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Das Wetter schien die Situationen widerzuspiegeln. Aufgeheizt. Gefšhrlich. Doch wie sollte es auch besser werden? Hatten sie doch alle ihre Schlachten zu schlagen. Der zurŁckliegende KampfÖ eine unklare Rangfolge, neues Rudel - wo zur HŲlle sollte man da nur als Erstes hinschauen?

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Anderthalb Jahre sind seit dem letzten Plot vergangen. Es ist Mitte Juli und langsam erkšmpft sich die Sonne ihren Weg an den Horizont. Bei dŁsterem, wolkenverhangenem Himmel herrschen drŁckende Temperaturen, welche den WŲlfen nach dem gestrigen Kampf zusštzlich zusetzen.

seit: 17. Januar 2007
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Nightmare

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I. Melodie von Sorge und Frohsinn



Bisher lebten sie friedlich nebeneinander her, oder besser gesagt unweit voneinander entfernt ohne etwas voneinander zu wissen. Verstreut in mehrere Himmelsrichtungen haben sie sich angesiedelt, an den unterschiedlichsten Orten der Erde, doch beziehen wir uns lediglich auf ein kleines Fleckchen davon. Kanada ‚Äď das Land der W√∂fe.
In der sie auch heute noch frei existieren d√ľrfen und in denen sie es geschafft haben eine konstante Population aufzubauen.


Zeitungsartikel aus der New York Times, am 31. Mai:


Kanada, Yelloknife am großen Sklavensee:
die Anzahl der Mordf√§lle ist in den letzten Monaten um ein dreifaches Gestiegen, Kinder, Frauen und junge M√§nner wagen es kaum noch nachts einen Fu√ü vor die T√ľr zu setzen. Fast jede Nacht werden neue Opfer gefunden.
Wie uns ein Polizeisprecher mitteilte, handle es sich bei dem Täter um eine wahre Bestie:


‚ÄěDie Opfer werden so √ľbel zugerichtet, dass eine Identifikation kaum noch m√∂glich ist! Die Anwohner der Stadt sind dringest dazu aufgefordert, sich in ihren H√§usern aufzuhalten und nachts nur noch in Gruppen von min, 5 Leuten herauszugehen, wenn es n√∂tig ist!‚Äú

Anwohner der Stadt Yellow berichten von alten Mythen und Legenden, viele verlassen die Dörfer bereits:

‚ÄěDas ist kein Mensch mehr! Wir haben sie gesehen! Es sind W√∂lfe! Und sie greifen alles und jeden an, den sie auf ihrem Weg finden! Wir werden mit unserer Familie in die Gro√üstadt ziehen, so wie die anderen auch, wir sind hier nicht mehr sicher!‚Äú

Umfragen in der Region um Yelloknife ergaben immer wieder das gleiche Ergebnis. Anscheinend haben sich die letzten Wölfe, die in Kanada herumstreunen, zu einem Rudel gefunden und jagen das was sie noch finden können.
Die Regierung warnt dringest, nicht aus den Häusern zu gehen.


Das war es also. Der Anfang der großen Jagd auf die Wölfe. Und das wegen einer irren Gruppe Menschen, die sich als Wölfe verkleideten. Warum verstanden wir damals nicht. Und doch habe ich sie gesehen. Diese…Mörder. Mörder die gleich auf zwei Seiten töteten, ihre eigenen Rudelmitglieder und dann noch uns Wölfe.
Wir waren doch schon vorher so wenige..und nun?! Wie soll es jetzt noch gelingen sich auch nur ansatzweise gegen diese Scheusale zu wehren? Alleine schafft das keiner von uns. Doch wie die ganzen verstreuten Seelen zusammenf√ľhren?
Zu einer Familie? Beten wir zu den Himmelslichtern, dass sie jenen den Weg weisen mögen, die nicht weiter wissen…

Wie sollte es nur weiter gehen, mit dem friedlichen Rudelleben? Zwei Rudel schienen von ihrer Existenz grundlegend bedroht zu werden, denn nun inzwischen griffen die Menschen zu h√§rteren Mitteln als zu ihren Waffen. Sie beginnen Feuer zu legen um die ‚ÄěPest‚Äú auszur√§uchern und aus ihren Verstecken zu locken. ‚ÄěElendig verrecken‚Äú sollten sie und das war es auch was auf viele Rudelmitglieder wartete ‚Äď der qualvolle Tot in den Flammen, oder durch die Gewehre der Menschen.
Ein Funken Hoffnung jedoch bestand darin sich aus der Not heraus zu verb√ľnden ‚Äď Verb√ľnden in Frieden um miteinander dem Leid entgegen zu treten und um sich eventuell sogar auf die Suche nach einem neuen Gebiet zu machen. Es lag nun an jedem selbst zu entscheiden wie weit er gehen w√ľrde um sein Leben zu retten und ein neues beginnen zu k√∂nnen!

23.05.2013 21:10

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II. Die Hoffnung stirbt zuletzt



Die Berge waren es, welche den Wölfen in ihrer Not Schutz bieten sollten. Zumindest hieß es so. Doch schnell sollten die Vierbeiner feststellten, dass auch diese nicht alles Leid und jeden Schmerz von ihnen fernhalten konnten. So schafften es die Menschen mit ihren Gewehren ein tiefes Loch ins das Herz der Sweet Nightmare zu reißen; sie brachten Liaryl, die Alphafähe, zur Strecke und verbrannten ihren toten Leib auf dem Rudelplatz, direkt vor den ungläubigen Augen deren Gefährte Kasuka und dessen Freund Mortanius, bis zur Unkenntlichkeit.

Es war ein herber Schlag ins Gesicht, ein vernichtender Schlag seitens der Menschen gegen√ľber der Wolfspopulation. Die Zweibeiner f√ľhrten einen erbarmungslosen Krieg und machten auf ihrem zerst√∂rerischen Weg mit der Macht des Feuers keine Gefangenen. Ihre Absicht den W√∂lfen zu Leibe zu r√ľcken hinderte sie nicht daran, auch den anderen Tieren der W√§lder zu Nahe zu treten und ihre verbrannten Kadaver zu erdulden. Schwund gab es immer. Und so schafften es viele Tiere, sowohl alt als auch jung, gar nicht erst vor den Flammen, den Jagdhunden und den Gewehrkugeln zu fliehen, und erlagen eben jenen. Viele der W√∂lfe waren in blanker Panik geflohen und hatten den Anschluss an ihr Rudel verpasst, blieben zur√ľck und kamen ums Leben. Konnte man da von einem gl√ľcklichen Umstand reden, dass es gerade Menschen waren die all dem versuchten ein Ende zu setzen?

Nein. Denn obgleich andere Menschen gekommen waren um diesen Chaos, das alle in Tod und Verderben st√ľrzte, Einhalt zu gebieten‚Ķ es waren immernoch Menschen. Zweibeiner, die mit riesigen L√∂schfahrzeugen der Feuerwehr versucht hatten den gro√üfl√§chigen Brand in Schach zu halten und alles daran taten, das Feuer zu stoppen. Zweibeiner, Polizisten und Tiersch√ľtzer, die diese J√§ger nun zu den Gejagten machten.
Skeptisch standen die W√∂lfe nun der Menschheit gegen√ľber: auf der einen Seite waren sie es, die begonnen hatten Jagt auf sie zu machen und sie ‚Äěauszur√§uchern‚Äú, doch auf der anderen Seite waren es auch die Zweibeiner, die gegen ihresgleichen vorgegangen waren und versuchten die W√∂lfe und den Rest der Flora und Fauna zu retten.

W√ľrde der neu dazu gesto√üene R√ľde mit seinen Worten schlie√ülich doch Recht behalten? Er hatte es geschafft Schlimmeres zu verhindern; hatte den Alpha der Sweet Nightmare vor dem Lauf eines Gewehres gerettet, um ihm zu verk√ľnden, dass nicht alle Menschen schlecht waren. Nicht alle Menschen seien b√∂se. Doch die Meinungen gingen auseinander ‚Äď jeder hegte seine eigene den Vorf√§llen gegen√ľber. Denn es gab immer zwei Seiten einer Medaille‚Ķ Sie hatten Geliebte und Freunde verloren, wussten nicht wie es um sie stand oder mussten sich der Gewissheit hingeben, sie nie wieder zu sehen. Doch andererseits‚Ķ trafen sie auf andere, vollkommen unbekannte W√∂lfe, die ihnen vielleicht Trost spenden konnten, die zu neuen Freunden werden konnten und der gemeinsame Feind schwei√üte sie enger zusammen‚Ķ

Es hatte Stunden gedauert, bis alle W√∂lfe in der sichern Zufluchtsst√§tte im Schutz des Berges angelangt waren. Noch l√§nger dauerte es, bis die einzelnen Gr√ľppchen wieder zusammenfanden‚Ķ doch letztlich w√ľrde es so kommen. Die W√∂lfe der Sweet Nightmare fanden sich im felsigen Bergmassiv zusammen, w√§hrend die Verruchten sich nahe dem Wasser aufhielten und auch dort irgendwann aufeinandertreffen mussten.

23.05.2013 21:15

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III. Auf neuen Pfaden



Als die Sonne an diesem Morgen aufging warf sie ihre Strahlen auf ein einstiges Schlachtfeld, das nun lebensleer und still dalag. Die Asche hatte sich wie ein grauer Teppich √ľber den Wald gelegt aus dem nur noch schwarze B√§ume hervorragten, wie Telefonmasten. Das Bild mochte dem des Winters √§hneln, hatte aber etwas noch viel trostloseres an sich, als es die kalte Zeit je h√§tte vollbringen k√∂nnen. Der Wald war wie leergefegt, es schien kein Leben mehr dort zu existieren, nicht eine Spur durchriss die Aschendecke und kein Vogel sang in den kahlen √Ąsten.

Es war als hätten die Menschen ihr Werk vollbracht die Wölfe auszulöschen, damit sie nie wieder ihre Nutztiere befielen oder in den Städten auftauchten und Angst und Unsicherheit in Frauen und Kindern hervorriefen. Aber dem war nicht so. Ja, es mochte stimmen sie hatten diesen und jenen in die Tiefe gerissen und enge Verbände zwischen einzelnen Mitgliedern des Rudels zerstört, aber indem sie all die fremden Wölfe ebenso zusammengetrieben hatten, hatten sie auch das Gegenteil bewirkt. Die Rudel hatten sich vergrößert, neu formiert und die einzelnen Tiere hatte an Zusammenhalt und Kraft gewonnen.

Die Sweet Nightmare hatten zum Gro√üteil wieder zueinander gefunden und √ľber Nacht war durch den stetigen Andrang von Neulingen eine gro√üe Gruppe entstanden. Wie gut war es da, dass die Zweibeiner nichts von dieser Wolfsgruppe wussten, die nun noch gr√∂√üer war als zuvor? Unter der Leitung Kasukas hatte dieses neu entstandene Rudel einen sicheren Platz aufgesucht um dort die Nacht durchzustehen und alles weitere zu planen. Und dort waren sie nun die W√∂lfe der Sweet Nightmare umgeben von Sichtspendenden Felsen lagen sie, ausgeruht oder noch gepeinigt von den Strapazen des Feuers und lauschten den Worten des grauen R√ľden, der ihr baldiger Alpha sein w√ľrde, wenn sie denn blieben. Er stand hoch auf einem Felsen der ihm die Sicht auf all die W√∂lfe vor sich gab, w√§hrend die Morgensonne sein Fell zum gl√§nzen brachte und sprach Worte die nicht nur dazu da waren die weiteren Pl√§ne zu erkl√§ren, sondern auch um den verirrten Seelen neuen Halt zu geben.

Die Verruchten aber wussten noch nichts von den Pl√§nen des zweiten Rudels, nicht einmal √ľber dessen Aufenthalt waren sie sich im klaren. Sie wanderten zerstreut durch verbranntes Land oder suchten sich Orte an denen wie eh und je noch das Gr√ľn wuchs. Endlich konnten auch sie zur Ruhe kommen. Denn, da sie anders als die Sweet Nightmare nicht die Flucht in die Berge gesucht hatten, war es den Menschen gelungen sie erneut zusammenzutreiben und den ein und anderen zur Strecke zu bringen, darunter den schwarzen R√ľden Azrael, der Kasuka stets nach dem Leben getrachtet hatte. Doch dieser Schlag konnte den Verruchten nichts anhaben, sie vertrauten auf ihre eigene Kraft und nicht auf die einer Gruppe und so hatte sich nicht viel ver√§ndert. Wie stets wanderten sie allein oder in kleinen Gr√ľppchen umher. Der einzige Unterschied war vielleicht, dass sie nun weiter als sonst in das Revier der Sweet Nightmare vordrangen und sich allm√§hlich dessen bewusst wurden, dass sie die letzten W√∂lfe in diesen W√§ldern waren.

23.05.2013 21:15

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Seit zwei Monaten besetzt das Rudel nun das Tal und allm√§hlich stellt sich eine gewisse Heimeligkeit bei den W√∂lfen ein. Noch sind nicht alle Winkel des Waldes und der Taiga untersucht, doch in der neuen Rudelh√∂hle f√ľhlen sich die meisten bereits pudelwohl. Mit der wiedereingekehrten Ruhe k√∂nnen sich die W√∂lfe endlich wieder um die wichtigen Dinge im Leben k√ľmmern.

Die noch nicht festgelegte Verteilung der R√§nge ist momentan die Schlagzeile bei den SN. Jeder bem√ľht sich darum gut dazustehen und sich bestm√∂glich ins Rudel zu integrieren. Aus eben diesem Grund haben sich die Interessen der einzelnen Rudelmitglieder auch schon etwas herauskristallisieren k√∂nnen, was den Rangtieren erm√∂glicht hat den Nachmittag etwas aufregender zu gestalten, bisher war es n√§mlich sehr ruhig geblieben im Tal. So wurden die zuk√ľnftigen Gammaw√∂lfe losgeschickt um die Grenzen festzulegen und das Revier wenn n√∂tig zu verteidigen. Selbstdisziplin und Eigenverantwortung wurden dabei gro√ügeschrieben. Sie sollten sich selbst an den alten Markierungen orientieren und eigene Entscheidungen treffen, w√§hrend man sie aus dem Hintergrund bei ihrer Arbeit √ľberwachen w√ľrde.
Ebenso erging es den zuk√ľnftigen Delta-W√∂lfen die gemeinsam zur Jagd aufbrechen sollten. Dabei mussten allerdings die gro√üen Karibus und Hirsche geschont werden da sie gerade in der Brunft waren und man der Population keinen solchen Schlag versetzen wollte. Auch die J√§ger sollten selbst einen Weg finden an gen√ľgend Beute zu kommen, selbst ihre Techniken ausprobieren und lernen ob mit Teamarbeit oder als Einzelk√§mpfer das Ziel zu erreichen war.
All das w√ľrde sich auf ihre sp√§teren R√§nge auswirken. Und auch Kiyan und Marcin bekamen eine Aufgabe zugeschrieben, die dem Verhalten entsprach, welches sie innerhalb der letzen Wochen an den Tag gelegt hatten. Sie sollten den Nachmittag damit verbringen die Welpen zu unterrichten. Sei es sie auf Ethik und Regeln hinzuweisen, ihre Kenntnisse √ľber Sagen aufzufrischen, oder ihnen Jagdtechniken zu erlernen, war ihnen selbst √ľberlassen. Allerdings wurden auch sie bei ihrer Arbeit √ľberwacht.

Die √ľbrig gebliebenen W√∂lfe wurden aber auch nicht mit Langeweile bestraft, denn zum einen trafen schonwieder einige Neulinge im Revier ein, zum anderen, war ihre Ankunft im Tal keineswegs unbemerkt geblieben. Ein Rudel, bekannt als die Waldl√§ufer machte sich zur H√∂hle der SN auf um diese willkommen zu hei√üen und zu sehen wer da in ihre Nachbarschaft gezogen war. Ob sich Frieden oder Hass zwischen den Rudel ausbilden w√ľrde war noch ungewiss.
Fest stand jedenfalls, dass auch die Waldläufer nun zur Nachbarschaft gehörten, ebenso die Verruchten, von denen die Sweet Nightmare bisher noch keine Notiz genommen hatten.

Beide Rudel hatte sich innerhalb der vergangenen Monate gut in ihrem Umfeld eingegliedert, eine Rudelh√∂hle gefunden und ihre Grenzen abgesteckt. Nun galt es nur noch zu sehen wer da noch alles so nahe vor der T√ľr lebte. Und da sich das Revier der Waldl√§ufer im Zentrum der beiden anderen befand und sie Diplomaten waren, beschlossen sie an diesem Nachmittag wie gesagt beiderlei Rudel einen Besuch abzustatten um alles wichtige zu besprechen. Einmal von diesen Ratstreffen und den Rang-Herausforderungen abgesehen, war dieser Abend ein ruhiger im Tal. Sich einander kennenlernen, war das einzige was an der Tagesordnung stand, sowohl bei den SN, als auch bei den Waldl√§ufern und den Verruchten. Stress hatte es zuletzt genug gegeben.

23.05.2013 21:16

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VII. Tödliches Schneefallen



Noch ehe der Abend des verregneten Herbstages angebrochen war, hatten die Sweet Nightmare sich an einem Ort versammelt. Die letzten rotlodernden Sonnenstrahlen tr√§nkten den Himmel in ein Farbenspiel welches man nur in dieser Farbintensiven Zeit sehen konnte. Sp√ľrbar breitete sich die K√§lte der anstehenden Nacht aus, w√§hrend die Sweet Nightmare sich an einem Ort versammelten. Den angehenden Deltas war es gelungen gen√ľgend Beute f√ľr das Rudel zu erlegen und nun scharrte sich das Rudel um das gerissene Gut. Die gute Zusammenarbeit und die erfolgreiche Jagd sprach f√ľr die W√∂lfe und somit bewehrten sich die ersten um als ein Teil des Ganzen gesehen zu werden.

W√§hrend der Hatz der einen, hatten die anderen einen Weg gefunden durch welchen sie auf die Waldl√§ufer trafen. Mit dem unbekannten Rudel wurden einige Worte gewechselt, bevor man sich auf eine gemeinsame Allianz einigte um beiden Rudeln mehr Stabilit√§t zu geben. Es waren die W√∂lfe Skyrim und Katthya gewesen die auf den Leitwolf Kasuka und die W√∂lfin Liaryl getroffen waren. Letztere schien nach mehreren Umst√§nden endlich wieder ihren Weg zur√ľck zu den Sweet Nightmare und somit auch zu Kasuka gefunden zu haben.

Allerdings durften nicht nur die Sweet Nightmare Zuwachs begr√ľ√üen sondern auch die Waldl√§ufer. Denn w√§hrend Skyrims und Katthyas Abwesenheit hielt Oblivion am Rudelplatz die Stellung und wurde durch neue Mitglieder √ľberrascht die den Wunsch √§u√üerten aufgenommen zu werden oder bereitwillig in den Armen des Rudels empfangen wurden. Zu jenen geh√∂rt auch der Silberling Ashur, Sohn Lannecs, dessen Vater ihn versto√üen hatte und nun Zuflucht bei dem neutralen Rudel fand.
Verluste hingegen mussten die Verruchten beklagen als sie sich verzweifelt dem Grizzly aus der H√∂hle stellten um ihr Refugium f√ľr sich zu beanspruchen. Nach einer erfolgreichen Vertreibung wurde der Ausma√ü des Schadens erst sichtbar und es ist eine deutliche Schw√§chung f√ľr diese Zweckgemeinschaft die wohl einiges Leben aufs Spiel setzen kann.

Inzwischen sind drei Monate ins Land gezogen, in denen sich nicht nur die Gem√ľter der beheimateten W√∂lfe abgek√ľhlt hatten, sondern auch die Temperaturen drastisch gesunken waren. Der erste Frost hatte zur Folge, dass auch die letzten Bl√§tter ihren Weg gen Boden fanden und letztendlich unter einer dicken, hellen Schneedecke begraben wurden. Das letzte Festmahl welches die Deltaanw√§rter der Sweet Nightmare im Herbst erlegt hatten liegt noch in guter Erinnerung aller. Getr√ľbt wurden die sch√∂nen Tr√§umereien von Schlemmerein durch das karge Magenknurren, denn der Wintereinbruch war unerwartet fr√ľh gewesen. Seitdem hat man kaum noch ein Tier gefunden das ganz bei Sinnen war. Die einen hielten ihren verdienten Winterschlaf, w√§hrend die anderen fort gezogen waren oder unter den Schneedecken gar nicht erst nach dem Futter suchten. Beute in jeglicher Art, ob nun pflanzlich oder laufend auf vier Beinen, war eine Rarit√§t geworden.

Im Revier der Sweet Nightmare verdunkelt sich im Laufe des Tages der klare Himmel und eine graue schwere Wolkendecke verh√§ngt die Sicht. Es scheint als wolle der Himmel von einem erdr√ľckendem Unheil k√ľnden, welches auch den letzten Odem aus der Brust dr√ľckt. Ein lautes Knacken ist zu h√∂ren und dann wieder Stille. Ratlos blickt jeder Einzelne in die fragenden Gesichter der anderen. In der Hoffnung Antworten zu finden, doch diese blieben aus.

23.05.2013 21:19

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IX. Die Farben der Hoffnung



Der Winter war lange und kalt und vor allem mehr als erschreckend, denn durch eine Lawine bei den Sweet Nightmare wurden mehrere Rudelmitglieder versch√ľttet und konnten nur durch eine Rettungsgruppe und vereinten Kr√§ften wieder befreit werden. Lange nagte der Stress und die Anspannung an den W√∂lfen doch schlussendlich konnte auch das nahezu √ľberwundbare √ľberwunden werden. Der Schnee schmolz wieder und Fr√ľhlingsgef√ľhle hielten Einzug in die verschiedenen Rudel. Kaum einer vermutete dass so viel neues Leben den Alltag der W√∂lfe durcheinander bringen w√ľrde, doch tats√§chlich wurden einige F√§hen tragend. Nicht nur das Alphapaar w√ľrde zu ihrem Gl√ľck gelangen, sondern mit ihnen Stormcloud und Bodua, welche stolze Eltern von einem Welpen werden w√ľrden. Es bestand also nicht nur ein Grund um zu feiern!

W√§hrend all dieses Chaos vermutete man auch bei den Verruchten eine Schwangerschaft. Eigentlich kaum vorstellbar bei diesem verr√ľckten und blutr√ľnstigen Haufen. Sollte man zumindest glauben! Raisha erwartete Welpen und von wem war unschwer zu erkennen, da der silberne Mischling namens Lannec ihr nicht mehr von der Seite wich. Nanu, was war denn da passiert? Klar ist nur, dass seit einer Weile die Ger√ľchtek√ľche hoch zu brodeln begonnen hatte. Was sich letztendlich von all dem Gerede bewahrheitet steht jedoch in den Sternen.

Auch bei den Waldlaufern stellt sich eine Umstellung ein denn. Nicht nur das zwei verwaiste Welpen zu ihnen gestoßen sind. Eine Menge neue Rudelmitglieder haben es ihnen in den Wintermonaten gleich getan und sich dem neutralen Familienrudel angeschlossen. Nicht nur das sie ein gleichgeschlechtliches Pärchen beherbergen, der Rudelrat besteht auch noch aus einem Geschwisterpaar und nicht wie gewohnt aus einem Alphapaar. Es bleibt also abzuwarten wie sich das Rudel weiterhin entwickelt und ob sie weiterhin so unparteiisch bleiben, wie bisher.

08.09.2013 12:51

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X. Tränende Herzen und gejagte Seelen



Sweet Nightmare


Der Fr√ľhling hatte die K√§lte g√§nzlich vertrieben. Hatte neues Leben in das Revier der Sweet Nightmare gebracht. Es herrschten angenehme Temperaturen und die Welpen hatten die Zeit damit verbracht, so viel wie m√∂glich drau√üen herum zu tollen. Die Natur hatte zunehmend ihr frisches Gr√ľn zur√ľck bekommen. Es gab immer reichlich zu fressen, es h√§tte nichts geben k√∂nnen was den noch immer anhaltenden Frieden h√§tte tr√ľben k√∂nnen. Mortanius‚Äô Abwandern auf der Suche nach seiner Tochter war ins Land gezogen und das Rudel hatte sich neu geordnet. Es gab ohnehin genug zu tun mit den quirligen Geistern zwischen ihnen, die das Leben toben lie√üen und vielen der Rudelmitglieder Freude bereiteten ‚Äď es allen Recht machen konnte man eh nicht. Der Gro√üteil der W√∂lfe besch√§ftigte sich damit, die sechs M√§uler zu stopfen und die sechs heranwachsenen K√∂rper zu pflegen und vor allem sechs fragenden Wasserf√§llen mit Antworten gerecht zu werden. Und sie wurden ja auch schon aktiver. Die L√§ufe wurden sicherer und damit die Spiele ein bisschen ruppiger und l√§ngst war der gr√∂√üte Beuteerfolg kein Tausendf√ľ√üler und kein Schmetterling mehr, sondern vielleicht schon das ein oder andere M√§uschen, vom Winter geschw√§cht und unaufmerksam. Sie lernten das Leben kennen und bl√ľhten auf, wie der Fr√ľhling die Blumen lockte und die Sonne die V√∂gel.

Aber heute versteckte sich die Sonne hinter einem dichten, grauen Satin, so viel mehr als blo√ü ein Schleier, den der Wind zerrei√üen konnte. Es war ein tr√ľber Tag und es w√ľrde wahrscheinlich gar nicht mehr lange dauern, da w√ľrden die Wolken Gewicht lassen mit dicken, schweren Regentropfen. So wie es bei den Waldl√§ufern und den Verruchten schon der Fall war.
Aber noch war der Boden trocken und die Blumen streckten sich auf der Suche nach dem Sonnenlicht. Und dennoch war die Stimmung angeschlagen. Denn wie schon im vergangenen Winter machte sich eines deutlich bemerkbar: Die Altf√§he Shiva w√ľrde nicht mehr viel Zeit mit ihnen verbringen k√∂nnen. Das Leben hatte schon angefangen ihren K√∂rper zu verlassen. Ihr Fell hatte seinen Glanz verloren und ihr ausgezehrter K√∂rper wurde nur noch selten von ihren zittrigen L√§ufen getragen. Alle hatten es gewusst, sie alle hatten gewusst, dass die wei√üe F√§he sie bald verlassen w√ľrde. Und als die V√∂gel in den Wipfeln der B√§ume nach dem Tag riefen, da legte sich etwas √ľber das Revier von Kasukas Rudel, das sie alle wissen lie√ü, die Stimme der M√§rchen w√ľrde heute verstummen.




Waldläufer


Der Tag hatte so ruhig begonnen wie all die letzten Tage. Gut, der Wind hatte sich gedreht und die Wolken hingen tief, dunkel und schwer am Himmel ‚Äď so gar nicht fr√ľhlingshaft, gar nicht locker und leicht und fr√∂hlich. Vor einer Stunde hatte es angefangen zu regnen und es sah ganz danach aus, als w√ľrde es eher schlechter als besser werden. Manche Seele mochte vielleicht schon das Grollen des Himmels h√∂ren, noch fern und dumpf, irgendwo hinter den ergr√ľnten Baumwipfeln. Bei dem sch√∂nen Wetter in den letzten Tagen fast ein Gru√ü aus einer anderen Welt.

Es war friedlich gewesen bei den Waldl√§ufern. Niemand war in ein tiefes Ungl√ľck gelaufen und die Welpen, die den Weg ins Rudel ganz ohne ihre Eltern gefunden hatten, sie wuchsen heran und waren ein fester Teil der Gemeinschaft. Von vielen wurden sie umsorgt, ganz egal, ob sie ihre feste Bezugsperson gefunden hatten oder nicht. Der Nachwuchs war vielleicht etwas, dass sie ein bisschen mehr zusammen r√ľcken lie√ü, schlie√ülich hatten sie auch den ein oder anderen Wolf verloren. Kiy√°n zum Beispiel, der scheue R√ľde mit den feurigen Augen. Aber viel gr√∂√üer war der Verlust von Skyrims Schwester und Katthyas Gef√§hrtin Oblivion. Vor wenigen Wochen erst zur√ľckgekehrt, hatte sie sich wieder auf den Weg gemacht. In die Ferne, an einen anderen Ort. Und pl√∂tzlich war von dem einstigen Rudelrat nur noch Skyrim √ľbrig und dieses Mal w√ľrde Oblivion nicht zur√ľckkehren und ihren Platz wieder einnehmen. Wie war es mit Neshan? Auch ein ein R√ľckkehrer. Vertraute ihm das Rudel genug, um ihm so viel Verantwortung zu √ľbergeben? Oder w√ľrde es am Ende doch jemand anderes sein? Und war es √ľberhaupt n√∂tig, den Rudelrat zu erweitern? War Skyrim nicht gut allein zurecht gekommen? Und war der ‚ÄěRudelrat‚Äú vielleicht auch einfach nur eine Bezeichnung?

Es gab viele Dinge, √ľber die man nachdenken konnte, vielleicht auch die Zeit hatte, sie abzuw√§gen und sich zusammen zu tun, um neue Grundsteine zu legen. Um zu entscheiden, wie es weiter gehen sollte. An einem ruhigen, grauen Regentag...

Manitu, Leda und Tuwa hatten das Rudel noch vor dem Regen zur√ľckgelassen, um die Grenzen zu inspizieren. Eine Routine. Und es war auch ruhig im Wald, man h√∂rte nur die Tropfen auf die Bl√§tter fallen. Es war nur der Wald, der sprach. Monoton und liebevoll, wenn auch laut und kr√§ftig. Aber zwischen die liebevollen Wassert√∂ne malte sich pl√∂tzlich eine scharfe, biestige Stimme. Ein dumpfen Knacken in der Ferne, ein pl√∂tzliches Rascheln jenseits der Reviergrenze, gar nicht mehr so fern. Und dazu keine Duftnote in der feuchten Luft. Denn der Wind hatte sich gedreht und die Wolken hingen tief, dunkel und schwer. W√ľrde es so ein ruhiger Tag bleiben, wie er begonnen hatte?




Verruchten


Er hatte es doch tats√§chlich geschafft: er hatte es verpasst. Die Geburt seiner wohlm√∂glich letzten Welpen. Stattdessen hatte er sich mit Plagegeistern herumgeschlagen, mit denen, die nicht seiner Meinung waren, und mit denen, die ihn nicht ernst nehmen wollten. Doch obwohl Lannec nicht vor Ort gewesen war, so war Raisha doch nicht allein gewesen. Hatte der, der ihr Herz besa√ü, versucht, die Truppe auf Vordermann zu bringen, waren es doch ihre Liebsten gewesen, die ihr zu Hilfe geeilt waren, als sie schon dachte, sie m√ľsste ihren Kampf allein k√§mpfen. Aber ihre Freundin Shatifa war da, zusammen mit Lucigar, dem alten Herren der Sweet Nightmare. Und auch Calean unterst√ľtzte sie, der einzige neben Lannec, der sie wohl bei den Verruchten hielt. Und so brachte Raisha fernab der meisten Verruchten zwei gesunde Welpen zur Welt.

Die Zeit war voran geschritten, die Kleinen hatten l√§ngst ihre Augen ge√∂ffnet und begannen nun, die Welt zu erkunden und all jene kennen zu lernen, mit denen sie ihr Leben teilen w√ľrden. Leider hatte es schon seit einiger Zeit angefangen zu regnen und es regnete mehr als dass es tr√∂pfelte, aber das √§nderte nichts am Tatendrang der beiden J√ľngsten. Heute war der erste Tag, an dem sie die H√∂hle verlassen durften. Endlich! Was machte da so ein tr√ľbes Wetter, bei dem man keine Sonne gesehen konnte und die Wolken fast auf die Baumwipfel dr√ľckte? Vielleicht war es ja auch jeden Tag so? Vielleicht war das normal, dass man nass wurde und sich die Pfoten im weichen Boden dreckig machte? Raisha w√ľrde zumindest alle Pfoten voll zu tun haben. Und auch die andere auf dem Rudelplatz w√ľrden sich vor so viel Energie wohl nicht verstecken k√∂nnen. Neues Leben konnte einnehmend sein. So einnehmend, dass man die Welt verga√ü, die sich ohnehin nicht von der spannendsten Seite gezeigt hatte, nachdem die Wogen ein wenig gegl√§ttet und das Kriegsbeil zumindest ein bisschen verscharrt ‚Äď oder einfach nur vertagt ‚Äď worden war.

Ein Winseln, ein Hecheln drang durch den Wald, war noch gut auszumachen unter den T√∂nen des Regens. Eindringlinge? Ein anderer aus dem Rudel? Ein pr√ľfender Atemzug half nicht weiter, weder Shane noch Alice. Der Regen machte ihre Nasen taub und der Wind tat sein √ľbriges, den Ger√ľche fortzutreiben, weg von ihnen, weg Richtung Osten, weg zur Grenze. Dann ein Bellen. Ein echtes Bellen. Kein Ton, den ein Wolf von sich geben w√ľrde. Hatten sie sich das eingebildet? Sie √§nderte ihre Position und trafen aufeinander. Beide hatten sie den Rudelplatz verlassen und standen sich nun gegen√ľber. Beide mit der gleichen Frage im Kopf: ein Hund?

27.02.2014 19:37

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XI. Unheilvolles Erwachen



Sweet Nightmare


Der Tod der Altf√§he Shiva Silveya nahm die meisten W√∂lfe der Sweet Nightmare mit, nur die wenigsten unter ihnen, und sie mussten wohl ein Herz aus Stein haben, nahmen keinen Abschied von der alten W√∂lfin. Sie war in den Jahren vieles Gewesen: Tochter, Gef√§hrtin, Mutter, Gro√ümutter oder auch einfach nur eine wahre Freundin. Doch nun war es Zeit, die Wunden heilen zu lassen und voran zu schreiten, hinauf in die Wolken und die Sterne. Und auch f√ľr die W√∂lfe des Rudels war schneller als sie erhofft die Zeit gekommen, Lebewohl zu sagen. Und vermutlich r√ľckten alle Herzen in diesem Augenblick umso mehr zusammen, neue wie alte W√∂lfe, sie waren ein Rudel, eine Familie. Und hier standen sie. Gemeinsam.

Fast zwei Wochen war es nun her und es war ein schwieriger Prozess gewesen in den Alltag zur√ľckzukehren. Und obgleich die Gedanken vielleicht noch nicht g√§nzlich verarbeitet waren, obgleich manche Seele noch nachts in die Sterne sah und den Verlust zu verkraften versuchte, sollten die Sweet Nightmare schon sehr bald eine neue H√ľrde in den Weg gestellt bekommen. Die Stille legte sich wie ein dunkles Tuch √ľber die Gem√ľter, als die Grenzg√§nger pl√∂tzlich die Leiche einer verendeten W√∂lfin an einer der Grenzen fanden. Von einem seltsamen Geruch wurde berichtet, von einer Gefahr, die sie noch nicht zu benennen wussten. Schleichend kam sie, wie ein Dieb in der Nacht, noch konnten sie davon laufen, doch sie f√ľrchteten, bangten, dass es bereits zu sp√§t sein konnte. Nur eines wussten die W√∂lfe sicher, mit der Waldl√§uferin war auch die Gefahr zur√ľck in ihr Revier gelangte.

Und tats√§chlich zeigte das Unheil bereits einen Tag nach dem Auftauchen des Kadavers sein grausames Gesicht. Da sie nicht wussten, womit sie es zu tun hatten, hatten die Leitw√∂lfe Kasuka und Liaryl schon fr√ľhzeitig ihre Welpen isoliert, gemeinsam mit einigen vertrauensw√ľrdigen Seelen, die f√ľr die Sicherheit ihrer J√ľngsten betraut waren. Die Parvovirose zeigte auch bei den Sweet Nightmare erste Symptome ihrer schmerzhaften Macht. Nun wussten sie es. Die W√∂lfin war also an der Krankheit verendet, vermutlich von den Waldl√§ufern geschickt um sie zu warnen. Doch wovor? Und wie ging es dem befreundeten Rudel? Und wie schrecklich war diese Krankheit, wenn sie bereits einem Wolf das Leben genommen hatte? Sie hatten gerade erst eine W√∂lfin aus ihren Reihen verloren, sollten sie dem Tod schon so kurz darauf wieder begegnen?



Waldläufer


Zwei Wochen waren ins Land gezogen, zwei Wochen in denen die Waldl√§ufer den Schrecken √ľber das pl√∂tzliche Auftauchen der Menschen und Hunde verarbeiten konnten. Der Sturm schien jegliche Informationen √ľber die ungebetenen G√§ste mit sich genommen zu haben und schlie√ülich verblassen auch die Gedanken in den K√∂pfen der Betroffenen zu Erinnerungen. Das Rudel selbst hatte sich gefestigt und einen neuen Rudelrat gew√§hlt, der nun aus Skyrim, Manitu und Silthrim bestand. Auch weitere W√∂lfe haben sich dem Rudel angeschlossen.

Daraufhin waren die Tage ruhig verlaufen, kein Wolf hatte mehr seltsame Entdeckungen gemacht. Das Leben Schritt voran und nach dem starken Sturm kl√§rte sich auch das Wetter immer mehr auf und lie√ü die ersten Anzeichen auf den nahenden Sommer erbl√ľhen. Der Wind wurde w√§rmer, die W√§lder bl√ľhten auf und verf√ľhrerische D√ľfte lagen in der Luft. Doch mit der Sonne kam auch die Gefahr, der Tod zur√ľck in ihr Leben.

Katthya wurde als erste Aufmerksam auf den drohenden Verfall. Eine Leiche, unbemerkt von den Nasen und Augen der Rudelmitgliedern, vermutlich einer jener Hunde, der sie noch vor zwei Wochen gejagt hatte. Vernichtet von der Gewalt eines st√ľrzendes Astes, jener gebieterischen Macht des Sturms. Die unwissende W√∂lfin, neugierig und angezogen von dem seltsamen, s√ľ√ülichen Geruch trat heran und wurde der Ursprung, die Gefahr selbst. Sie musste das Rudel warnen! Doch dass sie damit die Krankheit mit Heim brachte, dies wusste bis vor zwei Monden noch niemand.
Die hastigen Worte die sie an Skyrim richtete, zogen auch den Rudelrat mit an den Abgrund, auf welchem sie alle in den n√§chsten Tagen balancieren w√ľrden. Skyrim schickte die F√§he zu den Sweet Nightmare, sie sollte das befreundete Rudel warnen, vor den Menschen, die er zu jenem Zeitpunkt noch als einzige Gefahr w√§hnte. Doch die geschw√§chte Katthya sollte ihr Ziel niemals erreichen.

Heute, kaum zwei Tage nach der seltsamen Entdeckung der Braunen, hatte sich die Lage grundlegend ge√§ndert. Die Krankheit hatte um sich geschlagen wie die √Ąste eines Baumes im Sturm. Nunmehr sechs W√∂lfe hatten sich bereits mit dem Erreger infiziert und litten nun unter den Symptomen der Parvovirose. Der verbliebene Welpe Nemo war hastig aus der Reichweite der Erkrankten gebracht worden, w√§hrend Curran bereits einige N√§chte zuvor verschwunden war, vermutlich war der Welpe Katthya gefolgt. Entgegen der w√§rmenden Sonne ist die Stimmung tr√ľb, die Erkrankten waren von den Gesunden getrennt worden um weitere Ansteckung zu verhindern.



Verruchten


W√§hrend die verfeindeten Rudel sich mit Menschen und Krankheiten herum zu schlagen hatten, ging es den Verruchten eigentlich ziemlich gut. Scheinbar machte das Ungl√ľck einen gro√üen Bogen um den verstreuten Haufen und mehr oder weniger fr√∂hlich in den Tag hinein leben. Lannec hatte wohl den einzigen, wirklichen Aufruhr erzeugt, indem er Calean aus dem Rudel verstie√ü und daraufhin auch von seiner Gef√§hrtin und der Mutter der zwei Welpen Norok und Maeva verlassen wurde, indem sie sich f√ľr Calean entschied. Das Ereignis warf einen dunklen Schatten auf die zerr√ľttete Gemeinschaft der Verruchten, mit langen, knochigen Fingern scheint er nach den Herzen jedes einzelnen Verruchten zu greifen. Getr√§nkt durch eine rot glimmende Wut im Herzen ihres Wortf√ľhrers.

Zu ihrem Gl√ľck wurde das zerstreute Rudel nicht weiter von den Menschen behelligt, ein paar bemerkten lediglich den L√§rm und das Hundegebell an der Grenze zu den Waldl√§ufern ‚Äď aber die Gefahr blieb ihnen fern, wurde nichtig und schlie√ülich g√§nzlich vergessen. Doch konnte jeder L√§ufer sehen, dass ihnen etwas fehlte. Sie waren kein Rudel, nur eine zusammenhanglose Gemeinschaft voll d√ľsterer Seelen. Doch konnten sie wirklich ein Rudel bilden? Vermutlich lagen in jedem Kopf dieselben Zweifel, doch sie schwiegen und verfielen schlie√ülich wie alle anderen gemeinschaftlichen Gedanken zu einer Handvoll Staub.

So lebt auch zwei Wochen sp√§ter jeder f√ľr sich. Ob sie einsam sind? Wer wei√ü das schon zu sagen? Nicht einmal die Welpen scheinen wirklich Gemeinschaftssinn in den W√∂lfen zu wecken. Und w√§hrend Lannec mit seiner schwelenden Wut Plan f√ľr Plan errichtet um seine geschworenen Feinde zu vernichten, so folgen ihm doch nur die wenigsten. Jeder f√ľr sich selbst. Doch wer kann draan schon etwas √§ndern? Vielleicht der neu dazu gekommene Corcas mit seinen befremdlichen Fantasien und dem verdrehten Weltbild? Wohl kaum, auch wenn man dieses Pulverfass sicherlich im Auge behalten sollte. Doch wer sollte sich dieser Aufgabe schon annehmen. Wir sprechen immerhin von den Verruchten‚Ķ

Bislang wissen die Verruchten nichts von den erkrankten Wölfen und den somit geschwächten Reihen der verfeindeten Rudel. Doch was, wenn sie davon erfahren sollten? Lannec hatte wie immer seine Späher entsandt, die etwas Licht ins Dunkel der Stille bringen sollten. Denn die Ruhe ist selbst den Verruchten bereits aufgefallen.
Vielleicht, aber auch nur vielleicht k√∂nnte dieser Umstand Lannec eine Gelegenheit bieten, zumindest gegen eines der Rudel vorzugehen? Oder gar die Verruchten am Ende doch noch f√ľr einen Angriff gegen die Sweet Nightmare zu versammeln?

16.06.2014 17:19

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XII. Ein Ungl√ľck kommt selten allen



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SWEET NIGHTMARE


Wie die Zeit doch vergeht. Endlos schien die Zeit in denen die W√∂lfe erkrankt gewesen waren, z√§h wie Bienenhonig war sie durch die gebrechlichen K√∂rper der kranken W√∂lfe geronnen und hatte nur langsam den Duft von Verfall und Krankheit mit sich getragen. Die Sonne hatte sich tr√§ge hinter den Wolkenb√§nken hervor gek√§mpft und mit dem hellen Himmelsk√∂nig schien sich auch die Kraft in die Leiber der Rudelmitglieder zur√ľck zu schleichen. Und dann begann sie pl√∂tzlich zu rennen, brachte Morgen f√ľr Morgen den Alltag in ihre Welt zur√ľck. Doch mit dem Alltag kamen auch die Erkenntnisse.

Zwar hatte die Erkrankung ihnen gl√ľcklicherweise keine Verluste eingebracht, jedoch hatte sich das junge Gl√ľck Freya und Malak vom Rudel abgespalten um ein eigenes Leben zu f√ľhren, eine eigene Familie oder gar ein Rudel zu gr√ľnden, wer konnte dies schon wissen? Eine gr√∂√üere L√ľcke hinterlie√ü allerdings die Betaw√∂lfin Shatifa, welche sich nach langer Trauer schlie√ülich doch dazu durch gerungen hatte, sich auf die Suche nach ihrem Gef√§hrten Mortanius zu machen. So standen die Sweet Nightmare nun g√§nzlich ohne Betaw√∂lfe da und die Verantwortung wurde nur d√ľster von einem anderen geschoben. Schlie√ülich war es Kasuka gewesen, der nach mehr als zwei Wochen Trauer schlie√ülich durchgriff und das Rudel wieder wach zu r√ľtteln begann. Patrouillen wurden ausgesandt um die Grenzen des Reviers neu auszukundschaften und sich ein neues Bild √ľber die Lage zu machen.

Heute, nach gut drei Wochen kamen Dastan und Kiara schlie√ülich mit beunruhigender Neuigkeit zur√ľck. Schon vor Sonnenaufgang waren die beiden L√§ufer losgezogen um noch einmal die Grenzen abzuwandern, dabei waren sie auf die deutliche F√§hrte fremder W√∂lfe gesto√üen, eine gr√∂√üere Gruppe schien innerhalb des Reviers zu sein und hatte sich offensichtlich in der Nacht ungesehen gen√§hert. Zum Schutze der Welpen hatte das Alphapaar nunmehr alle W√∂lfe auf dem Rudelplatz versammelt um die Fremdlinge entweder willkommen zu hei√üen oder zu vertreiben. Die Anspannung lag greifbar in der Luft, Furcht erf√ľllte die Luft und versengte die Lungen der aufgeschreckten Rudelmitglieder. Was w√ľrde dieser Tag ihnen bringen?


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WALDL√ĄUFER


Bei den Waldl√§ufern hatte die Krankheit ihren Tribut gefordert. F√ľr sie alle war es wohl ein Schock gewesen, dass es Katthya gewesen war, welche die schreckliche Erkrankung in ihre Reihen gebracht hatte. Doch umso schmerzhafter war die Tatsache, dass die bunte W√∂lfin selbst leider nicht √ľberlebt hatte. Cyan hatte die traurige Botschaft zu den Waldl√§ufern getragen und noch Tage danach war die Trauer wie Regenwolken √ľber ihnen greifbar gewesen. Nur schwerm√ľtig hatte das freie Rudel zur√ľck zu ihrem Alltag gefunden.

Denn das Leben ging weiter. Floss mit jedem Tag dahin wie ein rei√üender Strom und manch einer hatte wohl Schwierigkeiten, nicht wie ein Ast an den scharfen Kanten und Spitzen unterhalb der Oberfl√§che zu zerschellen. Doch im Gegensatz zum Fluss des Lebens, wurde das Wasser in der lebenspendenden Quelle der Waldl√§ufer immer weniger. Anf√§nglich war es nur wenigen aufgefallen, doch Tag um Tag wurde das Wasser immer weniger, bis heute nur noch eine d√ľnne Pf√ľtze das Flussbett bedeckte. Unruhe und Furcht hatten sich innerhalb des Rudels aufgetan, zwar war es nicht die einzige Wasserquelle der Vierbeiner, jedoch die zuverl√§ssigste und naheliegende.

Schlie√ülich war dem Rudelrat nichts anderes √ľbrig geblieben, als zwei Gruppen los zu schicken um dem R√§tsel auf den Grund zu gehen. Manitu, Daren, Tuwa und Keilir sollten dem trockenen Bett auf der einen Seite flussaufw√§rts folgen, w√§hrend Aruya, Yazuac und Calem die andere Seite mit ihren Neben√§sten erkunden sollten. So erhofften sich die Mitglieder des Rudels den bestm√∂glichen Erfolg. Sie alle f√ľrchteten sich davor, was geschehen w√ľrde, wenn sie erfolglos blieben. Die restlichen W√∂lfe des Rudels blieben auf dem Rudelplatz um gen√ľgend Schutz f√ľr die Jungw√∂lfe und den Welpen Nemo bieten zu k√∂nnen.


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VERRUCHTE


Die Verruchten hatten von der Krankheit der letzten Wochen wenig mitbekommen. Sie war beinahe ger√§uschlos an ihnen vorbei gegangen, doch genau genommen hatte das lose Pack auch genug mit sich selbst zu tun. Nur widerwillig hatte Lannec das Angebot Sazhs angenommen und versuchte nun gemeinsam mit der grauen F√§he, den Verruchten zu neuem Glanz zu verhelfen. Allerdings schien dies bisher genauso aussichtslos, wie einem Stein das Laufen bei zu bringen. Die Gem√ľter der W√∂lfe lagen blank und das Misstrauen wirkte beinahe greifbar in der verstreuten Gemeinschaft. Ein Wunder musste her und dies wusste wohl jeder von ihnen, doch kaum einer war dazu bereit wirklich etwas bei zu tragen.

W√§hrend bei den anderen Rudeln die Zeit entweder viel zu schnell oder viel zu langsam verging, lebten die Verruchten in den Tag hinein und obgleich Lannec versuchte h√§rter durch zu greifen und jegliches egoistisches Denken sogleich zu verhindern, schien der Weg schier zu lang und gespickt mit vielen, hinterlistig spitzen Steinen. Doch w√§hrend bei den W√∂lfen die Gem√ľter wund und angeschlagen waren, waren es bei den Tieren die pl√∂tzlich auf den Rudelplatz zu gest√ľrmt kamen, ganz andere Schmerzen. Ihre Hufe bluteten unter der Anstrengung des langen Weges, welchen sie schon gerannt waren und der m√§chtige Bulle an der Spitze konnte seine Herde nur umso schneller antreiben, mitten hindurch durch diese unbekannte, widrige Gebiet. Immer wieder rammte einer der massiven B√ľffel einen Baum oder viel √ľber die Steine und Str√§ucher, die sich vor ihnen auf taten. Noch hatten ihre J√§ger nicht aufgegeben, die gef√§hrlichen Schatten schienen immer noch hinter ihnen her zu sein und mit der Panik in ihren Augen bemerkten sie gerade, dass sie sich da ganz von selbst einer neuen Schar J√§ger n√§herten.

Das noch verschlafene Rudel der Verruchten bekam davon nur wenig mit. Einzig das dr√∂hnende Beben schien immer n√§her zu kommen. Und vielleicht bemerkten es die ersten L√§ufer schon jetzt, doch sicherlich in den n√§chsten Minuten. Schneller, als es ihnen vermutlich lieb war. Doch was w√ľrden sie aus dieser Situation machen k√∂nnen? Eine wilde B√ľffelherde bedeutete Gefahr, doch gleichzeitig eine gro√üe Gelegenheit. Ein panisches, verletztes Tier war f√ľr ein Rudel W√∂lfe eine interessante Beute. Doch da stand wieder einmal diese Frage zwischen ihnen, konnten sie √ľberhaupt als ein solches Rudel zusammen arbeiten? War es ihnen √ľberhaupt m√∂glich eines der Tiere zu erlegen? Waren sie √ľberhaupt in der Lage sich selbst und die Welpen in Sicherheit zu bringen? Und wovor floh diese Herde √ľberhaupt?

15.11.2014 19:24

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XIII. Eisige Wirklichkeit & st√ľrmische Zeiten



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SWEET NIGHTMARE


Fort. Einfach fort. Niemand hatte es in all dem Trubel mitbekommen. Erst als es zu sp√§t war, ja, da merkten sie es. Die Sweet Nightmare hatten einen Schatz verloren, still und heimlich war er ihnen im Sturm entwischt. Die ganze Nacht hatte er gew√ľtet, gemeinsam mit der Furcht vor dem Morgen, gemeinsam mit der Sorge und der Angst. Sie wurden zu schweigsamen Begleitern, f√ľhrten die panischen W√∂lfe durch die Nacht und drau√üen schien das Ende der Welt gekommen. Verdammt zu warten, bis der Regen nachlie√ü, der Wind abflaute und die Welt ihr Licht zur√ľck schenkte, welches doch so fern erschien.

Erst am Morgen wagten sich die ersten Pelztr√§ger wieder aus der sicheren H√∂hle. Nur der Regen war geblieben und vermischte sich nun wohl mit den Tr√§nen der Mutter, dessen Herz die Angst eng umklammert hielt. Keine Spur. Der Sturm hatte jeden Hauch mit sich genommen. Die Erde lag still und verlassen da, durchn√§sst, wie auch ihre Zuversicht. Doch sie w√ľrden nicht aufgeben, er war doch ein kluges Kerlchen, er w√ľrde sich in Sicherheit bringen, oder‚Ķ oder? Noch war nicht alle Hoffnung verloren, sie konnten ihn finden.

Und so waren sie los gezogen. Schnell aufgeteilt in mehrere Gruppen, der Plan schnell aufgestellt. Der Feind‚Ķ oh, der Feind war klar. Sie mussten ihn entf√ľhrt haben, es gab keine andere M√∂glichkeit. Er war fort und sie waren Schuld. Erneut wurden die Herzen getr√§nkt doch diesmal war es keine Angst, keine Trauer, nein, diesmal war es die Wut die in ihrem Inneren tobte.


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WALDL√ĄUFER


Wieso brachten sie die Angst nur mit sich? Es schien sich gerade erst alles wieder zu normalisieren. Erfolgreich hatten sie die Wasserknappheit bekämpft, welche der Biberdamm verursacht hatte. Einige Tage noch waren die Wölfe skeptisch gewesen, doch dann schienen die eifrigen Nager aufgegeben zu haben. Nun floss zumindest wieder genug Wasser im Fluss um damit leben zu können. Der Sturm hatte auch das freie Rudel nicht verschont. Doch bei ihnen war immerhin niemand verloren gegangen. Und doch, doch brachten sie die Angst mit sich. Die Panik stand in den Augen der Sweet Nightmare, als sie schließlich vor ihnen standen.

Doch was tun? Die Furcht und Nervosit√§t steckte an und so wurden auch die Waldl√§ufer rasch unruhig. Doch noch hatten sie kein Wort gesagt, diese fremden W√∂lfe die doch eigentlich Verb√ľndete sind, nicht wahr? Es gibt keinen Grund ihnen zu mistrauen und doch‚Ķ diese Furcht, sie ist bei√üend und krallt sich im Nacken fest. Schnell wurde das Rudel zusammen gerufen. Sie sollten sich nicht zu weit entfernen, die Erde war t√ľckisch, in Zeiten wie diesen ihr Feind.

Doch was hatte die Sweet Nightmare hier hinaus getrieben? Was gab es so wichtiges, das sie sogar dem Wetter trotzen ließ? Nun sind alle Augen auf sie gerichtet, diese beiden Fremden, sie sind keine Feinde, nein… doch wie vertraut man jemandem, den man nicht einmal persönlich kennt? Wieso sollte man ihm helfen?


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VERRUCHTE


Sie haben doch eigentlich gen√ľgend eigene Verluste zu beklagen. Die letzten Wochen waren hart f√ľr die Verruchten. Die Herde hatte gro√üe Verluste in ihre Reihen geschlagen und nur die wenigsten hatten sich in der vergangenen Zeit davon erholt. Und nicht nur, dass sie ihre Toten zu betrauern hatten, nein, auch Sazh war gegangen, ohne ein Wort, ganz heimlich war sie davon geschlichen. Die Gem√ľter lagen noch immer Brach und ein weiteres Mal schien Zusammenhalt nicht mehr als ein sinnloses Wort. Wie sollte sich dies auch jemals √§ndern, wenn man seinem Rudel so leicht den R√ľcken kehren konnte.

Der Sturm hatte das Rudel auf dem Rudelplatz festgehalten, was die Gem√ľter nur weiter aufgeheizt hatte. Die Fronten waren versteinert und hart und jene, die noch versuchten, Frieden zu stiften, versagten in den meisten F√§llen kl√§glich. Der Regen peitschte unerm√ľdlich auf sie nieder und auch wenn der Wind abgeflacht war, trug er doch eine markante Note mit sich. W√∂lfe. Fremde W√∂lfe. Nun gab es doch einen Vorteil, dass sie alle zusammen waren. Keiner wusste, wer die Fremden waren und was sie wollten, der Geruch war noch zu fern um Schl√ľsse zu ziehen. Doch ihre Wachsamkeit war gesch√ľrt.

In all dem Trubel hatte das Rudel kaum bemerkt, dass der Sturm auch bei ihnen einen Verlust hinterlassen hatte. Fehlte da nichts etwas? Sicherlich w√ľrde es Lannec auffallen und auch Nodin w√ľrde das Verschwinden seiner Schwester nicht entgangen sein. Und langsam machte sich auch bei ihnen die Sorge breit und die Angst kroch wie eisige F√§nge in ihren Nacken. Wo, um alles in der Welt, war Maeva?

26.04.2015 18:56

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XIV. Die Spur der Gedanken



D√§mmerung. Wie ein sch√ľtzender Schleier hatte sie sich √ľber die Gem√ľter gelegt. Die Hitze der Schlacht schien nach zwei Tagen immer noch nicht verraucht. Einer schwelenden Glut gleich lag sie in den M√§gen der W√∂lfe, hatte Risse in ihre Herzen gebrannt und nicht nur einen sogar √§u√üerlich verbrannt. Es gab so viele Zeitpunkte, die schweigend verliefen. Keiner wagte es die entscheidende Frage zu stellen. Wie sollte es weiter gehen? Die Feindschaft zwischen den benachbarten Rudel, der Krieg wie b√∂se Zungen bereits zu munkeln begannen, schien vorerst seinen flammenden H√∂hepunkt erreicht zu haben. Doch Feuer brennt nur nieder, wenn es keiner mehr n√§hrt und davon gab es gen√ľgende. Hatte es zuvor nur stellenweise Bef√ľrworter gegeben, so wurden die anf√§nglich nur fl√ľsternden Stimmen nun lauter. Die Trauer, die Angst, der Hass. Negative Emotionen schienen in jedem einzelnen Kopf eingenistet zu haben wie Parasiten. Es w√ľrde nicht alles so bleiben, wie es gewesen war. Die neuerlichen Spannungen, sie waren erst der Anfang, soviel war sicher.

Doch noch waren ihnen die Pfoten gebunden. Sowohl die Sweet Nightmare als auch die Verruchten hatten bittere Verluste erlitten. Die Zeit war noch nicht gen√ľgend voran geschritten um die Wunden zu schlie√üen, die entstanden waren. Wenn sie denn jemals wieder heilen w√ľrden. Die Leittiere hatten ihre D√§monen zu schlagen und vermochten wohl kaum an weitere k√§mpferische Handlungen zu denken. Die Hitze des Tages war unter den launischen Fl√ľgeln der nahenden Nacht ein wenig verblasst und ein k√ľhlender Wind streichelte ihnen sanft um die Nasen. Viel war nicht √ľber von der regen Besch√§ftigung der letzten Wochen. Das Rangger√ľst der Sweet Nightmare schien erneut ins Wanken geraten zu sein, wie auch bei den Verruchten erneut L√∂cher im Gebilde erschienen. Doch noch blieb es ruhig. Daf√ľr waren die Verletzungen an ihren Leibern und ihren Herzen zu stark. Jeder versuchte auf seine Art und Weise das geschehene zu vergessen. Doch wer hatte gesagt, dass dies so einfach war?

Und die Waldl√§ufer? Ihre neutrale Immunit√§t schien noch zu halten, doch auch in den Herzen des freien Rudels schien die Besorgnis fest verankert. Zwar hatten sie am schnellsten zur Normalit√§t zur√ľck gefunden, doch wie lange war ihre eigene Heimat, ihr Rudel noch sicher?

F√ľr sie alle stand nur eines fest, ein freier Abend‚Ķ ein hoffentlich ruhiger Abend. Nach all den Schrecken, die ihnen auf dem Weg begegnet waren.

01.07.2017 12:40

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XV. Gläserne Schicksale



Die Hitze hatte noch mehr zugenommen. Dr√ľckende Temperaturen zwingen die W√∂lfe in die Schatten oder in die N√§he der Fl√ľsse und Seen, auch wenn ein Gro√üteil sich in der N√§he des Rudelplatzes aufh√§lt. Noch sind keine konkreten Pl√§ne bekannt, doch bisher hat kein Wolf das Rudel verlassen, geschweige denn musste er es. Manta und Ranosz haben sich bisher ruhig gehalten und keine gro√üen Ank√ľndigungen gemacht. Langsam scheint es ein wenig ruhiger zu werden, auch wenn die Situation um Kasuka und Liaryl noch immer ein wenig angespannt erscheint. W√ľrde es m√∂glich sein, dass Rudel irgendwie wieder zu einen? Noch scheinen die Lager sehr gespalten und die Stimmen aneinander vorbei zu gehen. Sie reden, immer reden sie, Worte scheinen das neue Schutzschild geworden zu sein, doch wie viel w√ľrden sie bringen? Manch einer braucht offensichtlich l√§nger, um sich mit der neuen Situation abzufinden, nur die Zukunft wird zeigen, wie es weitergehen wird.

01.07.2017 12:41

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XVI. Leicht geträumte Zuversicht



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SWEET NIGHTMARE


Ver√§nderung. Wie ein Windsto√ü jagte sie ein weiteres Mal √ľber das Land. Fegte Blatt um Blatt davon und entwurzelte nicht nur die Gr√§ser. Der Sommer, so sehr er noch immer tobte, neigte sich langsam dem Ende zu und die ersten B√§ume verloren sich im bunten Farbenspiel der Natur. Und auch die W√∂lfe, jene leidgeplagten Kreaturen dieses Landes, w√ľnschten sich mal um mal mehr, sich ebenfalls zu verlieren und dem auf und ab der Gedanken und Gef√ľhle zu entkommen.
Wenn es nicht der Zwist zwischen den Welpen war, so preschte in den letzten Wochen die Last des Alphawechsels auf sie ein und lie√ü nicht nur Kasuka und Liaryl wenig Verschnaufpausen. Schlie√ülich waren es Ranosz und Kasuka zusammen, welche die n√∂tige Entscheidung trafen und das Rudel der Sweet Nightmare aus ihrer innerlichen Starre erl√∂sten. Die Nordw√∂lfe, Ranosz, Manta und Lukea w√ľrden weiter ziehen und sich irgendwo in den Bergen ein neues Leben aufbauen. √úberraschenderweise entschloss sich die junge F√§he Aska und ihr Bruder Isak, die beide Freunde im Rudel gewonnen hatten, zu bleiben und nicht weiter mit ihren einstigen Rudelgenossen zu ziehen. All dies ist nun wenige Tage her. Der Herbst hatte einige Wanderer ins Tal getrieben, welche ebenfalls beschlossen hatten, bei dem noch reichlich zerr√ľtteten Rudel zu verweilen.
er wieder genese Kasuka und auch seine Gefährtin Liaryl hatten in den vergangenen Tagen deutlich ihren wieder erhaltenen Rang demonstriert, auch wenn sie das Vergangene sicherlich gelehrt hatte, immer wachsam zu sein. Der Wind hatte die Veränderung erneut ins Tal geweht und just in diesem Moment verbreitete er die Stimmen des Alphapaares in der abendlichen Luft, welche ihr Rudel auf den Rudelplatz beorderten.


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WALDL√ĄUFER


Die Sonne schien noch immer. Sie strahlte und grinste ihnen allen frech ins Gesicht, jenen, die geholfen hatten und doch so viel verloren hatten. Die Gefahr war bekannt gewesen, von Ohr zu Ohr getragen und doch hatte keiner von ihnen erwartet, dass dieser Preis so hoch sein w√ľrde. Unruhe und Trauer war ins Rudel gefahren wie ein Blitz und hatte vermeintliche, zart keimende Zuversicht zerst√∂rt und Hoffnung vernichtet. Nein, die Sonne sollte nicht mehr strahlen und so zufrieden wirken. Sie sollte nicht Tag f√ľr Tag weiter machen als w√§re nichts gewesen. Weinen und Trauern sollte sie schreien und toben, wie auch die W√∂lfe, welche sie jedes Mal aufs neue heimsuchte und deren dunkle Gedanken sie nicht einmal mehr g√§nzlich zu erhellen wusste. Das Leben ging weiter, wie auch die Sonne weiter strahlte, doch es war falsch klamm und der Verlust lag zu tief im Herzen, weit entfernt von tr√∂stendem Licht.
Es kamen Neue, doch auch jene Befreiten wussten die L√ľcke noch nicht zu f√ľllen, die der Verlust von Yazuac, Daren und Rulivia hinterlassen hatte. Einige, wie Leda und Nemo, gingen, flohen vor der verr√§terisch l√§chelnden Sonne und versuchten ihr Seelenheim anderswo zu finden. All dies sollte in den vergangenen vier Wochen nicht verblassen. Wie eine schw√§rende Wunde hatte sich die Furcht vor dem neuen, dennoch so altbekannten Feind, in ihr Fleisch gegraben. Die Trauer, der Verlust, sich wie ein erstickendes Netz dar√ľber gelegt. Nichts davon hatte einen Alltag zugelassen, obwohl doch genau dieser so dringend gebraucht wurde.

Skyrim hatte sein Bestes getan das Rudel zusammen zu halten, w√§hrend der Rudelrat selbst doch so sehr angefangen hatte zu br√∂ckeln. Silthrim, welche in ihrer Trauer beinahe zu einem Problem geworden w√§re, schien sich inzwischen wieder gefangen zu haben und vielleicht sogar mehr als das. Aus Schock, Trauer und Stress hatte sich f√ľr die silberne L√§uferin jedoch eine neue Aufgabe entwickelt. Erwartete sie doch im jetzigen Winter - so ganz untypisch f√ľr einen normalen Wolf - ihren ersten Wurf Welpen. Manitu hatte nicht nur einen gro√üen Teil seines Ansehens verloren, sondern auch seine Ziehtochter und war demnach ebenso gepeinigter gewesen.

Jeder wusste, dass es weitergehen musste. Doch es war schwer. Ihr eigener Wald schien nicht mehr so sicher, wie noch am Anfang vermutet. Erstrecht nicht f√ľr Welpen. Der Rudelrat hatte jeden Wolf angewiesen, √ľbersch√ľssiges Futter zu verbuddeln und f√ľr sp√§tere Zeiten zu horten, ebenso waren Patrouillen losgeschickt worden, um die Sicheheit des Rudels zu gew√§hrleisten. Auch heute waren zwei Gruppen losgeschickt worden. Eine sollte dem nicht enden wollenden, leichten Hundegeruch nachgehen, welcher immer wieder vom Revier der Verruchten her√ľber wehte. Was geschah dort? Die andere Gruppe war in das H√ľgelland hinauf geschickt worden um nach einer eventuell geeigneten Wurfh√∂hle ausschau zu halten. Vermutlich war es das trockene Wetter gewesen, welches ihnen dabei in die Pfoten gespielt hatte und einen neuen, g√§nzlich unerkundeten H√∂hleneingang freigelegt hatte. Doch was mochte sich darin verbergen?


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VERRUCHTE


Entgegen aller voreiliger Vermutungen. Wolf und Hund. Wer h√§tte das gedacht? Niemand der Verruchten stellte Lannecs seltsame Allianz in Frage, auch wenn die Meute vermutlich nicht gerade gelassen wirkte. Es war eine seltsame Zweckgemeinschaft, eine schwelende Glut in ihrer Mitte. Ein Gl√ľck, dass von den Verruchten vermutlich eh niemand den Frieden kannte und Gl√ľckseligkeit immer schon ein ziemlich weit entfernter Begriff war. Noch waren die Lager geteilt, die Stimmung angespannt und das Miteinander eine ziemlich schwierige Sache. Wie sollten sie sich auch verstehen? W√∂lfe und Hunde‚Ķ Vielleicht mochten sie entfernt miteinander verwandt sein, doch was brachten einem schon Gemeinsamkeiten wie eine feuchte Nase und Pfoten? In ihren Herzen trugen sie verschiedene Kerben, der Takt war nicht der gleiche und ihre Absichten? Wer konnte das schon sagen? Konnte Lannec es √ľberhaupt?
Auch wenn Niemand ihren Anf√ľhrer in Frage stellte, so wunderten sie sich doch. Munkelten im geheimen und vielleicht hatte es auch manch wagemutige Schnauze gewagt, den Silbergrauen direkt darauf anzusprechen, doch noch h√ľllte sich Lannec in Schweigen. Eine Stille, die dem zusammengew√ľrfelten Haufen sicherlich nicht unbedingt ein Segen war.

Doch sie sollten nicht so viel nachdenken. Sie sollten zusammenarbeiten, ein Team sein, auch wenn es dem Leitwolf selbst nicht immer einfach viel, seine eigentlichen Feinde in der Nähe zu wissen. Doch er zwang sich zur Geduld, wie auch alle anderen Geduld haben sollten. Immer wieder schickte der Silberne Wolf und Hund gemeinsam auf Patrouille, zwang sie dazu miteinander umzugehen und sich zu verstehen. Wirkte es? Das konnte wohl noch niemand genau sagen. Auch heute hatte er Wolf und Hund wieder ausgesandt, gemeinsam sollten sie die Reviergrenzen beobachten und Auffälligkeiten melden. Es war so still bei den Sweet Nightmare. Zu still. Was ging da vor sich?

01.07.2017 12:42

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XVII. Wer Wind sät, wird Sturm ernten



Anderthalb Jahre zogen ins Land. Anderthalb Jahre, die erstaunlich ruhig vonstatten gingen. Anfangs vermutete man zumindest auf der Seite der Sweet Nightmare einen Hinterhalt der Verruchten, doch die Tage und N√§chte vergingen, ohne, dass etwas an dieser Grenze geschah. Man glaubte nicht daran, das verruchte Pack endlich in die Flucht geschlagen zu haben und in Ruhe leben zu k√∂nnen und trotzdem verh√§rtete sich unsicher der Verdacht, dass sie verschwunden waren ‚Äď so lange jedenfalls, bis man sie wieder wie einem Schatten gleich an den Grenzen ersp√§hen konnte und die normale Vorsicht walten lie√ü.
W√§hrenddessen lernte der Nachwuchs von Kasuka und Liaryl weitere Verwandte ihrer m√ľtterlichen Seite kennen. Sie hatten einen weiten Weg auf sich genommen und baten nun um Liaryls Hilfe, die schlie√ülich widerwillig zustimmte, das Rudel vorerst Kasuka zu √ľberlassen und zur√ľckzukehren, wenn sich die Lage zuhause beruhigt hatte. Cirian entschloss sich dazu, seine Mutter zu begleiten und lie√ü seine drei Geschwister allein zur√ľck. Angespornt vom Aufbruch seines Bruders entschloss sich auch Kalien kurze Zeit sp√§ter, sein Schicksal doch selbst in die Pfoten zu nehmen. Nach einem kurzen Abschied machte er sich auf die Suche nach Dastan und den Vera Sacrum. Dass sein √§lterer Bruder vor ihm gegangen war, spielte ihm in die Karten, denn so hatte er eine weitaus deutlichere F√§hrte, der er folgen konnte als die Mantas und ihres Gefolges, von denen mittlerweile kaum mehr eine Duftspur zeugte. So zogen die Monate an den W√∂lfen vorbei, die nach dem Aufbruch ihrer Leitw√∂lfin noch enger zusammen rutschten.

Auch bei den Waldl√§ufern verging die Zeit ohne gro√üe Zwischenf√§lle. Kheos verabschiedete sich noch bevor die Welpen das Licht der Welt erblickten. Gegen aller Erwartungen schafften sie es auch mit einer (helfenden?) Pfote weniger, den ersten Wurf Silthrims trotz harter Zeiten ohne Verluste durch die dunkle Jahreszeit zu bringen. Durch den Wurf und der Verabschiedung Mantius aus dem Rudelrat allerdings r√ľckte das diplomatische Rudel immer mehr in ein normales Rudelsystem, denn so blieben lediglich Skyrim und Silthrim im Rudelrat zur√ľck. Die frisch gebackenen Eltern allerdings hatten kein Problem mit ihrer neuen alten Rolle. Aus den Angelegenheiten der √ľbrigen Rudel hielten sie sich heraus. Mehr als seltene Treffen an den Rudelgrenzen verband sie nicht mit ihren Rudelnachbarn.

Auf der Seite der Verruchten blieb es tats√§chlich still ‚Äď allerdings nicht, weil sie pl√∂tzlich ihre Meinung ge√§ndert hatten. Dass Iscar sich recht schnell wieder davon machte, missfiel zwar Lannec und seinem Plan, war aber zu verkraften. Sie lauerten auf ein Ziel, auf das sie sich im Stillen vorbereiteten. Die seltenen Besuche an der Grenze zu den Sweet Nightmare waren kein mangelndes Interesse, sondern viel mehr eine Vorbereitung ihres Plans. Die beiden Welpen wuchsen zu kr√§ftigen W√∂lfen heran und unterst√ľtzten ihren Vater tatkr√§ftig und manchmal auch ziemlich skrupellos bei der Rudelleitung. Allerdings hatten sie zunehmende Beuteknappheit zu beklagen, die manche Zeiten recht schwierig gestalteten...

Und dann schlie√ülich sahen sie ihre Zeit gekommen. Es d√§mmerte an diesem Juliabend und der Himmel war wolkenverhangen. Immer wieder hatte es leichte Regenschauer gegeben und die N√§sse, die sich in den Baumkronen hielt, bot ihrem Plan ein wenig Schutz. Die Beute im Revier der Verruchten war mittlerweile so knapp geworden, dass es keinen Sinn mehr machte, das Revier zu halten: Besonders nicht, wenn das Nachbarrevier doch ohnehin viel verlockender war als das eigene. Kaum, dass die Sonne den Horizont komplett verlassen hatte, √ľbertrat das verruchte Pack die Grenze und √ľberraschten die Sweet Nightmare gnadenlos. Ein Kampf entbrannte, der beide Seiten an die Grenzen ihrer Kr√§fte brachte und Opfer forderte. Doch das Rudel der Sweet Nightmare gab sich erst geschlagen, als ihr Leitwolf fiel. Lannec gelang es, Kasuka in einem Zweikampf knapp zu besiegen und das verfeindete Rudel damit in eine ungewisse Zukunft zu schicken. Auch der alte Lucigar √ľberstand die Konfontation nicht und erlitt noch vor Ort den Verletzungen, die er sich bei der Verteidigung des Rudels zugezogen hatte. Ebenso erging es Morrigan auf der Seite der Verruchten. Die Sweet Nightmare zogen sich angeschlagen zur√ľck und mussten ihr Revier widerwillig an ihre Feinde abtreten. Aber wenigstens war es nicht kampflos geschehen...

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WALDL√ĄUFER & SWEET NIGHTMARE


Der Kampf an sich bleibt bei den Waldl√§ufern unbemerkt ‚Äď anders als die Eindringlinge an ihrer Reviergrenze. Ivany, Cezar und Hiraeth entdecken ihre √ľberfallenen und verletzten Sweet Nightmare nur wenige hundert Meter von der Reviergrenze entfernt. Der Welpen wegen birgt es ein Risiko, die Heimatlosen in ihre Reihen aufzunehmen, doch schlie√ülich entscheidet man sich doch gemeinsam daf√ľr, ihnen Hilfe anzubieten und sie zum Rudelplatz zu f√ľhren. Dort dauert es nicht lange, bis die Sweet Nightmare ersch√∂pft unter den wachsamen Augen der Waldl√§ufer zusammenbrechen. Die Nacht nutzen die Gastgeber, um sich dar√ľber klar zu werden, was der √úbergriff der Verruchten f√ľr sie zu bedeuten hat. Als der Tag anbricht, spiegelt auch der wolkenverhangene, fast schon d√ľstere Himmel die Geschehnisse der Nacht wieder. W√§hrend ein Teil der Waldl√§ufer loszieht um ein wenig Beute zu beschaffen, macht sich bei den √ľbrigen Mitgliedern der Sweet Nightmare allm√§hlich die Gewissheit breit, dass nichts mehr so werden w√ľrde, wie es war. Sie waren heimaltlos, hatten ihr Revier im Kampf verloren und mit ihm einen Teil ihrer Familie. Bei den Welpen der Waldl√§ufer hingegen verbreitet sich die Nachricht, dass sie Besuch hatten, wie ein Lauffeuer. Ihre Neugierde war vielleicht gerade wegen des Verbotes, sich den Fremden zu n√§hern, unstillbar.


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VERRUCHTE

Die Verruchten haben trotz ihres Sieges eine wenig erholsame Nacht. In den fr√ľhen Morgenstunden erliegt auch Lannec, der Leitwolf des zusammengewachsenen Rudels, seinen schweren Verletzungen, die er sich im Kampf mit Kasuka zugezogen hatte. Damit hinterl√§sst er nicht nur ein komplettes Rudel in einer vollkommen neuen Situation, sondern auch Tochter und Sohn mit einer Aufgabe, bei der bisher fraglich war, ob sie ihr schon vollkommen gewachsen waren. Zur√ľck bleibt nicht nur Wut ihrem besiegten Feinden gegen√ľber, sondern auch keinerlei Zeit f√ľr Erholung. Das neu erk√§mpfte Revier will markiert und verteidigt werden. Die Natur nimmt keinerlei R√ľcksicht auf Verletzungen ‚Äď ganz gleich ob physisch oder psychisch. Jeder also, der nicht zu schwer verletzt ist, wird dazu angetrieben, bei den Markierungen zu helfen. Die Frage ist nur: Bleibt man zusammen oder teilt man sich trotz der Verwundbarkeit auf ‚Äď und noch besser: wer f√§llt √ľberhaupt diese Entscheidung? Ganz klar ist aber, dass die Flucht der Sweet Nightmare in die Richtung der Waldl√§ufer dabei ganz gewiss nicht unbemerkt bleiben w√ľrde.

01.07.2017 12:48
 
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