es geradezu bedauert als klar war, dass er dem anderen nie wieder begegnen w√ľrde und nicht damit gerechnet ihm je wieder gegen√ľber zu stehen. Und all dieser Dinge zu trotz hatten sie sich wieder getroffen. Beide hatten sie die Flammen √ľberlebt.

"Ich bin so dankbar...", presste Numa hervor. Seine Stimme war rauchig und beinahe tonlos. Er sp√ľrte mit einem Mal Chesmols Kopf und dessen Gewicht an seinem Hals. Die Luft blieb ihm f√ľr einen Moment weg, doch nicht weil ihn der Schmerz seiner Schulter durchfuhr, den verga√ü er vollkommen. Nein das nicht, aber er hatte nicht mit soviel N√§he gerechnet. Fest grub er die Krallen in den weichen Untergrund um dem anderen eine St√ľtzte zu sein. Dann erwiderte er den Druck mit dem Chesmol sich an ihn schmiegte. Er wollte ihm Halt geben.
Wen musste der andere verloren haben um so verzweifelt zu sein? Numa glaubte keinen Moment daran, dass Chesmol nur wegen k√∂rperlicher Schw√§che so handelte. Er hatte gesehen wie der Rote in den Flammen ohne Wertung jedem half der in seiner N√§he war ohne Gedanken auf sein eigenes Wohl - die Erinnerung an dieses Bild kam greifbar zur√ľck. Und er hatte gesehen wie verloren er am Rand des Sumpfes gestanden und in die Flammen geblickt hatte. Das Gef√ľhl den anderen davon abhalten zu m√ľssen zur√ľck in die Flammen zu laufen hatte ihn erst angetrieben zu ihm zu gehen.

Trotz all dieser Gef√ľhle und Erinnerungsfetzen fiel es Numa schwer zu erahnen was Chesmol mit seinen Worten meinte. Es viel ihm schwer sich √ľberhaupt auf etwas zu konzentrieren als darauf den anderen zu st√ľzten. Warum musste gerade dieser ihm so schnell wichtig gewordene Wolf solche Schmerzen durchstehen? Warum hatten sie alle √ľberhaupt mit dieser H√∂lle konfrontiert werden m√ľssen? Es war nicht fair.

"Lass mich dir beistehen." Mehr brachte Numa nicht hervor. Er wollte helfen, da sein, trauern, aber was brachte es sein Mitleid auszusprechen? Egal welche Geschichten er √ľber die Verruchten geh√∂rt hatte, wenn er Chesmol als Beispiel nahm, dann blieben sie W√∂lfe. Sie alle waren W√∂lfe und mussten so wie sie es in den Flammen getan hatten zusammen halten, denn sie trauerten letzten Endes auch zusammen.


13.01.2020 01:11

Kr√Ęwa

searching for a legacy

Zugehörigkeit
auf der Suche

Alter
1 Jahr

Größe
84cm

Spieler
Shaty



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bei Ciel



K√ľhler Wind umwehte das lange, zerzauste Fell des wenige Wochen alten R√ľden als er tapsig versuchte mit dem langbeinigen, pechschwarzen Wolf vor sich Schritt zu halten. Das war gar nicht so einfach.. √Ąste und Steine lagen kreuz und quer auf dem Weg, die der Vorangehende einfach so √ľberschreiten konnte, doch f√ľr Welpen-Ma√üst√§be waren es richtige Hindernisse. Unbeholfen √ľbersprang der kleine Pl√ľschball eine dieser Barrieren und war f√ľr die Landung voll auf den Boden unter seinen F√ľ√üen konzentriert, sodass er nicht bemerkte, dass der Erwachsene vor ihm angehalten hatte. Unsanft stolperte er gegen die sehnigen Hinterl√§ufe seines Vaters, der ihm einen am√ľsiert tadelnden Blick √ľber die Schulter zuwarf. ‚ÄěAugen nach vorn, kleine Kr√§he‚Äú, ermahnte Malak ihn mit seiner tiefen, Ehrfurcht gebietenden Stimme. Auch wenn die Strenge seiner Worte von einem kaum merklichen L√§cheln abgemildert wurde, senkte Kr√Ęwa besch√§mt seinen Kopf.. er war immer zutiefst bem√ľht, seinem Vater zu gefallen. Sein Blick fiel dabei auf die vernarbten Pfoten des Kr√§henk√∂nigs, die seine wie immer unstillbare Neugier entfachten. ‚ÄěDu Papa?‚Äú, setzte der junge R√ľde an, was dem Grau√§ugigen ein schnaubendes Schmunzeln entlockte.. sein Sohn war selbst f√ľr einen Welpen unglaublich Wissbegierig. Abwartend sah er den kleinen R√ľden an und lie√ü sich dabei auf seine Hinterhand nieder.. er hatte so im Gef√ľhl, dass das eine Weile dauern k√∂nnte. ‚ÄěDeine Pfoten.. tut das weh? Wie ist das passiert?‚Äú √úberrascht hob Malak eine Braue.. auf was f√ľr Fragen das K√ľken nur immer kam. Nachdenklich legte er den Kopf schief.. eine Eigenheit, die er unwissentlich an seinen Sohn weitergab. ‚ÄěNein, der Schmerz liegt weit in der Vergangenheit, ebenso wie das Ereignis, das ihn verursacht hatte‚Äú Der Blick des Kr√§hen√§ltesten schweifte in die Ferne.. an einen anderen Ort, zu einer anderen Zeit. Es f√ľhlte sich an, wie ein anderes Leben. ‚ÄěEs war nicht das erste Mal, dass ich dem dem Gevatter Tod ein Schnippchen Schlug..‚Äú Seine Stimme hatte sich ver√§ndert und einen unheilvollen, mysteri√∂sen Klang angenommen. Die welpenblauen Augen des jungen R√ľden hafteten gespannt an seinem gro√üen Vorbild. Kr√Ęwa war sich sicher, dass eine aufregende Geschichte auf ihn wartete. Und Malak begann zu erz√§hlen.. vom Tag an dem er durchs Feuer ging.

Ruckartig √∂ffneten sich die tiefblauen Augen der Silberkr√§he, die sich seit seiner Welpenzeit kaum ver√§ndert hatten und er richtete sich mit einem √Ąchzen auf. Desorientiert blinzelte er und versuchte sich zu erinnern wo er war.. und warum er hier war. Der Untergrund war morastig und es stank √ľberall nach Asche und Verzweiflung. Achja.. das Feuer. Kein Wunder, dass er von jenem Tag getr√§umt hatte, als sein Vater ihm von dem gro√üen Brand der Vergangenheit erz√§hlt hatte. Ein kalter Schauer lief dem gro√üen R√ľden √ľber den R√ľcken, obwohl sein K√∂rper immer noch zu gl√ľhen schien. Nachdenklich betrachtete Kr√Ęwa das angesengte Fell seiner Vorderl√§ufe.. seine Ballen wiesen Brandnarben und Kratzer auf, aber es war bei weitem nicht so schlimm wie die Narben des Kr√§henk√∂nigs. Wie lange musste Malak stur durch die Flammen gegangen sein, nur um sich selbst und seinen Gef√ľhlen zu entkommen? Kr√Ęwa schauderte erneut als er an die Erz√§hlung seines Vaters zur√ľck dachte. Freya war damals alles andere als Gl√ľcklich dar√ľber gewesen, dass Malak ihrem Sohn in so jungem Alter schon solche Sachen erz√§hlte, aber Malak hatte ihr auf seine gef√§hrlich charismatische versichert, dass er die gruseligen Stellen weg gelassen hatte. Damals war Kr√Ęwa ganz emp√∂rt gewesen und versuchte alles um seine Eltern zu √ľberzeugen, dass er schon alt genug war, um mit solchen Geschichten umgehen zu k√∂nnen, doch im Nachhinein war sich der silberschwarze R√ľde sicher, dass Malak das nur gesagt hatte, um die Elfe zu beschwichtigen. Seine Erz√§hlung hatte ihn ziemlich detailreich auf die Katastrophe vorbereitet. Er hatte von dem Gestank nach brennendem Fleisch und dem rasselnden Zischen von Lungen, die verzweifelt nach sauberer Luft schnappten erz√§hlt. Von dem lauten Knacken und Tosen, das hungrige Flammen verursachten, sowie von der immer schlechter werdenden Sicht. Der j√ľngste Kr√§hensohn hatte gewusst wie wichtig es war, die Nase so tief wie m√∂glich √ľber dem Boden zu halten.. auch wenn die Hitze des brennenden Bodens schmerzhaft durch seine Nasenl√∂cher str√∂mte, hatte er so zumindest weniger von dem giftigen Qualm eingeatmet. Er konnte sich nur noch Schemenhaft an die ganze Situation erinnern.. √ľberall waren fliehende W√∂lfe gewesen, ob bekannt oder fremd hatte keine Rolle gespielt. Jeder half jedem. Zumindest jedem, dem geholfen werden konnte..

Die zaghafte Ber√ľhrung von der Seite holte ihn in die Gegenwart zur√ľck, heraus aus den d√ľsteren Erinnerungen an die vergangene Katastrophe. Vergangen. Sie hatten es geschafft. Die Stimme die ihn ansprach klang wie zwei raue Felsen die aneinander schabten, begleitet von einem kehligen Husten. Erleichterung durchstr√∂mte ihn.. bei Ciel schien soweit alles in Ordnung zu sein. ‚ÄěJa.. zu beidem.‚Äú, kr√§chzte er, seinem Titel als Kr√§he alle Ehre machend mit einem Anflug seines √ľblichen Humors und warf dem Kleineren ein schiefes L√§cheln zu. Dieses gefror ihm jedoch schlagartig auf den Lefzen, als ein markersch√ľtterndes Heulen die Luft zerriss. Kr√Ęwa kannte diese Stimme.. er hatte das Gef√ľhl, als w√ľrden eiskalte Klauen sein Herz umfassen. Automatisch suchten seine eisblauen Augen die bernsteinfarbenen, die zu dem Klagelaut geh√∂rten und als H√§tte der Sonnenk√∂nig das selbe getan - vielleicht hatte er das sogar? - trafen sich ihre Blicke f√ľr einen Moment. Der Impuls, sofort zu dem Rotpelz zu laufen und ihm in seinem Kummer zur Seite zu stehen war beinahe √ľberm√§chtig.. alleine die Gegenwart des Hellen neben sich hielt ihn davon zur√ľck. Mit fahrigem Blick sah er zwischen Ciel und Chesmol hin und her.. dieses Gef√ľhl der Zerrissenheit war ihm fremd und nicht besonders willkommen. Er zwang sich selbst zur Ordnung und versuchte einmal tief durchzuatmen, wobei er das Kratzen in seinem Hals so gut es ging ignorierte. Er forcierte seine Aufmerksamkeit auf seinen hellen Freund, behielt den Roten aber aus dem Augenwinkel im Blick, damit er sichergehen konnte, dass ihm keine Dummheiten einfiel.. wie zum Beispiel zur√ľck in den verkohlten Wald zu laufen. ‚ÄěIch glaube, ich habe deine Schwester gesehen.. in den Flammen‚Äú Als er merkte, wie unheilvoll das klang, f√ľgte er noch schnell hinzu ‚ÄěAlso.. als wir bereits fast hier waren, ihr geht es bestimmt gut‚Äú Beschwichtigend stupste er kurz mit der Nase gegen den Fang seines Freundes und lie√ü den Blick √ľber die verteilten Wolfs-Gr√ľppchen schweifen, um sie zu finden und damit Best√§tigung f√ľr seine Worte zu haben. Dabei bemerkte er, dass ein Fremder dem Sonnenk√∂nig Gesellschaft leistete und hoffentlich Trost spendete. √úberrascht bemerkte er, dass neben der Erleichterung, dass Ches nicht mehr alleine da stand, noch ein zweites, weitaus weniger selbstloses Gef√ľhl gegenw√§rtig war.. vor allem, als der Sonnenk√∂nig dem Anderen von sich aus so viel N√§he gestattete. Kurz verweilte sein Blick auf der vertraut wirkenden Szene w√§hrend er in sich selbst forschte, warum es ihn √§rgerte, dass nicht er an der Stelle des Unbekannten war. Vermutlich war er einfach zu gerne der Ritter in schimmernder R√ľstung. Wie egoistisch. Kurz lag ein sp√∂ttisches L√§cheln - das ihm selbst galt - auf seinen Lefzen, doch es verschwand so schnell, wie es gekommen war.. er gab im Moment wahrlich Wichtigeres zu tun, als sich kindisch zu verhalten. ‚ÄěWie sieht es bei dir aus, Kleiner? Alles dran? Kannst du aufstehen?‚Äú Der gro√üe R√ľde legte den Kopf schief und betrachtete den √Ąlteren eingehend. ‚ÄěWenn du magst, k√∂nnen wir gemeinsam nach Lilith suchen.. falls ich sie wirklich gesehen habe und mir die Feuergeister keinen Streich gespielt haben‚Äú Ganz so sicher wie vorhin war er sich nun doch nicht mehr.. schlimmstenfalls hatte er dem kleinen R√ľden nun auch noch v√∂llig grundlos Hoffnung gemacht. Bei dem Gedanken zog sich sein Herz schmerzhaft zusammen.. Lilith MUSSTE einfach leben.

{ träumt von seiner Kindheit | erinnert sich leicht verschwommen ans Feuer | wird von Ciel in die Gegenwart geholt und antwortet ihm | beobachtet Ches & Numa | spricht mit Ciel und erzählt ihm, dass er Lith gesehen hat }


13.01.2020 14:25

Ciel

filled with anxiety

Alter
1,5 Jahre

Größe
73cm

Weitere
Numa

Spieler
Morti



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bei Kr√Ęwa




Ciel blinzelte mehrmals. Er hatte nicht mitbekommen wie sich der schwarze Leib an seiner Seite in die H√∂he gestemmt hatte. Kr√Ęwa war gro√ü. Wenn er so neben ihm stand gar riesig. In Ciels hellen Augen leuchtete die Besorgnis auf w√§hrend er den anderen betrachtete. Sein Freund schien desorientiert zu sein. Er zitterte etwas, aber er drohte nicht zu fallen. Geistesabwesend starrte er auf seine verbrannten L√§ufe hinab.

"Tut es sehr weh?" Ciels Stimme war so leise, so atemlos, dass die Frage wohl nicht einmal Kr√Ęwa geh√∂rt haben musste. Wieder folgte ein Husten. Er konnte es einfach nicht unterdr√ľcken. Sein Atem f√ľhlte sich hei√ü an als ob er den Rauch des Feuers ausatmen w√ľrde. Kr√Ęwa aber antwortete und l√§chelte schon wieder. Ciel fiel ein Stein vom Herzen. Sichtbar erleichert nahm er einen tiefen Atemzug und ein L√§cheln bettete sich auf seine Lefzen, aber nur f√ľr den Bruchteil einer Sekunde.
Das klagende Heulen, dass die Luft durchschnitt wie eiskalter Sturmwind, lie√ü ihn zusammenzucken und die Ohren zur Seite legen. Automatisch √ľberflog er die Umgebung bis er am Rand der Flammen einen roten Wolf ausmachen konnte. Ciel tr√§nten die Augen als er sie zusammen kniff um besser sehen zu k√∂nnen, trotzdem wusste er das es Chesmol war. Er klingt so anders als sonst...

Als das Heulen verklang bemerkte Ciel erst, dass er zitterte. Sofort schloss er die Augen und zwang sich zu ruhigen, tiefen Atemz√ľgen. Kr√Ęwa war bei ihm und V√©lya w√ľrde er finden. Er wusste irgendwo in sich drinnen, dass er der Braunen gut ging. Vielleicht hatte er sie auf der Flucht ins Moor gesehen und konnte sich nur nicht daran erinnern.
Mit einem Ruck riss Ciel die Augen auf als er die Worte des Schwarzen vernahm, doch der Schockzustand w√§hrte nur kurz denn Kr√Ęwa erkl√§rte sich sofort und stubste ihn beruhigend an. Meine Schwester ist hier?

"Du meinst Lilith? Dann habe ich bestimmt sie f√ľr meine Mutter gehalten... ich dachte das Feuer h√§tte mir Gespenster gezeigt..." Sprach Ciel mehr zu sich selbst als an Kr√Ęwa gerichtet. Es entging ihm nicht, dass die Aufmerksamkeit seines Freundes bei Chesmol lag. Gleichzeitig war er heilfroh, dass der Schwarze an seiner Seite blieb.

"Oh, ...ja. Mir geht es soweit gut." Ciel zuckte mit dem Ohren. Er bemerkte, dass er noch gar nicht versucht hatte aufzustehen. Seine Pfoten, seine Nase, sein Rachen, seine Augen brannten, aber hinderte ihn etwas daran aufzustehen? Vorsichtig versuchte sich der helle R√ľde aufzurichten und es gelang ihm ohne gr√∂√üere Probleme. Er sch√ľttelte sich ein bisschen des Ru√ües aus dem Pelz, eine Bewegung die er gleich bereute, dann schenkte er dem anderen ein L√§cheln.

"Ja, lass uns nach ihr suchen und auch nach V√©lya." Nichts in Ciel war gerade so gro√ü wie der Drang seine Freunde und seine Familie in Sicherheit zu wissen. "Wenn wir beide etwas gesehen haben, dann muss etwas dran sein", meinte er positiv, nicht zuletzt um es sich selbst einzureden. Aber wollte er das √ľberhaupt? Mehr noch w√ľnschte er sich Lilith w√§re weit weg auf der Reise mit den Sweet Nightmare und wusste gar nichts von dem Brand. Ciel schluckte den Gedanken hinunter.

"Aber erstmal sollten wir beide etwas trinken."


13.01.2020 20:49

Chesmol

verlorener Bruder

Zugehörigkeit
verruchter Haufen

Alter
3 Jahre

Größe
85 cm

Weitere
Sunkmanitutanka, (Midnight)

Spieler
Midi



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Numa



Kurz irritierten ihn die Worte von Dankbarkeit, die schwach aus dem Fang Numas kamen. Vermutlich meinte er, dass er mit dem Leben davon kam. Dem Rotpelz kam es nicht in den Sinn, dass diese Worte auf ihn bezogen sein konnten. Wie vieles andere auch reichte sein Verst√§ndnis f√ľr Dankbarkeit nicht sehr weit. Au√üerdem brauchte er gerade etwas ganz anderes. Selten zuvor verlangte es ihm nach derartiger N√§he zu einem Wolf. Gerade wollte er einfach einen vertrauten Artgenossen sp√ľren, den er in Numa fand. Dabei l√∂ste erst Numas Erscheinen und der damit vebrunden Erinnerung diesen Drang aus. Damals behauptete Numa, Chesmol schreie f√∂rmlich nach Ber√ľhrung, wor√ľber dieser lachte. Heute schrie Chesmol nicht nach Ber√ľhrung, sondern nahm sie sich und wenn Numa ihn damals schon ber√ľhren wollte, sollte es jetzt kein Problem sein. Er behielt recht. Der andere erwiderte nach einer anf√§nglich beschleunigten Atmung den Druck und gab Chesmol den ben√∂tigten Halt. Offensichtlich √ľberraschte ihn diese Suche nach N√§he des eigentlich abweisenden R√ľdens, insbesondere bei kampffreier k√∂rperlicher N√§he.
Leise hauchte er ein paar Worte, die unkommentiert blieben. Sie verharrten in dieser Position. Langsam √ľbernahm er den Atemrhythmus des Wolfes, gegen den er lehnte. Das beruhigte ihn, brachte sogar seinen Puls zu einem ruhigeren Schlag. Keiner von beiden war entspannt, aber Numa wirkte gefasster und sicherer in Chesmols Wahrnehmung. Genau das vermittelte ihm die n√∂tige Sicherheit. Noch einmal versicherte er sich zu leben und dem Albtraum aus Flammen entkommen zu sein, wenngleich er dies auf eine f√ľr ihn ungew√∂hnliche Art tat. Wieder schweiften seine Gedanken zu der l√§ngst verstorbenen Shiva. Seltsam, in den vergangenen Jahren dachte er wenig an die alte F√§he. Wie einst versprochen verga√ü er sie nie, aber gerade war sie Pr√§sent in seinem Geist, wie schon lange, lange Zeit nicht mehr. Sie h√§tte erfahren wollen, was ihn in seinen Gedanken umtrieb, weswegen er trotz verbliebener wichtiger W√∂lfe, gerade den Tod herbeisehnte. Eben dies schien Numa mit dem Gesagten zu bezwecken. Er wollte ihm beistehen und helfen, mit der Situation klarzukommen.
Nat√ľrlich wusste er nichts von Chesmols neuerlichen Gedanken an den Tod oder seinen Gedanken an jenen Wegbegleiter von fr√ľher. Der Schmerz, der ihn innerlich f√∂rmlich verbrannte, rief den Tod in seinen Gedanken herbei. Irgendwie w√§re es doch einfach, wenn er jetzt einfach zu Boden sackte und diese Welt verlie√ü. Das entsprach zwar nicht seinem einstigen Anspruch in einem Kampf zu sterben, aber wirkte dennoch sehr verlockend. Zugleich sprach eine leise Stimme in ihm dagegen und r√ľgte ihn f√ľr diese absurden Gedanken, die keinen Sinn machten. Es war nicht fair. Vielleicht sollte er wirklich zu seinen alten Werten zur√ľckkehren, doch wie bereits erkannt, war es daf√ľr l√§ngst zu sp√§t. Kraftlos l√§nger zu stehen und verwirrt sackte Chesmol zu Boden. Seine Nase ber√ľhrte beinahe Numas Pfoten.
Bei unserer ersten Begegnung, du erinnerst dich? Ich sprach von einer Fähe. Jetzt wurde sie von den Flammen verschlungen.
Leise erklangen die Worte aus seinem Fang. Dar√ľber zu sprechen fiel ihm unglaublich schwer, denn es machte alles umso realer. Dazu sickerte ein Hauch von Angst in sein Bewusstsein. Altbekannte Hemmungen zogen automatisch eine d√ľnne Mauer in die H√∂he. Doch ihm blieb es im Grunde gleich, was er sagte und damit preisgab.
Warum sie? Warum nicht ich?, fragte er schwach.

[vertraut sich Numa an]



14.01.2020 00:21

Lilith

Silberschein des Mondes

Zugehörigkeit
Sweet Nightmare

Alter
4 Jahre

Größe
65cm

Spieler
Shaty



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Corvin & Tínwe



Eine Katastrophe folgte einer Katastrophe folgte einer Katastrophe.. war ihnen das Schicksal wirklich so schlecht gesinnt? In diesem Punkt wollte sie ihrer Mutter eigentlich wirklich nicht nacheifern. Als w√§re die Anstrengung der Reise ins Unbekannte in der trockensten Sommerhitze des Jahres nicht kr√§ftezehrend genug gewesen. Als w√§re der Krieg mit den elenden Verruchten nicht traumatisierend genug gewesen. Nein, das Schicksal hatte noch ein vernichtendes Ass f√ľr die geschw√§chten, dezimierten Sweet Nightmares parat gehabt und sie mit einem alles verzehrenden H√∂llenfeuer √ľberrascht.

Die Flucht vor den Flammen war chaotisch und hektisch gewesen.. Lilith konnte sich an manche Momente so genau erinnern, als w√§ren sie f√ľr immer in ihrer Netzhaut eingebrannt, anderes hingegen war verschwommen und verwirrend. Hatte sie tats√§chlich ihre kleine Schwester in dem Inferno getroffen oder war das lediglich ein Trugbild gewesen? Ihr Herzschlag beschleunigte sich, als sie versuchte in ihrem Ged√§chtnis zu kramen.. die Erinnerungen an den Vorabend, als sie endlich in diesem Morast einen sicheren Ort gefunden hatten kamen in l√§hmender Geschwindigkeit zur√ľck. Ja genau.. T√≠nwe war hier. Sie hatte sich zu Corve und ihr auf den k√ľhlen, feuchten Boden gelegt, oder? Lilith versuchte so ruhig und gleichm√§√üig wie m√∂glich zu atmen.. ihr Geruchssinn war von der sengenden Hitze des Feuers und der Asche in der Luft geschw√§cht, aber sie glaubte den Geruch ihrer Geschwister neben sich wahrzunehmen. Sie wagte es noch nicht, die Augen zu √∂ffnen.. zu gro√ü war die Angst, dass alles nur Einbildung war und sie in Wahrheit ganz alleine war. Eine v√∂llig irrationale Angst, denn sie konnte die warmen K√∂rper deutlich neben ihr sp√ľren.

Erst das verzweifelte Heulen, das in ihren Ohren dr√∂hnte, veranlassten sie endlich dazu, doch die Augen aufzurei√üen um sich zu vergewissern, dass kein weiteres Unheil √ľber sie herein gebrochen war. Als das Wehklagen verstummt war, kehrte jedoch wieder die selbe Ruhe wie zuvor in das Moor zur√ľck. Es gab keine neue Katastrophe.. lediglich den tiefen Schmerz der vorhergegangenen. Obwohl das Heulen verklungen war, klang der unendlich traurige Ton in den Ohren der Silberf√§he noch lange nach. Die Stimme l√∂ste eine weitere Erinnerung in ihr aus.. ein roter Wolf, der sie grob zur Seite stie√ü, als ein brennender Ast drohte, die kleine F√§he unter sich zu vergraben. Es war sehr knapp gewesen.. um ein Haar h√§tte es ihren Retter selbst getroffen. Ihren Retter, den Verruchten. Verbittert biss Lilith ihre Z√§hne zusammen.. Hass und Dankbarkeit fochten einen erbitterten Kampf in ihr. Nat√ľrlich hatte auch sie JEDEM geholfen, der Hilfe ben√∂tigt hatte, egal welcher Rudelzugeh√∂rigkeit. Aber sie war - im Gegensatz zu ihm - auch eine der GUTEN.

Eine pl√∂tzliche Leere neben ihr lenkten sie von ihren grimmigen Gedanken ab.. Corvin hatte sich erhoben und bewegte sich von ihrer Seite weg. Lilith unterdr√ľckte ein aufkeimendes Winseln.. sie wollte ihren Bruder keine Sorgen bereiten. Ihre Angst davor, alleine zur√ľck gelassen zu werden war nach wie vor irrational, das wusste sie. Gl√ľcklicherweise ging Corve auch gar nicht allzu weit weg, sondern legte sich lediglich auf die andere Seite ihrer Schwester, die sich noch immer in beruhigender N√§he befand. Ihre beschleunigte Atmung beruhigte sich langsam wieder und sie schaffte sogar ein kleines L√§cheln, als ihr Bruder T√≠nwe nach ihrer Befindlichkeit fragte. Sie war dankbar und erleichtert, dass sich Corvin auch um ihre kleine Schwester k√ľmmerte, trotz allem was in der Vergangenheit war. Mit einem leisen Husten richtete sie sich ein St√ľck auf. Ihre Kehle war furchtbar trocken, aber ansonsten schien sie unverletzt zu sein.. von ihren kaum verheilten Narben abgesehen. Sie betrachtete ihre Geschwister liebevoll ‚ÄěCorvin, T√≠nwe.. Ich bin so froh, dass es euch gut geht.‚Äú Erneut h√ľstelte sie.. dieses elende Kratzen im Hals war wirklich unangenehm ‚ÄěHabt ihr auch so einen Durst?‚Äú Hofnungsvoll sah sie zwischen den beiden hin und her.. sie wusste, es war albern, aber sie w√ľrde es im Moment nicht ertragen auch nur eine Minute von ihnen getrennt zu sein.

{ erinnert sich ans Feuer und daran, dass Ches sie gerettet hat | hat Angst vor dem allein sein | ist froh, ihre Geschwister um sich zu haben | braucht dringend Wasser }



Hopeless Opus
It's not a picture perfect life, not what I had in mind.. let me write my own line

14.01.2020 14:14

Silthrim

e i s b r e c h e r

Zugehörigkeit
Waldläufer

Alter
7 Jahre

Größe
79 cm

Weitere
Vélya | Ahillea

Spieler
Darky



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Maeva (Asarim & Ahillea)



Ein Schemen bewegte sich ihren Augenwinkeln auf sie zu. Alles war ruhig und dann durchdrang diese ruhe das taktvolle Tapsen von Pfoten auf dem Boden. Es war nicht Manitu, den h√§tte sie am Gang bemerkt. Als ihre hellen Augen nach oben glitten, betrachtete sie die Alpha der Verruchten, die sich aus gerechnet zu ihr hinbewegte. Silthrim selber war nicht bei den Verhandlungen vor eingingen Monden, es schien so unendlich weit weg zu sein, aber Skyrim hatte ihr alles erz√§hlt. Instinktiv wurde sie etwas wacher, die angeschlagene Nase zuckte, sie mobilisierte ihre Muskeln. Am liebsten w√§re die Eisk√∂nigin aufgestanden, doch ihre verbliebenen Sch√ľtzlinge waren so eng bei ihr, dass die Mutter ihre T√∂chter nicht aufwecken wollte.
Deshalb blieb sie liegen, hob aber den Kopf und blickte in Maevas Augen.
M√ľdigkeit und Ersch√∂pfung stand neben Trauer in ihrem Gesicht. Da war noch etwas, was Silthrim nicht zu deuten vermachte. Aber diese drei Dinge konnte das Leittier sehr gut nachvollziehen. Die Worte der sehr viel j√ľngeren √úberraschten sie und sie kam nicht umhin der H√∂flichkeit, dies nat√ľrlich erwidern zu wollen.

“Maeva“ sprach sie von Alpha zur Alpha im respektvollem Ton.

Auch die Verruchten hatten einiges ein gebr√ľst, nicht zuletzt durch sie, ihre Welpen. Diese qualvolle Erinnerung hatte die Mutter einiges an schlaf gekostet. Manitu und sie hatten Ahillea und Asarim getragen, w√§hrend Corcas und Nodin Touka und Panya mitnahmen. Bis dahin, wo das Feuer sie trennte. W√§re Manitu nicht gewesen, w√§ren ihre verbliebenen Kinder nicht gewesen. M√ľhevoll dr√§ngte sie den Klos hinab, der langsam ihre Kehle hervor kroch.
Als Sie das Moor erreichten, hatte Silthrim voller Kummer mit bekommen, dass Midnight und die Welpen verloren waren. Ihre beiden wundersch√∂nen M√§dchen. Aber Silthrim musste Stark bleiben. Stark f√ľr Ahillea und Asarim.

‚ÄúDanke.‚Äú gab sie kurz und dr√ľckte ihren Kopf in das Fell von Asarim, die vor ihrer Brust lag.

“Unsere Herzen liegen alle bei denen, die Verluste zu bekennen hat. Damit auch mein Herzliches Beileid an euch, Maeva.“

Gab sie zur√ľck und blickte auf die ersten Erwachsenen. Dann, kaum zwei Herzschl√§ge sp√§ter, drang das Heulen von Chesmol √ľber das Moor hinweg. Wehklagend, betrauernd und automatisch stimmte Silthrim mit ein. Bekundete den Verlust ihrer beiden Spr√∂sslinge und all der vielen Verlorenen Seelen.

Als es ruhig wurde, versuchte sich die Fähe, deren Pfoten schmerzen vor Verbrennungen, ein wenig zu drehen.

“Maeva, kannst du mir sagen, was genau passiert ist… mit Panya und Touka?“ fragte sie, mit belegter Stimme vor Schmerz vom Ruß und Qualm, aber auch von Schmerz des Verlustes.
Es wird noch einiges passieren, bis sich alle hier eingefunden haben. Bis alle zu Kr√§ften gekommen sind. Sie mussten nur jetzt schon handeln, denn das Futter w√ľrde knapper werden, die Energie fehlt jetzt schon bei jedem. Silthrim sah sich gezwungen, sp√§ter die Welpen allein zu lassen, um mit den Alphas zusammen eine Besprechung ab zu halten ‚Äď sollte das irgendwann tats√§chlich vorkommen.

[bliebt liegen | nimmt das bedauern an | gibt ihr Beileid kund | heult mit | fragt was dann passiert war]




15.01.2020 14:03

Ahillea

Elfenglanz

Zugehörigkeit
Waldläufer

Alter
12 Wochen

Weitere
Vélya, Silthrim

Spieler
Darky



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Silthrim & Maeva / Asarim & Ahilleas



Bist du ein Sternenwolf?<< fragte sie die helle W√∂lfin, die auf sie zu kam und freundlich L√§chelte. ‚ÄěEs freut mich, kleine Tr√§umerin, dass du unser Volk kennst!‚Äú l√§chelte sie und legte sich vor der kleinen Welpin hin, die voller Freude mit dem Schwanz wedelte. >>Kannst du dann auf Onkel Farkas und Papa Skyrim aufpassen?<< fragte sie mit gro√üen gl√ľcklichen Welpenaugen. >>Die sind n√§mlich beide weg, um nach Mamas Bruder zu suchen. Und ja, meine beiden Br√ľder auch, k√∂nnt ihr auch auf die Aufpassen?<< ein leises fiebsen klang aus ihrer Stimme. >>Ich verspreche auch sehr Artig zu sein und wenn ihr was braucht, mach ich alles. Ich will nur nicht, dass ihnen was passiert. Wir sind n√§mlich alleine und je eher die alle zur√ľck kommen, desto besser ist das.<< erklang die Kindliche Stimme und eine kleine Verliebtheit legte sich in das Gesicht der W√∂lfin. ‚ÄěIch kann dir nichts versprechen, aber wenn es dunkel ist, und wir unsere Sch√ľtzlinge sehen k√∂nnen, dann passen wir sehr gerne auf.‚Äú Erkl√§rte die Sternenw√∂lfin. Ahillea dankte ihr nickend und schmunzelte dann, ehe sie erschrocken ein kleines Wuffen ausstie√ü.
>>Da waren um uns herum gerade ganz viele Höllenwölfe!<< immerhin hatte die kleine Träumerin beim Gespräch mit Farkas so einiges mit genommen, wie die Umwelt um sie herum mit all ihren Wölfen funktionierte. >>Haben mich die Höllenwölfe mitgenommen? Bist du hier um mich zu den Himmelswölfen zu begleiten?<< nun kroch ganz langsam die Angst in das kleine Welpenherz.
>>Oh nein, ich muss doch noch Mama und den anderen Tsch√ľs sagen, ich kann doch nicht so einfach gehen!<< rief sie aus und rannte wie wild umher. Ein glockenhelles Lachen, so sch√∂n und ruhig, erklang und lie√ü die kleine Ruhiger werden.
‚ÄěKeine Sorge, kleine Ahillea, du weilst noch bei den Erdw√∂lfen.‚Äú ein gl√ľckliches Strahlen verlie√ü die kleinen Lefzen, ehe es um sie herum Schwarz wurde.

Dumpfe töne brachte die kleine Elfe ins erwachen. Zuerst wusste sie nicht ganz, wem diese Töne gehörten, konnte sie aber recht schnell ihrer Mama zuordnen. Mama war also da. Ein Auge öffnete sich, das andere. Dann streckten sich ihre Vorderbeine und ein langes und großes Gähnen drang aus ihrem Fang. Als sich das Maul öffnete, tat alles wie, was sie beinahe zum herunterschlucken des Gähnens veranlasste.

‚ÄúMama?‚Äú fragte sie leise und erkannte ihre Stimme nicht wieder. Kratzig und Rau, sie tat weh. auch ihre Augen tr√§nten und machten es schwer, zu erkennen wer da noch stand. Bei Mama. Wo waren wir √ľberhaupt? Es war nicht ihre Wurfh√∂hle, es war frei und kalt und irgendwie nass und schleimig.
Die kleine robbte an Mamas Bauch nach oben und eine kleine, feuchte Nase stupste die Nase ihrer Schwester an, die eingerollt, vor Mutters Brust vor den Vorderläufen lag und noch immer Schlief.

Was war eigentlich passiert?
Feuer. Rot. Heiß. Tod. Flammen. Höllenwölfe.
Erschrocken zuckte der noch m√§√üig kleine K√∂rper zusammen und blickte dann umher. So viele Leiber lagen hier verstreut. Waren sie alle bereits von den Sternenw√∂lfen geholt worden? Oder den H√∂llenw√∂lfen? Unsicher und √§ngstlich fl√ľsterte sie Asarims Namen.
Ihr Gehirn konnte noch nicht so wirklich verarbeiten, was da passiert war. Was genau nun vor sich ging. Sie wusste nur, sie waren an einen merkw√ľrdigen Ort und dass Feuer daran schuld war.


15.01.2020 14:26

Vélya

Funkenflug

Zugehörigkeit
Verruchte

Alter
3 Jahre

Größe
71cm

Weitere
Ahillea, Silthrim

Spieler
Darky



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Allein | Anspielbar



Gerade noch hatte sie vergn√ľgt beinahe ihren ersten Fisch gefangen, da mussten sie auch schon vor den Flammen fl√ľchten. Es schien alles so schnell zu gehen, dass V√©lya gar keine Zeit mehr blieb, irgendetwas zu sortieren. Wie bet√§ubt reagierte sie auf befehle. Anf√§nglich blieb sie bei ihrem Bruder, dicht an ihn ‚Äď so dicht wie es Chesmol eben zulie√ü. Juniper und Midnight gaben ihr Schutz und halt. Ciel schien die ganze Sache nicht so gut zu verkraften, also hatte sie sich zu ihm gesellt, w√§hrend dichter Rauch und elendige Hitze ihnen die Pfoten und das Fell versenkten, die Tr√§nen in die Augen trieb und alle das Husten anfingen.
Irgendwann kamen weitere Wölfe hinzu. Wölfe die eins ihre Gegner waren. Doch soweit konnte die Braune nicht denken, schließlich bekam sie mit, wie Corcas und Midnight das Leben von Nodin und Maeva retteten, wurde aber weiter gedrängt und wusste nicht, ob die beiden nun wieder bei ihnen waren. Auch hatte Vélya keine Ahnung, wohin sie alle liefen. Inmitten des Infernos hatte sie die Orientierung verloren und wären nicht alle um sie herum, wäre die Braune im Feuer verschwunden, verschwunden wie das weiße Fell ihre Ciels, den sie aus den Augen verloren hatte.
Vor ihnen tauchten Juniper und Chesmol auf, dann krachte und knarzte es, ehe der Baum vor ihr zu Boden ging und den schlanken Fähenkörper unter sich begrub.
Vélya hatte keine Möglichkeit, einen Klagelaut davon zu tragen, denn der Funkenflug des Baumes setzte sich in ihren Augen nieder. Beinahe Blind prallte sie gegen wen und konnte sich so von diesem in dass Moor weiter ziehen lassen.
Ihre Augen taten unheimlich weh, auch das Fell und die Haut darunter am Kopf f√ľhlten sich an, als w√ľrde es in Flammen stehen.

Erst als ihre Pfoten etwas K√ľhles unter sich hatten und der Qualm sich etwas lichtete, sp√ľrte sie den Schmerz gleichsam dort unten und in ihr. So musste sich Ciel die ganze Zeit f√ľhlen, mit diesen Lungen.
War wohl ihr letzter Gedanke, ehe sie beinahe in sich zusammen brach.

Ein Heulen, so wehklagend, dass es sie aus ihrem Schlaf riss, drang an ihre Ohren. Nur langsam erwachte der geschundene Körper, nur langsam kam der gleißende Schmerz durch all ihre Glieder, in den Kopf in ihre Lungen.
Augenblicklich kr√ľmmte sie sich und hustete. Hustete so lange, bis sie glaubte neben dem ekligen Zeug auch noch die Organe aushusten zu m√ľssen. Als sich die Lungen etwas beruhigten, versuchte sie den Schmerz aus den Augen zu bekommen. Es war dunkel. Schemen waren zu erkennen. Es wirkte verschwommen, wie unter Wasser. Irritiert versuchte sie zu zwinkern. Zu blinzeln, aber es wurde nicht besser. Jeder Liedschlag verursachte Schmerzen.
Dann erkannte sie plötzlich die Stimme des heulenden, ehe eine zweite dazu setze. Chesmol!
Er hatte es also geschafft. Doch die Stimmen waren so ergreifend, voller Trauer, voller schmerz von Verlust dass V√©lya ebenfalls nicht umhin kam, ihre Schnauze gegen den Himmel (sie vermutete dass es der Himmel war) und setzte die zarte, kleine Stimme ein, um ihren Verlust und die Trauer aller kund zu tun. Wenn Chesmol so voller schmerz war, dann‚Ķ die Erkenntnis was genau passierte, drang nur Schippchen Weise in ihren Kopf. Tr√§nen rannen ‚Äď sie glaubte es jedenfalls ‚Äď durch das gesengte Fell. Meine liebe Freundin Juniper! von Midnight und Corcas wusste V√©lya bis dato noch nichts. Juniper aber hatte es offensichtlich nicht geschafft.
Fremd jedoch war ihr die andere Stimme. Auch die Ger√ľche die nur ganz minimal unter dem schweren Rauchgestank hingen, schienen ihr Fremd. Es war kein Geruch in ihrer N√§he, den sie kannte, daf√ľr aber schien etwas k√ľhles, nassen an ihrer Pfote zu sein. Vorsichtig schob sie, nach dem Heulen, die Nase vor und √ľberpr√ľfte das. Es war modriges, abgestandenes Wasser welches mehr Moor enthielt und Schlamm als das Fl√ľssige Nass, aber im Moment war es V√©lya reichlich egal. Sie schob ihre Zunge raus und trank gierig, auch wenn sie Bauchschmerzen riskieren sollte. Gleich w√ľrde sie aufstehen und zu Chesi gehen und Ciel suchen, und Midnight und Nodin und Maeva. Wo waren alle? Wer waren die anderen? Ihre Augen lie√üen sie im Stich und wurden einfach nicht besser.

[entkam den Flammen |sah wie Juniper begraben wurde vom Flammenbaum | bekam selber was in die Augen | hat das Gesicht versenkt | wacht zwischen fremden auf | ist allein | reagiert auf Chesmols Heulen und freut sich, dass er √ľberlebt hat | macht sich sorgen um Ciel]



15.01.2020 14:58

Maeva

FROM A SPARK TO A FLAME

Zugehörigkeit
Verruchte.

Alter
2 Jahre.

Größe
75 Zentimeter.

Weitere
Isak.

Spieler
Minze.



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Silthrim & Ahillea & Asarim



Maeva war nicht so naiv, die liegende Haltung der W√∂lfin ihr gegen√ľber als Schw√§che zu deuten. Ohnehin hatte sie sich vorgenommen, der Silbernen mit Vorsicht zu begegnen. Sie wirkte so barmherzig, so widerlich liebevoll wie sie da lag mit ihren verbliebenen Welpen, dass sich die Dunkle fast schon dazu zwingen musste, nicht direkt wieder abzudrehen und sich eine andere, weniger sinnvolle Besch√§ftigung zu suchen. Fl√ľchtig nur glitt der helle Blick der Dunklen zu den hilflosen Leibern, die sich dicht an den Pelz ihrer Mutter dr√§ngten, hoffend, glaubend, dass sie zu unendlichem Schutz f√§hig war. So lange jedenfalls, bis ihnen die Realit√§t eiskalt deutlich machen w√ľrde, dass diese famili√§ren Bande nur ein Trug waren, dem sie lange Zeit blind hinterhergelaufen waren. Ihr Vater hatte sie schon im Stich gelassen. Und am Ende w√ľrde es nur noch der Leib der Gleichaltrigen sein, an den es sich zu dr√ľcken galt ‚Äď vorausgesetzt jedenfalls, die andere machte es lange genug. Maeva sp√ľrte, wie der Anblick der vereinigten, kleinen Familie die Galle in ihrem Inneren in Wallungen brachte, doch sie hob lediglich den Kopf und lie√ü sich nichts anmerken, zwang sich, lediglich der Silberk√∂nigin auf die Stirn zu sehen, statt ihre Abk√∂mmlinge dabei zu beobachten, wie sie sich langsam zur√ľck ins Leben k√§mpften. Ohne sie w√§re Corcas vielleicht noch hier. Und auch Midnight w√§ren sie vermutlich nicht losgeworden. Aber Maeva war kein Wolf, der lange in der Vergangenheit lebte. Sie blickte nach vorne und bot all dem Ungl√ľck die Stirn, das sie zu Boden zu k√§mpfen versuchte.

In respektvoller Geste senkte sie den Kopf, um den Dank und das Mitleid Silthrims entgegenzunehmen. Nicht, dass sie viel darauf gegeben h√§tte, aber mit ihrer pragmatischen Art konnten nur die wenigsten umgehen. Also bem√ľhte sie sich ‚Äď zumindest jetzt ‚Äď um ein gutes Schauspiel und k√§mpfte den Klo√ü hinab, den der Gedanke an den erschlagenen Feuerwolf in ihr hervorrief. Doch gerade, als sie zu ihrem eigentlichen Vorhaben ansetzen wollte, zuckten ihre Ohren, als die Stimme Chesmols √ľber ihren Kopf hinwegglitt. Silthrim stimmte mit ein und die Dunkle lauschte schweigend. Erst, als das Klagelied ein Ende gefunden hatte und die Stimme der Silberk√∂nigin ihren Namen nannte, weiteten sich Maevas Augen als Zeichen der Aufmerksamkeit, ein tonloses Seufzen folgte. Die Namen, die sie nannte, mussten wohl zu den beiden verschollenen Welpen geh√∂ren, die Midnight mitgenommen hatte. Musste sie sich schlecht f√ľhlen, weil sie sie nicht gewusst hatte?

‚ÄěSie wurden gemeinsam mit zwei von unseren W√∂lfen durch einen umst√ľrzenden Baum von meinem Bruder und mir getrennt, aber nicht getroffen, falls es das besser macht.‚Äú, versuchte sie, ihre fehlende Empathie zu √ľberspielen.

Vermutlich sind sie allerdings trotzdem draufgegangen., sprach sie den Gedanken nicht aus, der ihr ebenfalls auf der Zunge lag. Ebenso wie Corcas und Midnight, wie Juniper, denn h√§tten sie es geschafft, w√§ren sie l√§ngt hier aufgetaucht. Die Verruchten kannten das Gebiet. Sie hatten das Ziel gekannt. Ihr Fernbleiben konnte nur bedeuten, dass sie es nicht mehr bis hierher geschafft hatten. Maeva sch√§tzte Silthrim als schlau genug ein, diesen Gedanken selbst zu fassen. Und sie wollte es sich in Anbetracht der beengten Situation auch nicht gleich mit ihr verscherzen. Immerhin war sie wom√∂glich der Schl√ľssel, um den k√ľmmerlichen Haufen der Sweet Nightmare im Zaum zu halten.

‚ÄěMidnight hat sich ihrer angenommen. Sie waren nicht allein.‚Äú

Die Schwarze atmete schwer und wandte sich um, kaum dass sie merkte, dass ihr Blick abermals auf die verbliebenen Geschwister gefallen war.

‚ÄěIhr solltet euch noch ein wenig ausruhen. Wir Verruchten kennen dieses Gebiet gut. Ich werde mit ein paar f√§higen W√∂lfen aufbrechen, um Beute zu machen.‚Äú

Denn Kraft hatten sie alle mehr als nötig. Was das Wasser betraf, mussten sie sich wohl vorerst mit dem torfigen Geschmack des Moorwassers zufriedengeben.


16.01.2020 22:44

Silthrim

e i s b r e c h e r

Zugehörigkeit
Waldläufer

Alter
7 Jahre

Größe
79 cm

Weitere
Vélya | Ahillea

Spieler
Darky



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Maeva | Ahillea & Asarim



All die Zweifel, all die schmerzen waren mit dem Heulen hinaus gesp√ľlt worden. Zur√ľck blieb, was immer blieb, lehre.
Inmitten tiefschwarzer Dunkelheit, fing dann aber wieder ein kleiner funke an zu Leuchten. Ein Hoffnungsschimmer, daneben ein zweiter und dort ein dritter, etwas gr√∂√üerer. Ihre Welpen und Manitu, solange sie diese drei um sich hatte, konnte nichts passieren. Die Familie der Waldl√§ufer war sicher ‚Äď geschrumpft klar, aber sicher.
Leichte wärme ging von diesen Punkten aus, die leicht strahlten und stärker wurden.
Maevas Worte drangen an ihre Ohren, als w√ľrde sie immer noch durch das Inferno wandern.

Dieser dunkle, schwarze Wolf wirkte alles andere als Jung. In ihren Augen meinte Silthrim neben endloser Finsternis aus eine alte Wölfin zu erkennen, sehr alt. Auch wenn Sil nicht wusste, was bei den Verruchten passiert war, um einen solchen Welpen aufwachsen zu sehen, es bestätigte sie nur noch mehr darin, ihre verbliebenen zu hegen und pflegen.

Ein kleiner Satz, den aus der Alphas Mund sprang, konnte ihre Helligkeit in ihrem inneren beenden. So w√ľrde die Eisk√∂nigin gut vorbereitet sein auf die Worte der Dunklen. Allen Anschein aber, w√§hlte sie Ihre Worte mit Bedacht.
Silthrim nickte, erwiderte aber zuerst nichts.
Zwei Verruchtenwölfe waren mit zwei Welpen der Waldis getrennt worden. In der Heimat der Verruchten. Sie kannten das Ziel, kamen aber bis jetzt nicht hier an. Silthrims Magen zog sich zusammen, säure kratze an den Wänden.
Ahillea bewegte sich an ihrem Bauch, fragte nach ihr, aber so recht bekam sie das alles nicht mit.

Erst als Maevas weitere Worte an ihren beinahe tauben Ohren drang, stieß sie die Luft aus, deren Lungen schon am Schreien waren. Midnight! ja, da war etwas, schwarzes Fell, mit einer Mondsichel auf der Brust.
Erleichterung drang bahnen durch die Finsternis und Silthrim nickte Taub, versuchte all die Gef√ľhle in ihr zu halten und zu z√ľgeln.
Wenn Midnight, ein ehemaliges Waldl√§ufermitglied bei ihren Welpen war, w√ľrden sie es schaffen. Vielleicht dauerte es etwas, aber sie w√ľrden es schaffen.

Weitere Worte, die sie beinahe das Fell zu Berge stehen ließ. Nicht weil es böse gemeint war, sondern weil sie diese Worte selber vor nicht allzu langer Zeit an die Sweet Nightmares gesprochen hatte. Oder jedenfalls Skyrim war es. Sie war in Umständen und hatte nur recht wenig mit den SN generell zu tun gehabt. Dennoch fuchste es sie gerade etwas, dass Sie es nicht war, die dort stand und den andere helfen konnte, sondern ihr geholfen wurde. Eigentlich wollte sie aufspringen und einige Wiederworte lostreten, doch Ahillea die gerade zu Asarim robbte, löschte das neu entflammte Feuer in ihr.
Worte, die bereits so dicht vor dem Mund waren, purzelten schweigsam zur√ľck in den Rachen ehe sie nur wiederwillig nickte, mit zugepressten Lippen.

‚ÄúWir sollten Gruppen machen, damit jeder die Changs bekommt, sich aus zu ruhen‚Ķ‚Äú sie Lie√ü Maevas Namen weg, denn sonst k√∂nnte das Dunkelfell es falsch verstehen, Silthrim wusste, wie empfindsam F√§hen im Status der Alpha sein konnte ‚Äď immerhin war sie ist auch.
‚ÄúVielen Dank, Alpha der Verruchten.‚Äú gab sie dann aber doch zu und nickte, immerhin war es nicht angebracht, gleich schon herum zu Zicken, auch wenn diese Situation in der Sil gerade stecke, viel Potential gab um einiges an innerem Feuer los zu lassen, ehe das Eis sich wieder dr√ľber schob. Da spielte einfach unendlich viel Angst mit, angst Skysrim und Yazuak endg√ľltig zu verlieren, ihre Welpen endg√ľltig f√ľr Tod erkl√§ren zu m√ľssen, ihr Revier endg√ľltig verloren zu haben und vor allem, ihr Rudel entzweit zu wissen. Da waren schon so viele Verluste, mehr konnte sie aktuell nicht verkraften.

Als Maeva sich abwand zum Gehen, drehte sie den Kopf zu Ahillea und Asarim und versuchte den Ru√ü aus deren Fell zu lecken, sie bei sich zu wissen, war gerade das einzige, was das Feuer in ihr milderte und Platz f√ľr das wei√üe Licht der Hoffnung gab.




17.01.2020 12:48

Numa

Schönheit des Morasts

Zugehörigkeit
Sweet Nightmare

Alter
5 Jahre

Größe
75 cm

Weitere
Ciel

Spieler
Morti



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bei Chesmol




Nur einen kurzem Moment dachte Numa dar√ľber nach wie er Chesmol w√ľrde besser helfen k√∂nnen und dar√ľber was der andere wohl mit seinen Worten meinte, dann trifteten seine Gedanken wieder ab. Dem Roten mochte er eine St√ľtze bieten k√∂nnen, doch war er immer noch geschw√§cht, unf√§hig einen Gedanken f√ľr l√§nger als ein paar Herzschl√§ge festhalten zu k√∂nnen.
Seine Wunde brannte und pulsierte, aber Numa nahm es kaum war. Er schloss die Augen und lauschte. Das Gurgeln des Wassers im Morast war so deutlich zu h√∂ren wie das Knacken der letzten zu Kohle gewordenen Zweige im ausgebrannten Wald. So deutlich wie der Herzschlag Chesmols, den er im selben Ma√üe h√∂ren und sp√ľren konnte. Kraft sch√∂pfend sog der Moorwolf die ru√üschwere Luft ein und hustete den Schleim aus der kratzigen Kehle. Der K√∂rperkontakt kam ihnen beiden zugute.

Allm√§hlich schien sich sein Inneres wieder mit frischer Luft zu f√ľllen. Wohltuender, vertrauter Moorluft. Und nach und nach glichen sich ihrer beider Herzschl√§ge aneinander an. Eben diese Ruhe war es die Numa gerade brauchte. Er √∂ffnete die Augen und sah √ľber den K√∂rper des Freundes hinweg zu dem am Rand des Sumpfes aufsteigenden Wasserdampf. Das Wort "Freund" schien mit einem Mal sehr pr√§sent in seinen Gedanken. Er senkte den Blick auf den roten Pelz, dessen Geruch undeutlich unter dem nach Ru√ü in seiner Nase hing. Ja, sie waren Freunde, auch wenn das hier ihre zweite Begegnung war und sie unterschiedlichen Rudeln angeh√∂rten.

Numas Blick wurde klarer und seine Augen weiteten sich etwas, als Chesmol zusammensackte. Unruhe war es die in seinen Adern floss erkannte der Moorwolf, aber es war unbegr√ľndet. Der Freund war noch bei Bewusstsein nur m√ľde vom langen Stehen.
Aufmerksam lauschte Numa den Worten des anderen ohne den Blick von ihm zu nehmen. Es w√§re ihm auch nicht m√∂glich gewesen den Blick abzuwenden bei dem was er h√∂rte. Die Worte waren leise und kamen nur schwer von den Lefzen des Roten, in Numas Kopf klangen sie allerdings laut nach. Das Mitgef√ľhl das durch seine Adern floss verursachte beinahe physische Schmerzen. Mit einem Mal h√∂rte Numa den Klagegesang des anderen als w√ľrde er von neuem stattfinden. Hatte ihm sein K√∂rper ob seiner Schw√§che zuvor nicht sagen k√∂nnen was es gewesen war, dass ihn geweckt hatte, so kam diese Erinnerung nun mit einem heftigen Schlag zur√ľck.

"Ich bezweifle, dass ich fähig bin, dir das zu beantworten..."

Numa merkte, dass ihm die L√§ufe zitterten. Die Last seiner Schmerzen war zur√ľck und veranlasste ihn dazu sich hinzulegen. Am liebsten h√§tte er den Kopf auf den Leib des anderen gelegt, aber er gestattete es sich nicht das zu tun. Mit einem Mal f√ľhlte sich Numa schwach und unf√§hig. Unf√§hig dem anderen zu helfen und daf√ľr hasste er sich. Schon Chesmol nur in die Augen zu sehen fiel ihm unsagbar schwer.

"Vielleicht weil ihr Wunsch dich in Sicherheit zu wissen stärker war als der deine..." Rutschte ihm dann heraus was ihm an Worten auf der Zunge lag. Numa kniff die Augen zusammen und wand den Blick ab. Es tut mir leid.


17.01.2020 17:16
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